Payback und Beacon: Kundenbindung auf Steroiden

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 17. Februar 2015 |

Payback und Beacon: Kundenbindung auf Steroiden
Beacon von Payback
Alle Glaskugeleien über die Zukunft von Beacon sind derzeit nicht einmal den Kaffeesatz wert, der während der Formulierung der Prognosen entsteht. Denn trotz einer Legion an Anbietern hat der wohl hierzulande wichtigste Player noch nicht das Feld betreten. Payback aber könnte den Markt gewaltig durchrütteln und aus dem digitalen Glimmen der Kundenbindung eine Feuerwalze entfachen. 

Gegenwärtig wird bei Payback noch getestet. Wie passt die Beacon-Technologie in die eigene Bonus-App? Wie und zu welchen Konditionen lassen sich eigene, blau-weiße Payback-Beacons im Handel unterbringen? Wie lässt sich das mit Payment-Features verbinden?

Fest steht: Payback bringt die richtige Größenordnung mit, um bei Kunden und Handel die nötige Relevanz und Reichweite für Beacon zu erzeugen. 
Mehr als jeder zweite Haushalt besitzt eine Paybackkarte. Über 25 Millionen Kunden nutzen die Karte regelmäßig. 620 Handels - und Onlinepartner stehen für mögliche Allianzen und Feldeinsätze parat.

Payback verteilte 2014 in Deutschland 7,7 Milliarden Coupons. 5 Millionen Beacon Apps in Deutschland könnten schon eine Milliarde Kundenkontakte am Point of Sale erzeugen. Mit Zahlen wie diesen weckt Oliver Bohl, Director Digital Business Development bei Payback, derzeit auf Kongressen die Neugier auf eine blau-weiße Offensive. Derzeit nutzen bereits 4,5 Millionen Menschen eine Payback-App, um mobile Coupons abzurufen. Mit relevanten Angeboten könnten die leicht dazu "überredet" werden, auch einen Blick auf lokalisierte Angebote zu werfen.

Erst recht wenn Payback Überlegungen wahr macht, die Payback-App mit Zahlfunktionen zu verbinden. Passende Werbung, Payment und Rabatte - es wäre eine Beacon-Variante auf Steroiden, die mit der lokalen und mobilen Vernetzung Händlern aber auch Herstellern völlig neue Optionen der Vermarktungseffizienz erlaubt, beispielsweise physisches Retargeting.

Payback würde es zudem leichter haben, als die Legion der Beacon-Anbieter bis hin zu Shopkick, die sich erst mit ihrer Marke in den Köpfen den Kunden etablieren und Vertrauen aufbauen müssen. Payback gilt dagegen jetzt schon laut einer aktuellen Studie von TNS Emnid als die vertrauenswürdigste Kundenkarte. Vertrauen aber ist eines der wichtigsten Assets rund um die digitale Kundenbindung.

Schließlich weiß der Kunde, dass es nicht nur um Loyality-Rabatte und lokalisierte Angebote geht. Jede personalisierte Ansprache macht ihm klar, dass er gerade wieder Daten getauscht hat und eine breite Heat Map seiner Bewegungen im Laden hinterlassen hat.


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Thema: Mobil

Schlagworte: Payback, Beacon, Kundenbindung

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