10 Startups, die im E-Commerce etwas bewegen können

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 24. Januar 2013 | 1 Kommentar Kommentieren

brotbox
Der Zalando-Spin-off Emeza, das ist mit Sicherheit der schlagzeilenträchtigste Launch eines Startups in jüngster Zeit. Aber etailment präsentiert hier noch 9 weitere Startups, die ein wenig Aufmerksamkeit (und Geld der Kunden) verdienen. Mal sind es flauschige Ideen, mal konturierte Konzepte für den Markt, mal Lösungen, die unserer Bequemlichkeit entgegenkommen. Alle 10 Startups gibt es nach einem bequemen Klick.  

 Ella&Paul: Achtung Cuteness-Alarm. Kinderzeichnung zu Ella & Paul einschicken, individuelles Kuscheltier nach der Vorlage  bekommen. Einem so simpel erklärbaren Geschäftsprinzip mit derartig gelungenen Umsetzungen möchte man den Erfolg wünschen. Und der Sitz ist mal nicht in Berlin, sondern in Willich am Niederrhein. Flauschig.

ellaundpaul

Kiveda: Im aufstrebenden Online-Möbelhandel könnte Kiveda eine Erfolgsgeschichte werden. Dafür spricht die Man-Power hinter dem Projekt. Hinter dem neuen Online-Shop von Julian Strosek  und Maximilian Kuß verbirgt sich die Sapado Holding in München. Beteiligt ist unter anderem Christoph Dietsche mit seiner SE Swiss Entrepreneur AG in Zug/Schweiz . Dietsche hat auch in Alno investiert. Rückendeckung kommt auch von der European Media Holding (EMH), die schon den Reifenanbieter Tirendo erfolgreich auf die Spur gebracht haben sowie von Holtzbrinck Ventures. Im Frühjahr 2013 soll es für Kiveda los gehen. Küchen und Kochaccessoires soll es dann im Preiseinstiegssegment geben. Küchen im Preisfokus - das könnte online sehr gut klappen.  Noch werden Jobs vergeben.

Meinebrotbox:  Lange Zeit bevor von Same Day Delivery die Rede war, haben Bäcker morgens Brötchen geliefert. Das war früher (TM). Also hoffe ich mal auf Nachahmer, wenn MeineBrotbox im Februar startet.  Der Brötchenlieferdienst im Abo-Verfahren verfügt über ein eigenes Lieferantennetzwerk und arbeitet mit ausgewählten Bäckereien zusammen. Die Bäckereien erhalten Gebietsschutz auf meinebrotbox.de und können über die Händleroberfläche ihr eigenes Sortiment einstellen und Sonderaktionen starten. Zunächst startet meinebrotbox.de, ein Projekt der Medienagentur Fruitymedia, in Karlsruhe. Bis zum Jahresende sind drei weitere Städte geplant.

EMEZA Premium Shop Zalando
EMEZA: Luxus-Ableger von Zalando

Emeza: Mit EMEZA, positioniert noch über dem Zalando-Premium-Bereich, will Rocket Internet “Designermode und Luxus” bieten. Der Ableger von Zalando soll aber eigenständig agieren. Laut Mail-Men sind  zum Start alle Marken auch direkt bei Zalando erhältlich.

boost: Für den guten Zweck? Das ist immer unterstützenswert. boost wurde im Februar 2012 als gemeinnütziges Online-Start-up von Frank C. Eckert und Benjamin Vahle gegründet. Mit boost können Kunden nach Art eines Affiliate-Systems bei jedem Online-Einkauf kostenlos und mit wenigen Klicks Spenden für einen guten Zweck der Wahl erzeugen. Die  Online-Shops zahlen eine Provision, sobald ein Nutzer über boost auf ihre Seite gelangt und etwas kauft. 90 Prozent der Provison spendet boost. Der Kunde kann entscheiden wofür. Wer seine Spende bei Facebook verbreitet, verdoppelt den Betrag.

Florian_Spathelf
Florian Spathelf sammelte 100.000 Euro für die Spielzeugkiste ein

Meine-Spielzeugkiste: Das ist ein gutes Zeichen: Das Berliner Start-up Meine-Spielzeugkiste sammelte per Schwarmfinanzierung auf der Crowdinvesting-Plattform companisto.de schnell das Geld ein. Der Online-Spielzeugverleih holte binnen weniger Tage 100.000 Euro.  Allerdings bewegt sich das  Gründerteam um Julia Derndinger und Florian Spathelf  in einem Umfeld mit harten Gegnern: Die Wummelkiste aus dem Hause  Team Europe hat bereits finanzkräftige Investoren überzeugt, und versendete auch schon einen TV-Spot.

Bloomboxer: Individuell gefertigte Boxershorts bietet Bloomboxer jetzt im Regelbetrieb. Ja nun. Aber: ein Online-Konfigurator für die Unterhose. Das ist neu in Deutschland. Jetzt bitte keine Witze darüber, dass Männer immer Probleme mit der Größe haben. Alexander Friedrich Bloomboxer  hat das Projekt gestartet, die Rennfahrer-Brüder Johannes und Ferdinand Stuck sind als Markenbotschafter und Kooperationspartner an Bord. Marktchancen: Die Deutschen geben im europäischen Vergleich nach den Italienern am meisten für Unterwäsche aus.

Winemeister: Nicht noch ein Weinhändler. Puh. Nein. Winemeister ist eine App für Weinempfehlungen im Laden. In der ersten Version empfehlen die Macher um Jan Eike Thole Weine von Rewe, Edeka , Kaiser's & Tengelmann, Rossmann, Aldi Süd und Nord, Lidl, Netto-Marken Discount. Folgen sollen Kaufland, Penny, Real, Norma, Netto. Die Weine werden von einem Sommelier persönlich verkostet, beschrieben und bewertet. Alternativ zum Supermarkt kann man auch direkt vom Sofa aus Premium Weine aus dem Online Shop bestellen. Klingt nach einem Haufen Arbeit, wenn es richtig gut werden soll.

 
Aus dem Ausland: 
 
viss app
Für Mode-Fans: Viss

Wanelo: Sieht ein wenig aus wie Pinterest. Das Prinzip des Start-up aus San Francisco ist auch ähnlich. Die Klickstrecke aber kürzer. Nach einem Klick aufs Produktbild soll es immer direkt in den Shop gehen.  Die Plattform Wanelo ( Want, Need, Love) hat mittlerweile rund zwei Millionen Dollar Investorengelder eingesammelt. Das gibt es auch als App. Auch dort ist Einfachheit angesagt. Die New York Times nennt beeindruckende Zahlen: 1,5 Millionen Downloads der App, die Website hat 1,3 Millionen Besucher im Monat.

 Viss: Eine App, die gleichfalls ein wenig pinterestig, ein wenig instagramig daher kommt, und auf der Nutzer Mode und Modefotos fotografieren, empfehlen, teilen, bewerten und dann auch kaufen können sollen. Viss ist in Asien gerade angesagt und ein hübsches Affiliate-Konzept. Die App kann auch englisch.

  Weitere Beiträge mit gesammelten Start-ups:


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Schlagworte: Start-up, Trends, Start-ups

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  1. Erstellt 25. Januar 2013 11:43 | Permanent-Link

    Die Kaufberatung von Larovo ist auch nicht zu verachten :-)

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