7 Startups mit Sinn für Kunst

Von Klaus Janke | 25. Juni 2013 | 2 Kommentare Kommentieren

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Es ist nicht einfach, das Geschäft mit der Kunst. Vor allem kleinere Galerien müssen zunehmend aufgeben. Die Möglichkeiten für Künstler, in direkten Kontakt mit potenziellen Käufern zu kommen, schrumpfen. Abhilfe schafft der Onlinehandel. Immer mehr Startups legen die Bedenken ab, Kunst müsse auf jeden Fall haptisch vermittelt werden, und launchen interessante Angebote. Ein etailment-Überblick.




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A Space For Art

Nach dem Motto "Kunst muss hängen" bringt A Space For Art Kunst in Galerien, in Restaurants, in Hotels - überall dort hin, wo es Platz für Ausstellungen gibt. Das Start-up, das von Christian Kaul, Mathias Kutzner, Charlie Smedley und Selim Varol gegründet wurde, verlangt weder von den Künstlern noch von den "Space"-Besitzern, die die Kunst ausstellen, Geld. Eine Provision fällt an, wenn über die Ausstellung - oder auch einfach über die Website - ein Kunstwerk verkauft worden ist. A Space For Art hat Niederlassungen in Berlin und London, entsprechend gibt es eine deutsche und eine englische Website, beide sind noch im "Invite"-Stadium. Ein Interview mit Christian Kaul zum Konzept gibt es bei Gründerszene.  

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Artflash

Limitierte Editionen von Werken zeitgenössischer Künstler zu einem günstigen Preis - darauf konzentriert sich seit dem vergangenen Jahr das Berliner Start-up Artflash. Im Rahmen der "Flash-Sales" werden alle 14 Tage Werke von zwei Künstlern angeboten, aktuell zum Beispiel drei Radierungen von Thomas Schütte für jeweils 560 Euro. Die Werke stammen meist von Kunstvereinen, Verlagen und Galerien, die diese häufig unter Marktpreis abgeben. Betrieben wird Artflash von Katharina Brauckhage (Gründerin und Geschäftsführerin), Antonia Simon, Ann-Katrin Schaffner und Michael Mente.  

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Auctionata

Live-Versteigerungen von Kunst und Antiquitäten im Internet - damit ist das 2012 gegründete Berliner Start-up Auctionata bekannt geworden. Jeden Freitag um 18 Uhr kommt ein gutes Stück unter den Hammer, zuletzt Egon Schieles "Liegende Frau" für 1,8 Millionen Euro. Daneben unterhält das Unternehmen,das rund 100 Mitarbeiter in Berlin und New York beschäftigt, auch einen Schätzungsdienst und einen Onlineshop mit rund 6000 Gegenständen. Ziel ist es, auch exklusive Objekte einem breiten Kreis von potenziellen Kunden zugänglich zu machen. Gegründet wurde Auctionata von Alexander Zacke und Georg Untersalmberger, Investoren sind Holtzbrinck Ventures, e.ventures, TA Venture, Raffay Group, Bright Capital, Kite Ventures und Earlybird. 

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DEAR Photography

Der kürzlich gelaunchte Onlineshop soll renommierten Fotografen ein hochwertiges Umfeld zur Präsentation ihrer Werke bieten. Die Provision, die beim Verkauf an DEAR Photography geht, beträgt laut Deutsche-Startups 30 Prozent. Ein wichtiges Feature ist eine kostenlose Augmented-Reality-App, die es Kunden erlaubt, das jeweilige Foto in Originalgröße auf einer ausgewählten Wand zu sehen.  Hinter DEAR Photography steht die Gründerin und Geschäftsführerin Daniela Hinrichs (Ex-Xing und Geschäftsführerin von Yellowdine Ventures). Das Büro befindet sich in Hamburg.

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Grandartclub
Erst 2012 gegründet und schon mehrfach ausgezeichnet und von der EU, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert: Das Hamburger Start-up mit den Geschäftsführern Stanislaw Schmidt, Karol Domagalski und Sebastian Braun ist schnell durchgestartet. Mit dem Grandartclub haben Galerien die Möglichkeit, ins Onlinegeschäft einzusteigen. Zurzeit bieten 106 Galerien hier Malereien, Zeichnungen, Skulpturen, Grafiken und Fotografien an. Das Schöne: Man muss nicht kaufen, man kann die Werke auch einfach eine Zeitlang mieten. 

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My-Artmap

Nicht nur Kunst im engeren Sinne, sondern auch Möbel, Bücher, Porzellan, Uhren und vieles mehr kann man auf dem Online-Marktplatz erwerben. Im November 2012 gestartet, will das Bamberger Start-up eine Plattform bieten, auf der sich Künstler und Galeristen austauschen und ihre Werke präsentieren können. Auf My-Artmap können sie den Verkauf über selbst eingerichtete Shops selbstständig vornehmen. Galeristen zahlen laut einem Porträt in der "Wirtschaftswoche" 349 Euro jährlich, Private und Künstler je Objekt 0,69 bis 5,90 Euro sowie 4,5 bis 7 Prozent Verkaufsprovision. Betrieben wird My-Artmap.com  von CEO Stefan Sebök und Manuel Laux.
 
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Oricura

"Wir wollen das Amazon der Kunst werden", erklärte Tino Kyre kürzlich bei Deutsche-Startups zur Strategie von Oricura. Kyre ist gemeinsam mit Felix Wasmuth Geschäftsführer des im Februar 2013 gestarteten Berliner Onlineshops. Oricura steht für "Original Curated Art", und genau in die Richtung soll es gehen: Kunst, die von Experten in stilistische und epochale Zusammenhänge gebracht wird, in Kommission genommen von Künstlern oder Drittanbietern, zu Preisen zwischen 100 und 5000 Euro.

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Martin
    Erstellt 26. Juni 2013 10:33 | Permanent-Link

    Der Link auf artflash müsste auf .de enden.

  2. Klaus Janke
    Erstellt 26. Juni 2013 11:22 | Permanent-Link

    Danke!

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