Kurz vor 9: Ausgespielt - Abokiste Tollabox ist insolvent, MyTime, Cyberport, Weltbild, Instacart, Carrefour, Apple

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 16. Februar 2015 |

Tollabox beendet die Spielzeit:

Das Startup war ein Liebling der Crowd mit einer Fundingsumme von 600.000 Euro, es hatte mit dem MyToys-Mitgründer Oliver Beste alles andere als einen Hasardeur an der Spitze und es hatte einen intelligenten USP - und doch hat es für das Abomodell von Tollabox nicht gereicht. Das Startup rund um das Abo von pädagogisch sinnigem Spielzeug ist insolvent. Eine Anschlussfinanzierung für die Abobastelkiste ist gescheitert, meldet Deutsche Startups
Oliver Beste, Tollabox
Oliver Beste, Tollabox

Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie schwer es Abo-Geschäftsmodelle haben, sich langfristig auf gesunden Beinen am Markt zu halten. Kämpfen Sie doch damit, dass die Kunden im Schnitt selten länger als ein Jahr bei der Stange bleiben, die Kundenakquise mithin kostspieliger ist und die Erweiterung mit einem eigenen Shop-Konzept nur selten tragfähig funktioniert.

Jetzt lesen: Bünting glaubt an E-Food, Cyberport im Plus.

MyTime mit frischen Zahlen:

Zahlen, die für eine gesunde Entwicklung beim Lebensmiitel-Onlinehändler MyTime (Bünting) sprechen, lieferte jetzt E-Commerce-Chef Joosten Brüggemann der „Lebensmittelpraxis“. Wiederkaufrate: 50 Prozent, Durchschnittswarenkorb 70 Euro. Brüggemann: "Der Onlinekauf von Lebensmitteln wird Alltag werden".

 

Zitat des Tages: "Die digitale Agenda ist eigentlich eher eine digitale Lüge." Gerrit Heinemann, Leiter eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein, fürchtet in einem Gastbeitrag für etailment, dass sich der deutsche Handel vom Ausland abhängen lässt.

 

Cewe bandelt mit Juniqe an:

Der Fotodienstleister Cewe hat sich beim Berliner Startup Kollwitz Internet eingekauft, das im Webshop Juniqe Kunstwerke junger Designer auf Textilien druckt. Wiwo
juniqe
Die Juniqe-Gründer Sebastian Hasebrink, Lea Lange und Marc Pohl (v.l.n.r.)

Cyberport im Plus:

Cyberport hat seinen Umsatz 2014 um 10 Prozent gesteigert, schafft damit 606 Millionen Euro Umsatz, meldet CP. Das Multichannel-Konzept gilt dabei als ein Wachstumstreiber.  Zum Vergleich: Notebooksbilliger wächst 2014 ebenfalls auf über 600 Millionen Euro Umsatz (etwa plus 10 Prozent). Bei Media-Saturn stiegen die Onlineumsätze im ersten Quartal um mehr als 28 Prozent auf 512 Millionen Euro und machen damit über 7 Prozent des Gesamtumsatzes von Media-Saturn aus.

Kehraus bei Weltbild:

Weltbild verkauft fast die Hälfte seines Ladennetzes an eine bislang anonyme mittelständische Buchhandelskette. Es geht um insgesamt 70 Filialen. BR

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E-COMMERCE INTERNATIONAL

Instacart:

Food Delivery per Personal Shopper bewegt sich in den USA inzwischen auf gar nicht einmal mehr ganz so kleiner Flamme. Anbieter Instacart will nach eigenen Angaben inzwischen bis zu 5 Prozent des Ladenumsatzes einer Whole-Foods-Filiale bewegen. CSA

Carrefour dreht an der Uhr:

Die französische Supermarkette Carrefour testet in einem Laden eine Smartwatch-App mit Hilfe der unternehmenseigenen App C-où. Viel kann die App auf der Uhr aber nicht: Einkaufszettel und Kundenkarten verwalten und anhand der Einkaufsliste durch den Laden führen. RBR

 

Tweet des Tages:





DIGITALE TRENDS & FAKTEN

Apple:

Kommt das iCar? Apple entwickelt angeblich ein selbstfahrendes Elektroauto. Codename: “Titan”. Es soll aussehen wie ein Minivan. WSJ


Zahl des Tages: "Das Handy ist der Fahkarten-Automat in der Tasche. Mobile geht jetzt richtig ab“, sagt DB-Vertriebschefin Birgit Bohle laut fvw. Ein wenig überschwänglich angesichts eines Anteils des Handy-Tickets im Nahverkehr von 1,7 Prozent, im Fernverkehr von 2,9 Prozent. Aber ein Anfang. etailment zeigt auf, wo die Mobile Wallet überall noch eine hoffnungsvolle Rolle spielen kann.

Lesetipp des Tages: Dass manch eine Begrifflichkeit und Sichtweise den Blick auf die eigentliche Marktmacht der Innovationsmaschine Amazon versperrt, hatte etailment bereits im Herbst gemahnt. Nun wagt Berater Alexander Graf in Kassenzone einen großen Bogen. 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wochenrückblick: Akzente und Alarmglocken

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