Kurz vor 9: Amazon macht Privatleute zu Lieferanten, Otto, Rewe, Rocket Internet, Starbucks, ZooRoyal, Net-a-porter, Food Express

Amazon lässt Privatleute Pakete liefern:

Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Drohnen waren gestern der letzte Schrei. Künftig will Amazon auch Hinz und Kunz zu Lieferanten machen. Laut WSJ entwickelt Amazon eine App, mit der Privatpersonen zu Zustellern werden können. Die sollen im Rahmen eines Services, den Amazon intern "On My Way" nennt,dann in Eigenregie Pakete bei Händlern und an Abholstationen abholen und (womöglich gegen Bezahlung) zum Empfänger bringen können. Amazon dürfte damit seine kontinuierlich steigenden Lieferkosten senken wollen. 

Neu ist die Idee nicht. DHL testete bereits 2013 in Stockholm mit der Plattform MyWays ein Modell, das alle Bürger zu Lieferanten macht. Eine speziell konzipierte App verband dafür Empfänger und Zusteller. Nach einer Online-Bestellung konnte der Empfänger Zeit und Ort der Zustellung in Stockholm sowie das Zustellentgelt festlegen. Ob und wann Amazon mit seinem Konzept startet - unklar.

Jetzt lesen: Rocket Internet startet mit Lyke mobilen Marktplatz, Otto feiert 20 Jahre im Netz.


Affiliate-Netzwerk von Rocket Internet:

Rocket Internet startet mit Rockaffiliate offenbar ein eigens Affiliate-Netzwerk. Derzeit ist die Website dazu aber wieder abgetaucht.
 

Otto feiert 20 Jahre im Netz:

"Like a Rolling Stone" von Bob Dylan wird heute 50 und Otto.de wird in diesen Tagen 20. Seit dem 5. September 1995 ist der Otto Versand im damals so genannten "weltweit größten Computernetz Internet" präsent und ist heute der größte deutsche Onlinehändler für Fashion und Lifestyle, Marktführer im Onlinehandel mit Möbeln und, wie die Pressemeldung stolz erklärt, in der Tat die einzige große Big-Book-Company, die die Transformation des Geschäftsmodells gemeistert hat. Darauf darf man stolz sein und startet nun Jubiläumsangebote und eine entsprechende Kampagne. Der Slogan im Abbinder des kleinen Jubiläumsvideos "Zukunft. Gefunden auf Otto.de" klingt wie ein Versprechen für die nächsten 20 Jahre.

Food Express expandiert:

Der Gastro-Lieferservice Food Express (MyLorry) kommt jetzt auch nach Düsseldorf. Das Startup ist bereits in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Nürnberg/Fürth aktiv und arbeitet mit mehr als 500 Partnerrestaurants zusammen. An dem Logistikanbieter ist die Lieferplattform Delivery Hero beteiligt.

Zooroyal schwört auf Bio:

ZooRoyal, Onlineshop für Heimtierbedarf der Rewe-Gruppe, will nun mit einem eigenen Biosortiment punkten.

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Rewe-Tochter bringt Babybettchen ins Netz:

Babybettchen aus Zirbenholz verkauft Benni's Nest jetzt online. Das ist auch deshalb eine Meldung wert, weil hier SPHERE.IO, die E-Commerce-Plattform der Rewe-Tochter commercetools für die Technik im Hintergrund sorgt. Spannend ist das auch, weil der Shop nur ein Produkt, nämlich das Zirbenholz-Bettchen, verkauft.


E-COMMERCE INTERNATIONAL

Rocket Internet startet mit Lyke mobilen Marktplatz:

Rocket Internet startet mit der App Lyke einen mobilen Modemarktplatz. Das Vorbild dafür lieferte die chinesische App Koudai, weiß die "Berliner Zeitung". In der Lyke-App können Nutzer Wunschlisten anlegen, Produkte teilen und in der App kaufen. So weit, so gewöhnlich. Zentraler Bestandteil ist aber ein Marktplatz, auf dem Designer und Händler in nulllkomanix einen eigenen Store eröffnen können. Rocket Internet will mit Lyke den asiatischen Markt aufrollen. Nach Europa soll die App nicht kommen.

Starbucks wird noch mobiler:

Starbucks hat sein Konzept “Mobile Order & Pay” in den USA weiter ausgerollt, bietet jetzt die mobile Bestellung in über 4000 Kaffeebuden an. Techchrunch

Net-a-Porter legt rasant zu:

Net-a-Porter schafft im Geschäftsjahr 2014/15 einen gewaltigen Umsatzsprung von 23 Prozent auf 654 Millionen Pfund. Der Gewinn vor Steuern erreicht 11 MillionenPfund. Mobil steht nun für 35 Prozent des Umsatzes aus. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 27 Prozent auf 887.000, die Zahl der Bestellungen auf 2,6 Millionen. Jeden Monat besuchen 10,7 Millionen Besucher die Seiten. Vor allem mit Social-Media-Aktionen bei Instagram und der neuen App "The Net Set", die Social Media, Mode und Shopping zusammenfasst, hatte Net-a-Porter zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt.  Neben reichlich Vernetzung der User gibt es in der App eine Bilderkennungsfunktion, um Outfits, die man im Netz entdeckt hat, direkt zu shoppen. Fashionista


 
E-COMMERCE PRAXIS

Elektroschrott-Gesetz würgt Mittelstand international ab:

Die Folgen des ElektroG dürften dem mittelständischen Handel das Leben noch schwerer machen als befürchtet. Zusätzlich zur neu eingeführten Rücknahmepflicht von Elektroschrott muss in Zukunft jeder Onlinehändler, der in EU-Länder verkauft, in jedem dieser Länder eine Niederlassung oder einen Bevollmächtigten nachweisen. Darauf weist der Branchenverband BVOH hin. Mehr noch: Der Händler wird im Sinne des ElektroG2 in dem jeweiligen Land zum Hersteller und muss je Marke und Geräteart eine Registrierung durchführen. "Das ElektroG verpflichtet den Handel nicht nur zum Umgang mit gefährlichem Schrott, sondern es wird zu einem K.o.-Kriterium für viele Onlinehändler, die Elektrogeräte EU-weit verkaufen wollen oder müssen, um überleben zu können“, sagt Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverband Onlinehandel (BVOH).


DIGITALE TRENDS & FAKTEN


Alibaba greift nach Snapdeal:

Mit 500 Millionen Dollar wollen Alibaba und der iPhone-Zulieferer Foxconn beim indischen Online-Marktplatz Snapdeal einsteigen. Business Standard


Amazon zahlt Autoren pro Seite:

Indie-Autoren bei Kindle Unlimited vergütet Amazon künftig nicht mehr nach der Anzahl der Leihvorgänge, sondern nach der Anzahl der gelesenen Seiten. Amazon

Google verrät Kalorien:

Wollen Sie mal schnell wissen, wie viele Kalorien Ihr Burger oder Ihr Snickers hat? Google verrät das jetzt auf Anhieb samt Nährwertangaben. Einfach dazu das Wort Kalorien und das fragliche Produkt eingeben, beispielsweise "Kalorien Cheeseburger".

etailment startet Video-Format:

etailment bringt mit dem Format „eye2eye“ jetzt Video-Debatten rund um den E-Commerce ins Netz (Link zum Video). In der ersten Sendung diskutieren Redaktionsleiter Olaf Kolbrück und Branchenexperte Alexander Graf (Kassenzone.de) über das Phänomen Windeln.de, die Aussichten von Händlern und Marken in der Umklammerung von Amazon, eBay und Co sowie die Chancen kleiner Händler auf dem Weg in den Onlinehandel. Zu sehen sind die Sendungen mit wechselnden Gästen künftig im Youtube-Kanal von etailmentetailment

buch

Lesetipp des Tages: Manch einer kennt Alexander Graf als klugen Analytiker von Kassenzone.de. Andere als einen der cleveren Köpfe hinter eTribes und der hippen Software Spryker. Zusammen mit Holger Schneider von der FH Wedel widmet er sich in dem Buch "Das E-Commerce Buch" auf rund 300 Seiten Grundlagen und aktuellen Best-Practice-Beispielen quer durch alle Handelssparten. Publiziert wurde das Buch von der dfv Mediengruppe zu der auch etailment gehört.

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 17. Juni 2015 16:40 | Permanent-Link

    Interessant. Ich habe schon ein paar Artikel von Amazon gelesen und den Schlüss gezogen, dass Amazon seine Strategie ändert.
    Danke für den Beitrag.

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