Kurz vor 9: Fressnapf online ohne Biss, Goldman Sachs pampert Windeln.de, UPS, Lendico, Hallhuber, Spreadshirt, Amazon

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 20. Januar 2015 | 1 Kommentar Kommentieren

Fressnapf:

Kurz vor 9: Fressnapf online ohne Biss,
Ab der zweiten Jahreshälfte 2015 werden Fressnapf-Kunden mit Payback-Punkten belohnt
Fressnapf feiert einen Rekordumsatz. Mit knapp 1350 Filialen erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 1,67 Milliarden Euro - ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im hart umkämpften Heimtiermarkt setzt Gründer Torsten Toeller weiter auf Flächenexpansion. In Deutschland wurde zum zweiten Mal in Folge die Umsatzmilliarde erreicht – 1,05 Mrd. Euro bedeuten einen Zuwachs von 4,1 Prozent. Passende Zahlen zum 25. Geburtstag. Das wird mit der Kampahne „Wie DANKE SCHÖN ist das denn!“ auch im TV mit einem Imagevideo gefeiert. 

Nur Online knallen noch nicht die Korken. Fressnapf kam im Web 2014 noch nicht einmal auf 50 Millionen Euro Umsatz, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fressnapf musste aber auch die Umstellung auf Hybris und Nachholbedarf in Sachen Crosschannel wuppen.

Zum Vergleich: Zooplus (pdf) schaffte in den ersten neun Monaten eine Gesamtleistung von 403 Millionen Euro, peilt 2015 700 Millionen Euro an.

Jetzt lesen: Goldman Sachs-Einstieg adelt Windeln.de, UPS baut aus.


Windeln.de:

Expansion, baby! Der Babyartikel-Versender Windeln.de bekommt von einem Konsortium um Goldman Sachs und Deutsche Bank 45 Millionen Euro. Windeln.de schaffte 2014 einen Bruttoumsatz von 130 Millionen Euro. Ob Firmengründer Alexander Brand nun Richtung Börse strebt - völlig offen. Erst mal heißt es: weitere Länder, mehr Sortiment.

 

Zitat des Tages: „Wir greifen nicht an. Wir könnten Amerika freundlich betreten.“ und „Ich spiele am Wochenende auch im Sandkasten. Und das mache ich sehr gut.“ Rocket Internet-Commander Oliver Samwer zeigte sich auf Burdas Digitalkonferenz DLD auf Kuschelkurs. Den gesamten Talk mit Oliver Samwer gibt es hier als Video.

 

Spreadshirt:

Spreadshirt schickt eine neue TV-Kampagne ins Rennen. Der Zwanzig-Sekünder soll vor allem die Kernzielgruppe der Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahre für den Valentinstag inspirieren. Der inhouse konzipierte Spot ist in Deutschland in Vollprogrammen wie RTLII und Kabel 1 sowie auf Spartenkanälen (N24, Pro7 Maxx, Sixx, RTL Nitro, DMAX, Comedy Central, TLC) zu sehen.

Hallhuber:

Nach Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweiz, Großbritannien will der Mode-Anbieter Hallhuber in diesem Jahr auch in Belgien mit einem Online-Store reüssieren. Die Gerry Weber-Tochter Hallhuber macht rund 10 Prozent seines Gesamtumsatzes im Web. Fashion United



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Lendico:

Das Fintech-Unternehmen Lendico erweitert sein Kreditangebot und bietet nun auch Selbständigen Kredite von 1.000 bis 50.000 Euro an. Das Rocket Internet-Fintech bringt Kapitalgeber und Kreditnehmer online ohne Bank zusammen.

UPS:

UPS hat zwei neue Logistikzentren in Deutschland eröffnet. Eines in Butzbach bei Frankfurt und eines in Krefeld. Ein weiterer Standort kommt in Venlo (Niederlande) hinzu. Multichannel Merchant



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Digitale Welt:

Morrisons:

Simon Thompson, E-Commerce-Boss beim  britischen Lebensmittelhändler Morrisons, nimmt seinen Hut. Ein weiterer Aderlaß nach dem Abgang von CEO Dalton Philips. The Grocer

Amazon:

Nach TV-Serien (Guck-Tipp: Die gerade mit zwei Golden Globes ausgezeichnete grandiose Serie "Transparent" kann man auch in Deutschland sehen) will Amazon nun Hollywood Konkurrenz machen und auch Kinofilme produzieren - und die kurz nach dem Start auch den Prime-Kunden zeigen. Reuters


Digitale Praxis:

Dialog-Marketing:

Mit Speakern unter anderem von Tchibo, Osiander, Adler Modemärkte und Deerberg taucht der Deutsche Dialog Summit 2015 am 19. und 20. März 2015 im Hilton am Frankfurter Flughafen in die Tiefen von E-Mail-Marketing, Social Media und Co ein.

Digitale Trends & Fakten:


Lesetipp des Tages: Uber-Boss Travis Kalanick (beraten von Obamas PR-Experten David Plouffe) hat auf Burdas Digitalkonferenz DLD Kreide gefressen, gibt sich handzahm und verspricht 50.000 Jobs, wenn Europa "hott" macht, wenn er "Hü" sagt. GigaOm hat nachgerechnet, was von dem windelweichen Versprechen zu halten ist. Auch PandoDaily findet die Ankündigung ziemlich löchrig.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Pop-Up-Stores: So finden Händler die passende Location

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Seamus Cahill
    Erstellt 29. Januar 2015 13:23 | Permanent-Link
    Aus dem echten Leben

    Ende 2013 habe ich an einer Fortbildung zum Thema eCommerce teilgenommen. Als Dozenten waren verschiedene eCommerce Consultants geladen. Die spannendste Aufgabe war die Beurteilung eines Online Shops aus unserer (Teilnehmer) Sicht. Zur Wahl standen diverse Shops aus unterschiedlichen Branchen. Zu meiner Enttäuschung hatte die Mehrheit der Gruppe Fressnapf als Versuchsobjekt gewählt. Als Betreuer wurde uns ein Consultant zur Seite gestellt, welcher sich bereits im Vorfeld mit dem Fressnapf Online Shop beschäftigt hatte.

    Nachdem wir uns einen Tag lang mit dem Shop auseinandergesetzt hatten, wurden unsere Erwartungen und Wünsche formuliert und an dem Shop gespiegelt. Abgesehen von der sehr, sehr großen Produkt Auswahl war das Ergebnis vernichtend. Entsprechend umfangreich gestaltete sich der Workshop zum Thema Verbesserung.

    Herr Maas, unser Dozent/Consultant, über setzte unsere Unzufriedenheit in entsprechendes Fachlatein und vermittelte sehr anschaulich und auch unterhaltsam das notwendige Fachwissen.
    Auch deckte sich unsere Beurteilung mit seiner bereits angefertigten Analyse des Fressnapf Shops.

    Dem Shop fehlten demnach eine bessere Navigation, umfangreiche FAQs, ein modernes Kundenmodul und eine bessere Suchfunktion.
    Auch vernebelten zu viele Rabattbotschaften die "klare" Sicht, ein echter Multi-Channel-Shopping Mehrwert war nicht gegeben und auf relevante Empfehlungen wurde verzichtet.

    Themen wie z.B. Erwartungskonformität, Searchindising, Konsum Psychologie, Beschwerdeparadoxon, subliminale Wahrnehmung, Behaviour Patterns, Evaluierungsmaßnahmen etc. waren nun Ziel der Schulung.

    Seltsamerweise war bereits zu dieser Zeit Fressnapf ein "ausgezeichneter" Online Shop und auch in dem ECC Ranking von 2014 war in den Top 10 vertreten.

    Von den ca. 60 Teilnehmern der Fortbildung waren vielleicht 7 Personen mit Shop und Service zufrieden. der Rest war von Zooplus begeistert.
    Zwar war Zooplus, zu Recht, auf den vorderen Rängen des ECC Rankings aber im direkten Vergleich hätte man Fressnapf nicht in der Liste erwartet.

    Heute ist die Performance des Shops deutlich besser. Vielleicht wurde Fressnapf mittlerweile von Herrn Maas beraten, wer weiß. Der Workshop war in Details die ungeschminkte Wahrheit.

    Ich werde in meiner Funktion als eCommerce Manager alles für eine umfängliche Kundenzufriedenheit unternehmen. Und es spielt keine Rolle ob unser kleiner Mode-Shop jemals in einem Ranking auftaucht.
    Letztlich zählt der Kunde.

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