Kurz vor 9: Google unterstützt Unternehmen in Sachen Online-Marketing, Uber, Otto, Rakuten, Alibaba, Glassdoor, Wimdu.

Von Julian Heck Julian Heck | 16. Januar 2015 |

Google bietet sich als Helfer in Sachen Online-Marketing an:

thinking with Google
Wenn sich jemand mit Online-Werbung auskennt, dann ist es wohl Google. Damit hat der Konzern schließlich schon ein paar Dollar verdient. Jetzt teilt Google ganz uneigennützig sein Wissen in diesem Bereich auf der Plattform "think with Google", die nun in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestartet ist - ganz im Sinne der Sharing Economy. Der Suchmaschinenkonzern will Händlern bei Marketingkampagnen unter die Arme greifen, zum Beispiel mit präsentierten Studien oder anderen inspirierenden Anregungen. Ach, und es werden auch diverse Tools zur Verfügung gestellt. Aus dem Hause Google natürlich. Da Google mit Adsense beziehungsweise Adwords in Sachen Internet-Marketing treibende Kraft ist, dürfte sich der Konzern aus dem Silicon Valley mit seinem neuen Service vor allem selbst in die Hände spielen. Wenn es allen Seiten nutzt, stört das aber niemanden.

Jetzt lesen: Uber transportiert nun auch Güter, US-Karrierewebsite Glassdoor möchte den deutschen Arbeitsmarkt transparent machen.


Uber:

Die Taxi-Konkurrenz aus den USA begibt sich in ein neues Feld: die Logistik. Mit UberCargo testet das Startup in China gerade das Befördern von sperrigen Gütern mit einem Lieferwagen, der - wie gewohnt - per App geordert werden kann. Will der Besteller nicht selbst mitfahren, kann der Lieferwagen per App getrackt werden.

 

Zitat des Tages: "Sofern die Schweiz keine Gegenmaßnahmen ergreift, dürfte sich die Schweiz in nächster Zeit zum Dorado für den deutschen Online-Handel entwickeln." Gestern hat die Schweizer Nationalbank die Freigabe des Schweizer Franken verkündet. Der E-Commerce-Experte Jochen Krisch sieht darin eine große Chance für deutsche Online-Händler - allerdings zu Lasten des Nachbarlandes. excitingcommerce.de

 

Otto:

Als Otto 2013 mit seinem Mega-Software-Projekt Lhoste über den Berg war, war auch der Grundstein für den Wechsel hin zum Responsive Design gelegt. Dennoch sollte es noch bis 2015 dauern, bis sich die Shop-Landschaft an alle Endgerät anpasst. Jetzt scheint der Wechsel zum Responsive Design endgültig bevorzustehen. Bis er vollzogen ist, wird es allerdings noch etwas dauern. Die Technik spielt nun mal nicht immer ganz mit. etailment


Rakuten:

Der Onlinehändler Rakuten kooperiert mit der japanischen Post, um Bestellungen in Schließfächer liefern zu lassen. Ab April können Kunden des japanschen E-Commerce-Riesen ihre bestellten Produkte in Schließfächern von Postfilialen und an anderen Orten in Tokyo abholen.

 

Alibaba:

Der chinesische E-Commerce-Gigant hat sich in Sachen Online- und Mobile-Ads verstärkt. Mit dem Kauf des 540 Mitarbeiter starken AdTech-Unternehmens AdChina möchte Alibaba die Werbetechnologie - besonders im Hinblick auf die Nutzung von Daten - für seine E-Commerce-Plattformen optimieren. Über den Kaufpreis gibt es keine Angaben. Advertising Age


Glassdoor:

Transparenz auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen, das ist das erklärte Ziel der Karriere-Website Glassdoor, die nun auch in Deutschland gestartet ist. Dort werden Jobangebote präsentiert und es können Unternehmen bewertet und kommentiert werden. Auch die Angabe von Gehaltsspannen ist möglich. Natürlich alles anonym und derzeit noch kostenfrei. Damit das Ganze nicht aus dem Ruder läuft, werden Unternehmen von Glassdoor beim Aufbau ihrer Arbeitgeber-Marke unterstützt.



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Wimdu:

Der Airbnb-Konkurrent aus dem Hause Rocket Internet startet mit einem Relaunch der Website ins neue Jahr. Außerdem möchte der Wohnungsvermittler Wimdu mit einer neuen TV-Kampagne für Aufmerksamkeit sorgen. Horizont

 
Digitale Welt:

Google Glass:

Google Glass ist am Ende. Und das soll ein neuer Anfang sein. Die Datenbrille aus dem Silicon Valley wird zum 19. Januar eingestampft. Die Entwicklerversion ist dann nicht mehr erhältlich. Google Glass wird aus dem Entwicklungsprogramm Google X entfernt und in einer eigenen Abteilung aufgehen. Bis die Brille marktreif ist, wird es still bleiben. Ob die Datenbrille tatsächlich für den Consumer-Massenmarkt weiterentwickelt wird oder eher für das digitale Business - auch im Handel - bleibt abzuwarten.


Digitale Trends & Fakten:

Weihnachtsgeschäft:

Der Onlinehandel in Deutschland hat im letzten Jahr kräftig vom Weihnachtsgeschäft profitiert. Wie der bevh mitteilt, lag der Umsatz im relevanten Zeitraum bei 9,8 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es 1,3 Milliarden Euro weniger. Das macht ein Umsatzplus von 15 Prozent. Keine Überraschung: Bekleidung, Bücher und Unterhaltungselektronik waren die Zugpferde.


Flugbuchung:

Flüge für 99 Cent? Damit wurde im Internet zwar schon oft geworben, aber Steuern, Kerosinzuschläge und andere Gebühren erhöhten den Preis um ein Vielfaches. Damit ist jetzt Schluss. Der Europäische Gerichtshof hat in einem Verfahren der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Air Berlin entschieden, dass die angezeigten Preise Endpreise, also wahr sein müssen. Also keine Lügen mehr. Das ist nett. Handelsblatt


Social Media:

US-Onlinehändler konnten die Zahl der Facebook-Likes (+33 Prozent) und Twitter-Follower (+26 Prozent) im letzten Jahr deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern, so eine aktuelle Analyse von Internet Retailer.  Noch spannender ist, dass Umsatz durch die Kunden, die über soziale Netzwerke eintrafen, rasant wuchs, nämlich von 2,62 Milliarden auf 3,3 Milliarden Dollar. Wermutstropfen: Die Anzeigenkosten auf Facebook & Co. rasten um fast 150 Prozent in die Höhe.


Zahl des Tages: Nahezu drei von vier US-Kunden wären dazu bereit, im Internet bestellte Produkte selbst abzuholen. Bedingung wäre allerdings, dass sie dafür einen Preisnachlass erhalten, so eine Studie von LoyaltyOne. Bis zu 15 Prozent Rabatt würden für immerhin 68 Prozent der Befragten ausreichen. Jetzt müssten Händler bloß noch überlegen, ob sich das auch für sie rechnet. eMarkteter


Grafik des Tages: Immerhin rund die Hälfte der Onlinehändler haben eine mobiloptimierte Seite. 27 Prozent der Seiten sind sogar responsiv. Das ist das Ergebnis des ECC-Konjunkturindex Handel. Fast jeder dritte Onlinehändler plant zudem die Mobiloptimierung. Totalverweigerer machen etwa 15 Prozent der Befragten aus.

e-KIX_MobileOptimierungOnline-Shop


Lesetipp des Tages: Von wegen jung und technisch versiert: Startup-Gründer sind nicht unbedingt so, wie sie klischeehaft gerne dargestellt werden. Laut einer Studie der Nonprofit-Organisation Endeavour ist der durchschnittliche Startup-Gründer 31 Jahre alt und hat nicht an einer prominenten Universität etwas Technisches studiert. Unser Bild ist zerstört. Zum Glück!?


Beliebtester Beitrag am Vortag: Kreditech: Mit Big Data das Bankengeschäft revolutionieren.

 

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Thema: News

Schlagworte: Otto, Rakuten, Google, Alibaba, wimdu, Uber, Glassdoor

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