Kurz vor 9: Windeln.de geht an die Börse, Lendico, Wimdu, Pflegebox, Shipcloud, Sparhandy, Adidas, Kindermode.

Von Julian Heck Julian Heck | 6. Februar 2015 | 1 Kommentar Kommentieren

Windeln.de geht an die Börse:

Diese Nachricht machte zumindest gestern die Runde. Urheber: das Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ. Deutsche Bank und Goldman Sachs sind demnach genauso daran beteiligt wie die Bank of America Merrill Lynch. Gegenüber Gründerszene wollte sich der Gründer des Babyartikel-Versenders, Alexander Brand, allerdings nicht so richtig dazu äußern. "Wir kommentieren keine Marktgerüchte", heißt es. Erst im Januar hat Windeln.de eine Finanzierungsrunde über 45 Millionen Euro abgeschlossen. Auftrieb, der im ersten Halbjahr durchaus in einem Börsengang münden könnte.

windeln.de screenshot

Jetzt lesen: Berlusconi-Sendergruppe investiert in Wimdu, Sparhandy.de startet Homeshopping-Kanal.



Lendico und Social-Freezing-Spezialist kooperieren:

Groß in den Schlagzeilen war neulich, dass US-Konzerne wie Apple und Facebook Mitarbeiterinnen dabei unterstützen, Eizellen einzufrieren und die Kinderplanung somit nach hinten zu verlegen. Weil deutsche Unternehmen anders gestrickt sind und Frauen die Kosten hier selbst übernehmen müssen, bietet der Social-Freezing-Spezialist Seracell einen Kredit gleich mit an. Anbieter dafür ist das Fintech-Startup aus dem Hause Rocket Internet: Lendico.

Berlusconis Sendergruppe investiert in Wimdu:

Erst zum Jahresbeginn hat der Berliner Airbnb-Klon eine umfangreiche TV- und Plakatkampagne in mehreren europäischen Ländern gestartet. Dass jetzt Mediaset, die Sendergruppe des italienischen Skandal-Politikers Silvio Berlusconi, jetzt "mehrere Millionen Euro" in Wimdu investiert, passt damit sehr ins Bild der Marketing-Strategie.

 

Zitat des Tages: "Wie lange, so fragt man sich angesichts der aktuellen Entwicklungen, lässt sich der deutsche Einzelhandel von seinen Verbänden noch für so dumm verkaufen?", fragt Jochen Krisch und kritisiert damit den Handelsverband Deutschland (HDE) stark. "Eingefärbe Studien" und ein Blick mit Scheuklappen hätten dafür gesorgt, dass viele - vor allem rein stationäre - Händler nun das Nachsehen haben.

 

Pflegebox erhält Millionenfinanzierung:

Das Berliner Startup Commitmed erhält schon wieder einen siebenstelligen Millionenbetrag von bisherigen Investoren. Erst im Juni 2014 hat das Unternehmen, das Pflegeprodukte verschickt, welche die Krankenkasse bis zu 40 Euro monatlich übernimmt, einen niedrige Millionenfinanzierung erhalten. Mit dem Geld will die Pflegebox neue Geschäftsbereiche - Beratung und Information - erschließen.

Shipcloud visiert E-Commerce-Marktplätze an:

Das Hamburger Startup Shipcloud mit einem cloudbasierten Service für den Paketversand kooperiert mit marcos software, die Onlinehändlern eine Anbindung an E-Commerce-Marktplätze wie Rakuten, MEINPAKET.de, hood.de, Shopgate, DaWanda, Hitmeister oder Ricardo.ch bieten. Durch die Zusammenarbeit können kleinere Onlinehändler ebenfalls von der Anbindung an diverse Paketdienstleister profitieren.

Sparhandy.de startet Homeshopping-Kanal:

Der Online-Händler für Mobilfunk-Produkte hat das Homeshopping für sich entdeckt. Nachdem man sich erst vorsichtig mit Werbesendungen auf großen Privatsendern herangetastet hat, erfolgt jetzt der große Sprung. Sparhandy.tv ist über alle handelsüblichen Satellitenreceiver empfangbar.

Sparhandy.tv Screenshot

 

Zitat des Tages: "Amazon nutzt immer aggressiver die Skaleneffekte, die dem Handelsriesen zur Verfügung stehen. Und das bedeutet ein größer werdendes Problem für den Rest des Handels." Marcel Weiß analysiert die Prime-Strategie von Amazon und stellt fest, dass bei diesem System kaum ein Händler mithalten kann.

 

Adidas experimentiert mit Click & Collect:

Was Marken selbst können, müssen sie nicht den Händlern überlassen, dachte sich wohl Adidas. In New York testet der Sportartikelhersteller nun seine Confirmed-App. Mit dieser können sich Nutzer Schuhe von unterwegs schnappen und in einer beliebigen Filiale abholen. Die Click & Collect-Funktion soll auch bald in anderen Städten nutzbar sein. Welche und wann? Unklar.



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E-COMMERCE INTERNATIONAL


MrLens-Gründer startet neuen Beauty-Shop:

Der Schweizer Seriengründer Markus Falb wagt den Schritt in die Beauty-Branche. Aus eigener finanzieller Kraft, also ohne Investoren, startet der Gründer des Kontaktlinsenversenders den Beauty-Shop Magando.


LinkedIn verdient mehr Geld mit Anzeigen:

Der internationale Konkurrent von Xing legt ordentliche Zahlen vor, was die Erlöse des Anzeigengeschäfts betrifft. Im letzten Quartal 2014 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56 Prozent. Auf das gesamte Jahr gesehen hat LinkedIn 46 Prozent mehr erwirtschaftet als 2013. Einen besonders großen Anteil macht die Content-Marketing-Sparte aus.


Twitter verdoppelt Umsatz:

Eine gute Nachricht, einer weniger gute Nachricht. Welche wollen Sie zuerst lesen? Zuerst das Negative: Im letzten Quartal 2014 sind nur 1,4 Prozent neue Nutzer hinzugekommen. Noch langsamer wachsen geht kaum. Die gute Nachricht: Der Umsatz hat sich fast verdoppelt. Ende gut, alles gut.

E-COMMERCE PRAXIS

WhatsApp bei etailment:

Nutzer, die etailment auf dem Smartphone lesen, können wichtige News und spannende Beiträge jetzt noch leichter mit Freunden und Geschäftspartnern teilen.
Dazu haben wir bei den "Social Signals" unter den Beiträgen neben den Buttons zum Teilen bei Twitter, Facebook, G+, Xing, LinkedIn, Mail und dem Button für den Kindle-Reader nun auch einen grünen WhatsApp-Button integriert.
Nach dem Klick auf den Button öffnet sich auf dem Smartphone die WhatsApp-App.

etailment Kongress -Early Bird-Tickets:

Mit neuem Termin, neuer Location und neuem Konzept startet der etailment Summit als "etailment 2.015" durch: Das Business-Event für den Handel findet am 11. und 12. November 2015 erstmalig in Frankfurts zentralem Europaviertel im Kap Europa statt. Jetzt gibt es die Early-Bird-Tickets mit Preisvorteil. Besondere Konditionen gibt es auch für Startups und Händler.


DIGITALE TRENDS & FAKTEN

Kindermode: Wachstum dank Online-Handel:

Pro Kind sind die Ausgaben für Bekleidung im letzten Jahr um 2,7 Prozent gestiegen. Das Plus würde ganz anders aussehen, wäre der Online-Handel nicht so stark. Wie der "Branchenfokus Kinderbekleidung" des IFH Köln zeigt, hätte der Kindermode-Markt ohne den Online-Handel sogar ein leichtes Minus verzeichnen müssen.


Innenstadt gehen Kunden an Onlinehandel verloren:

Die Frankfurter Innenstadt verliert Kunden an die Onlinehändler. So könnte man eine Passantenbefragung der IHK in der Frankfurter City zusammenfassen. Rund ein Viertel habe angegeben, durch das Internet ein verändertes Einkaufsverhalten zu haben. 18 Prozent der Befragten haben übrigens noch nichts von Click & Collect gehört. Potential, das genutzt werden sollte.


Grafik des Tages: Pinterest ist so etwas wie der Geheimfavorit unter den sozialen Netzwerken - zumindest für die ein oder andere Sparte im Online-Handel. Die Infografik von KISSmetrics zeigt, warum das so ist und welche Tipps man beachten sollte.


Lesetipp des Tages: Die Fintech-Branche boomt ohne Ende. Damit man nicht den Überblick verliert, lohnt sich auf ein Blick auf die neuesten Fintech-Startups, die Deutsche-Startups.de freundlicherweise zusammengetragen hat.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Spotcap-Gründer Toby Triebel: "Mit Daten können wir eine schnelle Kreditentscheidung treffen."

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 7. Februar 2015 22:02 | Permanent-Link

    Oh, netter Nachrichtenüberblick, auch wenn mich immer wieder wundert wieviel Geld in Projekte gepumpt wird, die noch nie - operativ - Geld verdient haben.

    Aber hier werd ich sicherlich häufiger mal reinschauen, denn bislang gehörte der Blog nicht zu meiner Stammlektüre.

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