Kurz vor 9: Aldi geht online, frische Millionen für Rocket Internet, Amazon, Zalando, Schwab, Neckermann, Starbucks, Spotify, Monoqi, Nestle, Alibaba, Lovegrown, McTrek, Everysize

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 20. Januar 2016 |

Guten Morgen, etailment-Leserinnen und Leser!

Aldi geht nach reichlich Vorlaufzeit nun also tatsächlich in Großbritannien mit seinem Onlineshop online. Das ist keine Überraschung. Überraschend ist eher, dass Aldi Humor hat. Der neue Shop begrüsst den Kunden mit einer Weinflasche mit dem Etikett: "Cheers - Free Delivery". Die Mitbewerber finden das sicher nicht lustig. Die deutschen Wettbewerber werden darin zudem mehr als eine Weinprobe für die Briten sehen. Na dann, Prösterchen auf spannende Zeiten im E-Commerce.

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Zalando knapp unter 3 Milliarden Euro Umsatz:

Zalando schafft 2015 mit einer Wachstumsrate von 33,5 bis 33,8 Prozent einen Konzernumsatz von fast 3 Milliarden Euro. Nach vorläufigen Zahlen sind es 2,955 bis 2,962 Milliarden Euro. Im vom milden Winter gebeutelten vierten Quartal rechnet der Onlinehändler mit einem Plus beim Konzernumsatz von 30 bis 31 Prozent und Erlösen von rund 865 bis 872 Millionen Euro. 2015 liegt die bereinigte EBIT-Marge zwischen 3 und 4 Prozent.

Rocket Internet sammelt Millionen ein:

Aufatmen bei Rocket Internet. Nach miesem Aktienkurs, Wechsel im Aufsichtsrat und abgesagtem Börsengang von Hello Fresh, sammelt Rocket nun 420 Millionen Euro für den Rocket Internet Capital Partners Fund ein. Der Fonds mit Sitz in Luxemburg ist auf zehn bis zwölf Jahre angelegt und soll sein Geld gemeinsam mit Rocket Internet in aussichtsreiche Jungunternehmen stecken. Zu den Investoren zählen Pensionsfonds, Versicherungen und Stiftungen. Rocket selbst bringt 50 Millionen Euro ein. Gleichwohl gibt es weiter schlechte Nachrichten. In Deutschland beerdigt Rocket das Makler-Startup Vendemo, in Asien landet die Uber-Alternative EasyTaxi endgültig auf dem Schrottplatz der Geschichte.

Monoqi mit Dauer-Sortiment:

Die Berliner Design-Kuratoren von Monoqi bieten nun neben Flash Sales über 1.000 handverlesene Stücke dauerhaft an. Das Portfolio bietet neben Möbeln wie Sofas, Sideboards und Esstischen auch viele Wohnaccessoires, darunter Textilien, und Leuchten sowie zahlreiche Designklassiker.

Tietz steigt bei Schwab auf:

Sabine Tietz steigt beim Modeversender Schwab zur Vorsitzenden der Geschäftsführung auf. Die Multichannel-Managerin war bislang Sprecherin der Geschäftsführung.


McTrek geht bergauf:

McTrek Outdoor Sports hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 47,2 Millionen Euro erzielt. Damit konnte der zur Yeah! AG gehörende Outdoor-Ausstatter die Erlöse der 35 Filialen und des Onlione-Shops www.mctrek.de um 13 Prozent steigern, meldet die TextilWirtschaft.

IBM bietet Dynamic Pricing Tool:

IBM steigt in den Ring der Repricer ein und stellt mit dem cloudbasierten IBM Dynamic Pricing Tool eine Software bereit, mit der Händler in Echtzeit Preisanpassungen vornehmen können. Aber Vorsicht beim Einsatz von Dynamic Pricing: Grundsätzlich hat Dynamic Pricing auch seine dunklen Seiten.

INTERNATIONAL

Aldi geht online:

Deutschlands größter Discounter Aldi beendet seine Testphase und wird in Großbritannien nun Internet-Händler. Kunden können in dem Onlineshop von Aldi aber derzeit nur rund 90 Weine bestellen.Im zweiten Quartal sollen Nonfood-Artikel aus den Kategorien Kleidung, Baumarkt, Garten, Fahradzubehör, Elektronikwaren sowie Camping-Ausrüstung folgen. 35 Millionen Pfund investiert der Discounter in sein E-Commerce-Geschäft.
Kurz vor 9: Aldi geht online,


Neckermann.com fährt zweigleisig:

Neckermann.com steigt in den Niederlanden und in Belgien in den Stationärhandel ein. In den Stores soll es vor allem Elektronik, Kosmetik, Geschenkeartikel und Haushaltswaren geben. Nach der Insolvenz der Frankfurter Mutter Neckermann übernahmen die US-Investmentgesellschaft Readen Retail und der niederländische Wagniskapitalgeber Axivate die Markenrechte des Versandhauses in Belgien und den Niederlanden, weiß die TextilWirtschaft.

Gooble kocht vor:

Food-Lieferdienste gibt es in Kalifornien vermutlich mehr als Currywurst-Buden in Berlin. Jetzt kommt noch Gobble dazu. Das Startup liefert fertige Menus mit vorgekochten Zutaten, die der Kunde dann nur noch in die "Pfanne" werfen muss. Das Angebot gibt es unter anderem in Seattle und San Francisco.

Nestle kooperiert mit Alibaba:

Nestle kooperiert beim Vertrieb in China nun mit Alibaba. Vorerst beschränkt sich der Verkauf auf ausgewählte Marken. Konzernweit wächst das Online-Geschäft von Nestle laut Standard.at um mehr als 25 Prozent im Jahr.


Starbucks lockt mit Spotify:

Starbucks paktiert mit Spotify. In den Filialen können Kunden nun die gerade laufende lauschige Musik im Laden über die Starbucks-App zu ihrer Spotify-Playlist hinzufügen. Was da auf uns noch alles zukommt, wenn man eines Tages auch die Mucke an der Käsetheke im Edeka mit Spotify synchronisieren kann.

Amazon Dash Replenishment verkauft erste Geräte:

Amazon hat nun seine ersten vernetzten Geräte des Programms Amazon Dash Replenishment in die freie Wildbahn entlassen. Die entsprechenden Haushaltsgeräte sollen Waschpulver oder Druckerpatronen automatisch nachbestellen, wenn die Vorräte zur Neige gehen. Die ersten Geräte im Verkauf sind ein Drucker von Brother, eine Waschmaschine von GE, ein Blutzuckermessgerät von Gmate. Weitere Geräte unter anderem von Whirlpool, Samsung und Brita sollen folgen.


TRENDS & FAKTEN


Everysize hilft bei der Suche nach dem passenden Schuh:

Mann und Frau kennen das: Der Schuh der Wahl ist im Onlineshop nicht vorrätig. Dann geht die Suche im Web los. Everysize dreht den Spieß um. Mit der Produktsuchmaschine für Sneaker und Schuhe kann man nach dem gewünschten Schuh in der gewünschten Größe in verschiedenen Shops suchen. Darüber hinaus verfügt das junge Startup über eine Schnittstelle zum Online-Marktplatz Ebay. Hinter der Website verbirgt sich eine direkte Datenanbindung an die wichtigsten (Online)-Sneaker-Stores in Deutschland, bei denen die Seite everysize.com durch einen Live-Verfügbarkeitsabgleich jeden erhältlichen Schuh auf der Seite darstellt. Die angedockten Händler zahlen eine Provision. Bislang haben die Gründer Pascal Prehn, Denis Falkenstein und Eugen Falkenstein das Projekt ohne Investoren gestemmt.


Lovegrown bringt Blumenversand und Musik zusammen:

Possierliche Idee, um einen eigenen USP im Blumenversand zu bieten. Bei Lovegrown.de können Kunden die Blumen vor der Lieferung mehrere Tage mit der eigenen Playlist von Spotify beschallen lassen. Weil Blumen mit schöner Musik ja besser wachsen.


Zahl des Tages:
In Sachen Möbel sind die Kunden eher Schnell-Entscheider. Jeder dritte Onlinenutzer beginnt erst wenige Stunden vor dem Kauf mit der Suche nach Couch & Co. Jeder fünfte lässt die Entscheidung zumindest ein paar Tage reifen, hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Technologiekonzerns Google für das Consumer Barometer herausgefunden. Auch die Einrichtungsbranche kommt an Mobile als Absatzkanal übrigens nicht mehr vorbei. Jeder fünfte Online-Recherchierer sucht mittlerweile Möbel, Deko und Co. auch über das Smartphone. 19 Prozent der Online-Käufer kaufen sogar auf mobilen Endgeräten.


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