Kurz vor 9: Amazon greift Paypal frontal an, Samwers, DHL, Escada, Lidl, Emilio Pucci, Ebay, Glossybox, Net-a-porter

Von Klaus Janke | 10. Juni 2014 |

Amazon Payment
Amazon: Jetzt wildert der E-Commerce-Gigant aber mächtig im Territorium von Ebays Paypal: Seit gestern ist es laut Reuters weltweit möglich, einen neuen Third-Party-Payment-Service auf Amazon.com zu nutzen. Wer bei Amazon seine Kreditkarteninformationen hinterlegt und verwalten lässt, kann über den Service regelmäßig wiederkehrende Beträge auf Websites anderer Onlineanbieter zahlen. Für jede Transaktion sollen laut Daily Mail 2,9 Prozent Gebühr anfallen, plus 0,30 Cent für jede Transaktion über 10 US-Dollar. Privatpersonen können sich darüber hinaus auch untereinander Geld zukommen lassen. Angesichts der weltweit 240 Millionen Amazon-Nutzern eine unangenehme Herausforderung für Ebay.

Jetzt lesen: Wie reich die Samwers sind, Wachwechsel bei Paypal.


Samwers:
 
Die Beteiligungen der Brüder an Rocket Internet und Zalando sind rund 2 Milliarden Euro wert, hat die Wirtschaftwoche ausgerechnet. Ein Börsengang von Rocket Internet würde die Samwers daher aus dem Stand in die Liste der reichsten Deutschen katapultieren.

Paypal:
 
David Marcus, seit zwei Jahren President der Ebay-Tochter, wird das Unternehmen Ende Juni verlassen. Laut Ecommercebytes erklärte er auf LinkedIn zu seinem Rücktritt: "I realized that my role was becoming a real management one, vs. my passion of building products that hopefully matter to a lot of people." Marcus war an die Paypal-Spitze gerückt, als sein Mobile-Payment-Startup Zong 2012 von Ebay akquiriert wurde. Nun wechselt er zu Facebook, wo er sich um den Messenger-Dienst kümmern wird. Marcus' Position wird nun direkt von Ebay-CEO John Donahoe übernommen.

Zitat des Tages: "Bitcoin will play a very important role in the future. It’s on our radar screen.” Ebay-CEO John Donahoe kann sich laut Fortune vorstellen, die künstliche Online-Währung bei Paypal zu integrieren.

 

DHL: Sie seien "die größte Revolution seit dem Briefkasten", so Postvorstand Jürgen Gerdes - die DHL-Paketstationen vor der eigenen Haustür, die seit Mai bundesweit zur Miete oder zum Kauf angeboten werden. Dass die Revolution jedoch ohne die DHL-Konkurrenz stattfinden soll, wollen die Wettbewerber nicht hinnehmen: Nach einem Bericht der "Deutschen Verkehrszeitung" arbeiten DPD, GLS, Hermes und UPS gemeinsam an einer alternativen Lösung, die branchenoffen sein soll. So wollen sie verhindern, dass die Post ihre Marktstellung ausnutzt, um eine Einzellösung durchzusetzen. Eine Hermes-Sprecherin betonte, der Vorstoß der Post sei nicht akzeptabel. Die Konsumenten könnten nicht für jeden Paketdienst einen Paketkasten in den Vorgarten stellen. Die Paketbox-Alternative der DHL-Konkurrenten soll bis zum Ende des Jahres marktreif sein und dann auch der Post angeboten. werden. (LZ-Net)

Escada
Escada: Die Modemarke will bis Ende des Jahres in 20 europäischen Ländern mit Onlineshops präsent sein. Nach einem Bericht von Internet Retailer betreibt Escada hier bislang zehn Shops, der deutsche wurde im März 2013 gestartet. Darüber hinaus wird in den USA online verkauft, 2015 soll auch der russische Markt hinzukommen. Im Mai wurde zudem ein Online-Magazin für alle Websites gestartet. Es stellt jeweils Prominente vor, die Escada-Kleidung tragen. Das Münchner Modehaus war vom indischen Investoren Mittal übernommen worden, nachdem es 2009 Insolvenz anmelden musste.

 

Lidl: Legt Wert darauf, dass der Weinshop des Discounters keine Resterampe ist. Auch in diesem Jahr wurden zahlreiche Produkte auf Lidl-Weinwelt.de mit Berliner Wein Trophy ausgezeichnet, 25 Weine erhielten Gold, 13 Silber. "Neben unserem beliebten Wein-Sortiment in den Filialen bieten wir unseren Kunden ausgewählte prämierte Weine an, die sie ausschließlich in unserer Online-Weinwelt erhalten", erklärt Carsten Schmitz, in der Lidl-Geschäftsleitung zuständig für den Online-Shop.

Amazon II: Vier von zehn Onlinekäufern würden hier alle Arten von Produkten kaufen. Das zeigt eine Studie von Walker Sands Communication, die auf Get Elastic vorgestellt wird. Danach würden 37 Prozent der Befragten keine Luxusprodukte bei Amazon kaufen, 21 Prozent keine Luxusprodukte.


Target: Die Idee des guten alten Buchklubs, sie lebt: Laut Buchreport will die US-Einzelhandelskette Target gemeinsam mit dem Startup Librify eine E-Book-Plattform an den Start bringen. Kernstücke des Angebots soll ein Abo sein. Für 8,99 US-Dollar monatlich bekommen die Kunden jeweils ein ausgewähltes E-Book.


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Emilio Pucci
Emilio Pucci: Die italienische Luxusmode-Marke hat nun auch einen deutschsprachigen Onlineshop eröffnet. Deutsch ist laut TextilWirtschaft die sechste Sprache, die beim Webshop angeboten wird – nach Italienisch, Englisch, Russisch, Französisch und Japanisch. „Die Ausweitung auf die deutsche Sprache ist eine natürliche Entwicklung, nachdem wir in der Vergangenheit viele treue Kunden in Deutschland und Österreich gewinnen konnten“, so ein Sprecher.

Glossybox: Frauen-Power: Der Beauty-Box-Anbieter aus dem Haus Rocket Internet stellt drei neue Brand-Managerinnen ein: Monique Irrgang leitet als Director Sales das Team, das zudem um Danielle Fritsch und Constanze Bolsch erweitert wird.

Ebay: Gar nicht so schlecht, dort zu arbeiten: Der E-Commerce-Gigant hat im diesjährigen "Great Place To Work"-Vertrauens-Index der 25 besten Arbeitgeber den 9. Platz unter Europas größten Unternehmen erreicht. 2013 lag Ebay auf Rang 12.

Net-a-porter: Der britische Luxusmode-Versender profitiert sowohl von seiner Sortiments-Erweiterung (Beauty und Kosmetik) als auch von seinem Online-Magazin, wie Neuhandeln.de analysiert. 

Toroleo: Zwei neue Portale launcht die Toroleo Auto Media Group laut Deutsche Startups: das Lifestyle-Online-Magazin Motorblick.de und die Autohändler-Bewertungsplattform Haendlerblick.de. 

Mobile Commerce: Ein Viertel der 100 größten britischen Handelsunternehmen hat seine Websites noch nicht für das mobile Geschäft optimiert, so eine Studie von Skava auf Internet Retailing.

Digitale Welt:

Google: "Don't Be A Glasshole": Unter diesem Motto hat der Berliner Entwickler Julian Oliver laut Spiegel Online eine Software entwickelt, die Nuter von Google-Glass-Brillen automatisch aus dem WLAN wirft. "Es ist kein Problem, im Restaurant oder auf einer Party zu sagen 'Ich möchte nicht gefilmt werden'", so Oliver. "Aber was machen Sie, wenn Sie gar keine Ahnung haben, dass irgendwo ein Aufnahmegerät läuft?"  

Digitale Trends & Fakten:


Zahl des Tages: Die Fußball-WM dürfte laut W&V zum großen Fest des "zweiten Bildschirms" werden. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Innofact wird sich fast jeder dritte Zuschauer über mehr als ein Gerät über Neuigkeiten und Highlights der WM informieren.


Grafik des Tages: Was jeder Chef wissen muss, verrät t3n


Lesetipp des Tages: Daniel Schnödts inspirierender Ratgeber "Inszenieren. Verführen. Mehr verkaufen" über Ladengestaltung mit multisensualem Marketing, ab Juli im Deutschen Fachverlag


Beliebtester Beitrag am Vortag: Retargeting: Warum nicht endlich dezenter?

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