Kurz vor 9: Rote Karte für Amazon Prime-Button, Apple, AO, Tom Tailor, JD, E-Commerce Schweiz, Snapchat

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 4. März 2016 |

Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Ecommerce
Sprechen Sie E-Commerce?
Viele digitale Fachwörter sind für die meisten Bundesbürger böhmische Dörfer. Über die Hälfte der Befragten einer Studie von TNS Infratest kann beispielsweise mit dem Begriff Mobile Payment nichts anfangen. Auch Begriffe rund um den E-Commerce sind eher unbekannt, zeigt eine ergänzende Umfrage von Otto. Gerade einmal 37 Prozent verstehen beispielsweise, was mit Click & Collect gemeint ist.
Wenn es also mit den neuen digitalen Touchpoints nicht so richtig läuft, dann könnte es auch daran liegen, dass der Handel zu technisch denkt und nicht die Sprache seiner Kunden spricht. 

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Rüffel für Amazon-Bestellbutton:

Amazon muss seinen Bestellbutton für das Amazon-Prime-Abo ändern. Das urteilte das Oberlandesgericht Köln. Grund: Irreführung des Verbrauchers. Mit einem Klick auf den Button schließt der Kunde zwar zunächst eine Test-Mitgliedschaft ab, die verwandelt sich aber automatisch in eine Jahresmitgliedschaft, falls der Nutzer die  Abmeldung vom Service vergisst. Der Text des Bestellbutton „Jetzt gratis testen – danach kostenpflichtig“ entspräche damit nicht den gesetzlichen Anforderungen der "Button-Lösung", so das Gericht. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

AO pirscht sich heran:

Der britische Haushaltsgeräte-Versender AO.com erwartet für Deutschland einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Damit sei man trotz Verlusten im Plan, heißt es. 
 

Tom Tailor startet bei JD.com:

Die Tom Tailor Group hat in China auf dem Portal von JD.com ihren ersten Online-Shop eröffnet. Der Konzern nutzt das Brandmarketing, den Zahlungsverkehr, die Logistik, den Kundenservice und den After Sales-Support von JD.com.

INTERNATIONAL


Amazon erweitert Echo-Programm:

Amazon erweitert das Angebot rund um den Sprachsteuerungs-Lautsprecher Echo und den Sprachassistenten Alexa. Der Amazon Echo Dot, kaum großer als ein Puck, ist eine kleinere Version des Echo und nur von Kunden bestellbar, die schon ein Amazon Echo oder die Set-Top-Box Amazon Fire TV besitzen. Dazu gesellt sich der Bluetooth-Speaker Amazon Tap, der auch unterwegs genutzt werden kann. Beide Produkte gibt es nur für US-Kunden.

E-Commerce in der Schweiz wächst deutlich:

Der Schweizer Online- und Versandhandel wuchs 2015 um 7,5 Prozent auf 7,2 Milliarden CHF und macht nun 7,5 Prozent des gesamten Detailhandelsvolumens in der Schweiz aus. Während der Anteil bei Food bei 1,8 Prozent liegt, sind es im Non-Food-Segment 14 Prozent. Die Zahlen nennt der Verband Schweizer Versandhändler zusammen mit der GfK Schweiz in Zusammenarbeit mit der Post.
Schweiz

Target geht den digitalen Weg:

Die US-Handelskette Target hat online im vierten Quartal 2015 um 34 Prozent zugelegt. Geholfen hat dabei wohl auch, dass Target den Mindestbestellwert von 25 Dollar für die kostenlose Heimlieferung gestrichen hat. Mit rund 3,7 Milliarden Dollar entfallen derzeit aber lediglich 5 Prozent der Konzernumsätze auf den E-Commerce. Das soll mehr werden. Target will in diesem Jahr bis zu zwei Milliarden Dollar in IT, Technologie und bessere Lieferprozesse investieren.

Barnes & Noble verabschiedet sich von NOOK:

Barnes & Noble stellt nach großen Verlusten den Shop für seinen E-Reader NOOK zumindest in UK schon mal ein. Um die Kunden darf sich nun Sainsbury kümmern.

TRENDS & FAKTEN

Apple-Service via Twitter:

Apple startet dann doch schon 2016 bei Twitter und bietet unter dem Account @AppleSupport nun Hilfe bei Kundenfrage und kommuniziert Tipps und Tricks zu Produkten.


Finanzspritze für Snapchat:

Snapchat hat in einer Finanzierungsrunde 175 Millionen Dollar von Fidelity Investments hereingeholt. Der gehypte Bilder-Messenger ist derzeit 16 Milliarden Dollar wert.


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Thema: News

Schlagworte: Amazon, Apple, Tom Tailor, snapchat, AO

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