Kurz vor 9: Delivery Hero vor IPO?, Otto Group, Mobile Payment, E-Food-Studie, JD

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 18. Januar 2016 |

Guten Morgen, etailment-Leserinnen und Leser!

Einen Laptop von China nach Berlin zu bringen ist ungefähr so teuer, wie einen Einkauf aus dem Rewe an den Prenzlauer Berg zu transportieren. Die letzte Meile wird erst so richtig billig, wenn die Drohnen die Pizza liefern. Amazon macht nun beides. Die Drohne und die hohe See. Die Überschrift für beide Wege: Stromlinienförmige Prozesse.

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Delivery Hero vor Börsengang?:

Kurz vor 9: Delivery Hero vor IPO?
Niklas Östberg, Delivery Hero
Rocket Internet schiebt nach Informationen der Lebensmittel Zeitung Delivery Hero Richtung Börsengang. Der Etat für die Börsenkommunikation sei ausgeschrieben, schreibt die LZ. Aus dem Umfeld von Delivery Hero heißt es: "Wir wollen vorbereitet sein, wenn sich ein gutes Zeitfenster öffnet." Delivery Hero und Rocket Internet dementieren. Niklas Östberg, Chef von Delivery Hero, hatte 2015 immer wieder betont, dass er sich nicht zu einem Börsengang drängen lassen wolle, auch nicht von Rocket (Anteil knapp 40 Prozent). Einen IPO des mit rund 3 Milliarden Dollar bewerteten Berliner Startups für 2016 hatte er im vergangenen Jahr aber immer für möglich gehalten. Rocket Internet, das seine Food-Beteiligungen in der Global Online Takeaway Group bündelt, braucht dringend einen Börsenerfolg. Die Rocket-Aktie steht derzeit mit rund 19 Euro auf einem Rekord-Tief. Beim IPO 2014 lag der Wert der Aktie bei 42,50 Euro.

Otto Group mistet aus:

Der Otto-Konzern trennt sich von dem auf Print-Mailings spezialisierte Dienstleister Taylormail aus Frankreich. Der gehörte bislang zur französischen Groupe3Si der Otto-Gruppe. Käufer ist die französische Groupe Prenant. Auch für die Versender Becquet, Blancheporte und Venca sucht Groupe3Si Abnehmer.

EC-Karte mit NFC:

Die Volks- und Raiffeisenbanken und die Sparkassen ersetzen das guthabenbasierte Kontaktlos-Bezahlverfahren Girogo offensichtlich durch  “Girocard kontaktlos”. Die EC-Karten werden dafür mit NFC ausgestattet.


INTERNATIONAL

Lokaler Marktplatz gibt auf:

Die Stadt Klagenfurt stellt ihren regionalen Marktplatz ein. Grund: zu wenig Händler machten bei der Plattform mit. Das mit Steuergeldern finanzierte Portal inklagenfurt.at des Stadtmarketings musste sich zudem gegen das privat geführten Einkaufsportals bringts.at wehren. Dort versammelten sich deutlich mehr Händler.

Amazon fährt zur See:

Amazon steigt ins Schiffsfracht-Geschäft ein. Dank einer Lizenz der chinesischen Tochter darf Amazon nun als Seefracht-Dienstleister antreten und kann so chinesischen Herstellern und Großhändlern leichter Zugang zu US-Kunden bieten. Amazon wird damit aber keine eigene Flotte auf See schicken, darf aber Ladekapazitäten kaufen.

JD investiert in Wish:

Alibaba-Rivale JD.com investiert rund 50 Millionen Dollar in das Shopping-Startup Wish. Dank einer Finanzierungsrunde von 500 Millionen Dollar kommt Wish, das bewusst mobil ausgerichtet ist, damit nun auf eine Bewertung von über 3 Milliarden Dollar. Was Wish so spannend machen, lesen Sie in Kürze bei etailment.


Neuer Lieferdienst für Frische:

Mit FreshDirect tritt in New York ein neuer stündlicher Lieferdienst für frische Produkte auf den Plan, meldet Retailing Today

 
TRENDS & FAKTEN

Umfrage von "Der Handel":

Der etailment-Schwestertitel "Der Handel" hat jetzt eine kurze Leserumfrage rund um die Nutzung seiner Website gestartet.


Zahl des Tages: Der Anteil der Onlineshopper, die auch Lebensmittel oder Getränke im Netz bestellen, ist laut Umfrage des Digitalverbandes Bitkom von 10 Prozent im Jahr 2012 auf derzeit rund 28 Prozent gestiegen. Bei den 30- bis 49-Jährigen beträgt der Anteil sogar schon 33 Prozent. 87 Prozent der Onlinekäufer von Lebensmitteln haben Haltbares wie Nudeln oder Mehl gekauft, immerhin 31 Prozent frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse.

Rund 28 Prozent der Onlineshopper  bereits Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft. Fast die Hälfte dieser Lebensmittel-Onlineshopper haben dabei auf Webseiten von Supermärkten, die auch stationären Handel betreiben, gekauft - zum Beispiel Rewe oder Bringmeister. 38 Prozent von ihnen haben bei reinen Online-Lebensmittelhändlern mit umfassendem Sortiment wie Mytime oder Emmas Enkel geordert. Weitere 18 Prozent der Online-Lebensmittel-Käufer haben laut Bitkom in einem Webshop für spezielle Warengruppen wie Wein oder Süßigkeiten eingekauft. Und 15 Prozent orderten bei einem klassischen Onlineversender oder einer Auktionsplattform (Amazon oder Ebay)

Lesetipp des Tages: Den Optionen und Herausforderung von Retail Techology widmet sich das jüngste e-map whitepaper "Technologie".
Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+ und Xing sowie YouTube & Soundcloud.
Oder abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter.
Schon gewusst? Spannende Grafiken aus unseren Beiträgen sammeln wir bei Pinterest.

Sie wollen mit uns werben? Unsere Mediadaten.

Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Der Trend zu Mobile ist ungebrochen - gerade auch in der Online-Werbung
Welche Verschiebungen durch die Nutzung von mobilen Endgeräten ergeben sich in Hinblick auf die Scha ...
Topartikel
FBA erklärt - so funktioniert der Versand über Amazon
In dieser Woche haben wir in unserem Morgennewsletter auch eine Meldung zur Preisgestaltung von "Ful ...
Was bieten die Baumärkte im Web?
"Respekt wer es selber macht" - die Botschaft aus dem Werbespot haben wohl die meisten im Ohr, wenn ...
Die vier besten Strategien im Suchmaschinenmarketing zur Fußball-Europameisterschaft
Nur noch wenige Tage, dann ist es wieder soweit. Die Fußballeuropameisterschaft startet. Und damit a ...
Der Trend zu Mobile ist ungebrochen - gerade auch in der Online-Werbung
Welche Verschiebungen durch die Nutzung von mobilen Endgeräten ergeben sich in Hinblick auf die Scha ...
Der Onlinehandel ist kein leichtes Geschäft. Nicht auszudenken, wo manches Unternehmen heute schon s ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats