Kurz vor 9: Unfug Omnichannel?, Payback Pay geht an den Start, Amazon, Otto, Collins, Edited, John Lewis

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otto
Screenshot aus dem neuen Otto-Spot "Strandbude"
Gegenwärtig wird in Fachblogs, angetrieben von Beratern, die vor allem mit Pure Playern oder als Fond-Berater ihr Geld verdienen, wieder das hohe Lied des Pure Players gesungen. Das wäre schön zu hören, wenn es nicht von einer Begleitmelodie unterstützt würde, die Multichannel und Omnichannel zum Fehler des Jahrhunderts erklärt.
Dieses Lied wird mindestens seit 2010 gesungen. Schöner wird es dadurch nicht. Eher schief. Das zeigen Unternehmen, die mit wachsender Kompetenz mehrere Kanäle bedienen. Richtig ist: Bislang können das nur wenig gut. Aber viele werden immer besser. Aber auch im Web sind nicht alle Webshops gut. Wenn auch nicht so schlecht, wie IFH-Kassandra Kai Huddetz (90 Prozent werden sterben) glauben will.
Richtig ist: Für reine Shop-Lösungen von Pure Playern könnte die hohe Zeit des lockeren Geldes bald vorbei sein. Statt klassischer Commerce-Modelle sind in den kommenden Jahren vor allem Infrastruktur-Anbieter und Service-Dienstleiter die großen Hits bei Investoren und bei investitionsfreudigen Händlern.
Denn die Demarkationslinie verläuft nicht zwischen Pure Player und Omnichannel, sondern zwischen investitionsfreudigen und innovationsfreudigen Händlern und allen anderen.

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Oster-Rabatt mit Streichpreisen bei Amazon:

Österliche Schnäppchenschlacht bei Amazon. Vom 14. bis 21. März bietet Amazon auf www.amazon.de/angebote über 6.000 Blitzangebote und über 100 Angebote des Tages mit bis zu 50 Prozent Rabatt. Prime-Mitglieder können 30 Minuten früher auf alle Blitzangebote zugreifen. Die Deals sind maximal für vier Stunden verfügbar. Zusätzlich gibt es täglich mehr als zehn Angebote des Tages, welche jeweils ab Mitternacht für maximal 24 Stunden erhältlich sind. Amazon zeigt bei den Angeboten auf der Produkt-Detailseite den neuen Preis des Produkts, den vorherigen Amazon-Preis oder - soweit verfügbar - auch die unverbindliche Preisempfehlung an.

Neuer Laden für Edited:

Die Otto-Tochter Collins eröffnet für die Hausmarke Edited einen eigenen Store in Berlin in der Münzstraße 22. Es ist Laden Nummer 2 nach Hamburg. 

Payback Pay geht an den Start:

Payback steht mit Mobile Payment via Payback-App in den Startlöchern. Das Bonuspunkteprogramm hat offenbar alle großen Partner dafür mit an Bord. Starten soll das Modell bei der Metro-Tochter Real testweise im Juni. Spätestens ab dem kommenden Jahr wird mobiles Bezahlen mit Payback auf breiter Front möglich sein. Payback und Partner wollen dabei offenbar je nach Handelskette QR-Code oder NFC einsetzen.

Otto wirbt mit dem Wetter:

Ein bisschen Poesie, ein bisschen Ironie, dazu der Slogan „Heute ist der Tag, an dem für mich der Frühling beginnt“. Das ist der Mix für die optimistische Botschaft der vier neuen TV-Spots (Spot "Cafe" bei Youtube) der Frühjahr/Sommer-Kampagne 2016 von Otto (Agentur: Heimat). Und weil Otto dabei aufs Wetter setzt, werden neben den TV-Spots im Web Online-Anzeigen mit Hilfe von Wettertargeting ausgespielt. Je nach Region werden dem Nutzer wetterspezifische Kampagnenmotive angezeigt.


INTERNATIONAL


John Lewis profitiert vom Multichannel:

Da staunen alle, die gerade Multichannel "bashen": John Lewis legt online um 17 Prozent zu, mobil wachsen die Umsätze um 34 Prozent. Was das mit Multichannel zu tun hat? In Regionen mit neuen Läden steigen die Online-Umsätze der britischen Handelskette.  Auch mit Click & Collect läufts bei John Lewis. Inzwischen erreicht E-Commerce einen Umsatzanteil von 33 Prozent.



Zahl des Tages: 20 Minuten lang war Amazon.com am Donnerstagnachmittag in den USA down. Der Ausfall der Website kostete den Internet-Riesen vermutlich rund 4 Millionen Dollar Umsatz, schätzt Internet Retailer

Lesetipp des Tages: Das Startup-Magazin "Berlin Valley" zeigt sich mit neuem Design und fulminanten Inhalten über die Szene. Das Heft wird an Startups verteilt und ist an Wirtschaftsuniversitäten und in Coworking Spaces zu haben. Oder auch online.


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Thema: News

Schlagworte: Amazon, Otto, Payback, Collins, edited

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Sven Rittau
    Erstellt 14. März 2016 10:50 | Permanent-Link

    Hmmm, richtiger wäre das hohe Lied des ecommerce nicht nur gesungen sondern seit 1999 selber mitkomponiert haben. Und im Zuge dessen mit eigenen Geld im Risiko waren und immer noch stehen. Wird es dadurch schiefer oder einfach nur authentischer? Das können ja gerne die Berater bewerten.

    Die Einschätzung der Demarkationslinie teile ich uneingeschränkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei den investiven und innovationsfreudigen Unternehmen einen großen Teil an Unternehmen zu finden sind, die sich den Herausforderungen der digitalen Welt stellen, ist sehr hoch. Und ich meine auch, dass darunter viele reine Online / Mobile-getriebene Unternehmen zu finden sind . Aber das ist ganz klar meine persönliche Meinung.

    Am Ende geht es um eine Pluralität der Meinungen und keinen Alleinvertretungsanspruch.

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