Kurz vor 9: Millionen-Deal für die Kunst von Juniqe, EU hat Amazon auf dem Kieker, Post-Streik, Startup-Network, Foodist, J.C. Penney, Twitter, Notebooksbilliger

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 12. Juni 2015 |

Millionen für Kunst-Startup Juniqe:

Es läuft gut für den Kunstverkauf im Web und besonders gut für Juniqe. Im Februar erst hatte sich der Fotodienstleister Cewe beim Berliner Startup Kollwitz Internet eingekauft, das im Webshop "Juniqe" Kunstwerke junger Designer auf Textilien und Poster druckt. Lea Lange, Marc Pohl sowie Sebastian Hasebrink, die sich zuvor unter anderem für Casacanda und Fab engagierten, sammeln nun 5 Millionen Euro neues Wachstumskapital ein. Investoren sind Vorwerk Ventures, Redalpine, High-Tech Gründerfonds und einmal mehr CEWE.
juniqe
Die Juniqe-Gründer Sebastian Hasebrink, Lea Lange und Marc Pohl (v.l.n.r.)

Juniqe liefert in 14 europäische Länder und macht 40 Prozent des Umsatzes im Ausland, peilt auf den Massenmarkt, aber nicht auf den Massengeschmack: Ein Team wählt Künstler passend zu Trendthemen, der Marke und Zielgruppe aus. Bislang vor allem über die sozialen Netzwerke präsent, will Juniqe nun auch mit Events und Pop-up-Shops Aufmerksamkeit erzeugen.

Jetzt lesen: Europäische Kommission überprüft E-Book-Verträge von Amazon. Bonus für Amazon im Post-Streik?

Europäische Kommission schaut Amazon auf die Finger:

Die Europäische Kommission hat eine förmliche kartellrechtliche Untersuchung der E-Book-Vertriebsvereinbarungen von Amazon eingeleitet. Dabei will sie vor allem bestimmte Klauseln der Verträge zwischen Amazon und Verlagen genau prüfen. Im Kern geht es dabei um möglicherweise unzulässige Absprachen mit den Verlagen. So schaut die Kommission stirnrunzelnd darauf, dass Verlage offenbar Amazon informieren müssen, wenn sie dessen Wettbewerbern günstigere oder andere Konditionen bieten, und Amazon vergleichbare Konditionen einräumen oder auf andere Weise sicherstellen, dass Amazon mindestens ebenso gute Konditionen erhält. Das könnte den Wettbewerb behindern, glaubt die EU. Amazon findet seine Klauseln natürlich völlig okay.


Amazon - Bonus im Post-Streik?:

Laut einem Bericht der "Welt" werden Amazon-Pakete während des Post-Streiks bevorzugt behandelt.  In den Sortieranlagen würden gezielt Amazon-Kartons herausgepickt und weiter geleitet. Das Blatt beruft sich auf "Mitarbeiter". 
 

Notebooksbilliger mit weiterem Laden:

Notebooksbilliger.de will im kommenden Jahr ein weiteres Ladengeschäft in Hamburg eröffnen, weiß Neuhandeln. Bislang gibt es Filialen in München und Düsseldorf. Über die Strategie von Notebooksbilliger werden wir mit Gründer Arnd von Wedemeyer auch beim Branchenkongress etailment 2.015 im November in Frankfurt diskutieren.

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Foodist geht es lecker:

Foodist, Abobox-Anbieter für Delikatessen aus Manufakturen, schafft mit 14.000 Abonennten inzwischen über 450.000 Euro Umsatz monatlich und ist profitabel. Deutsche Startups

Amazon Academy eröffnet:

In einem neue Entwicklungszentrum in Berlin-Mitte sollen Software-Ingenieure, Entwickler und E-Book-Autoren an neuen Ideen für Amazon arbeiten. In der Amazon Academy werden 450 Menschen arbeiten und tüfteln.

Deutsche Börse - Hilfe für Startups:

Mit dem Deutsche Börse Venture Network hat die Deutsche Börse jetzt eine Vermittlungsplattform gestartet, die Startups und Investoren digital und mit analogen Treffen zusammenbringen will. Tummeln sollen sich dort vor allem Unternehmen aus der Growth-, Late- oder Pre-IPO-Phase, die einen höheren Finanzierungsbedarf haben. Zum Start sind unter anderem Auctionata, brillen.de, Brille24, Hitmeister, Home24, Kreditech, reBuy und stylefruits mit dabei. Daneben sind 42 Investoren an Bord.

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Outdoor-Kunden schauen zu Amazon und eBay:

Onlinekäufer sind bei Sport- und Outdoorartikeln besonders preisbewusst. Dies sind Ergebnisse der Studie "Black Box Online Shopping - Sport und Outdoorartikel" des Marktforschungsunternehmens Konzept & Markt. Am häufigsten haben Sportartikelkunden denn auch in den vergangenen zwölf Monaten bei Amazon (60 Prozent) und Ebay (36 Prozent) eingekauft. Die Internetkäufer von Sport- und Outdoorartikeln sind dabei relativ treue Kunden. Der durchschnittliche Sportartikel-Onlineshopper hat im Schnitt weniger als zwei Onlineshops, bei denen er regelmäßig einkauft.


E-COMMERCE INTERNATIONAL


J.C. Penney macht Multichannel-Hausaufgaben:

J.C. Penney will online und offline enger verzahnen und spätestens im kommenden Jahr Click & Collect national umgesetzt haben und Bestellungen dabei taggleich erledigen können. IR


E-COMMERCE PRAXIS

Tools für Content Commerce:

Welche Tools drängen sich auf, wenn man sich Content Commerce auf die Fahne schreibt? Udo Butschinek stellt Wordpress, Toxid, ShopFusion, Hippo CMS und Sphere.io vor.
 



DIGITALE TRENDS & FAKTEN

 

Oculus zeigt 3D-Brille für den Massenmarkt:

Oculus zeigt jetzt erstmals ein Modell seiner virtuellen 3D-Brille (Oculus Rift) für den Massenmarkt, die dann mit Windows und einem Xbox-Controller nutzbar sein soll. Marktstart könnte im Frühjahr 2016 sein. Techcrunch

Twitter-CEO tritt ab:

Twitter-CEO Dick Costolo tritt im Juli ab. Die Börse "favt" das mit einem Kurssprung von rund 10 Prozent. Ex-CEO und Mitgründer Jack Dorsey soll vorübergehend den Job übernehmen. WSJ


Zahl des Tages: 2,5 Millionen Euro frisches Kapital benötigen Startups im Schnitt innerhalb von zwei Jahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM unter mehr als 200 Start-up-Gründern. Bei der Finanzierung kommt für viele Start-up-Gründer in Deutschland ein Börsengang in Frage. Mehr als jeder vierte Gründer (28 Prozent) hält einen Börsengang für das eigene Start-up in Zukunft für denkbar.

Lesetipp des Tages: Von wegen "War for Talents?" Bloggerin Kaltmamsell erzählt von der 18monatigen Jobsuche: "Mit Ende 40 einen neuen Job suchen – große Brocken"

Beliebtester Beitrag am Vortag: Was Online-Kunden auf die Palme bringt

Grafik des Tages: Eine von Quicksprout zeigt, wie man seine Reichweite bei Facebook steigert, ohne gleich Geld für Werbung auszugeben.

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