Zalando-Aktie: Jetzt dranbleiben, liebe Fashion Victims!

Von Klaus Janke | 6. Oktober 2014 | 1 Kommentar Kommentieren

Zalando Paket
Auch eine schöne Geschenkidee: Zalando-Aktien! (Foto: Zalando)
11.40 Uhr, und einmal mehr tippen meine nervös-zittrigen Finger auf der Finanzseite den Namen "Zalando" ein. Und siehe da: Die Zalando-Aktie steht bei 18,93 Euro, dreht also immer noch nicht ins Plus. Leute, so geht das nicht! Deshalb hier der Aufruf an alle "Fashion Victims", die den ganzen Tag bei Zalando bestellen und meinen, dem Unternehmen damit Gutes zu tun: Hört mal kurz auf, der Schrank ist doch schon voller Schuhe, und investiert die Kohle lieber für Zalando-Aktien! Das ist ein STRONG BUY! Wir tun hier in der etailment-Redaktion schon, was wir können. Unsere massiven Stützkäufe haben bereits letzte Woche dafür gesorgt, dass das Papier wenigstens halbwegs geflogen ist. Aber jetzt müssen auch mal andere ran. Die Aktie muss steil gehen, aber so steil, dass senkrecht dagegen flach ist! Capito? 

Warum wir hier so geschlossen hinter Zalando stehen? Weil wir auch in Deutschland mal eine richtig fette Success Story im E-Commerce sehen wollen, nicht immer nur bei den Amis. Wir lassen es uns ja nicht anmerken, aber diese ganzen „Loser“-Geschichten von perspektivlosen Startups mit ihren frickeligen Betaphasen-Onlineshops, die stehen uns bis hier (sieht man jetzt nicht, aber ziemlich hoch). Dieses ewige Gerede von „Konzepten für anspruchsvolle Kunden, denen Amazon zu anonym ist und die kuratiertes Shopping wollen“, vom elendigen „Erfolg in der Nische“, von „Finanzierungsrunden, die zu 90 Prozent stehen“ – das alles ist so trostlos.

An den Samwers dagegen kann man so richtig raufschauen und hoffen, dass der Glamour auf die sonstige Branche abfärbt. Was natürlich nichts daran ändert, dass die drei in meinen Augen sehr bodenständig geblieben sind. Umso mehr ist es eine Riesensauerei, wenn man ihnen den Erfolg madig machen will. In den Medien hat man ja oft den Eindruck, dass da eine Menge Missgunst im Spiel ist. Nicht umsonst zählt Oliver Samwer "nachteilige Veröffentlichungen in Internet-Blogs" zu den 29 Risiken für das Unternehmen Rocket Internet. Aber nicht mit uns, keine Angst, Olli.

Ich persönlich betätige mich daher schon seit Längerem sozusagen als „Evangelist“ (ich liebe dieses Wort!) für die Zalando-Aktie und mache alle Leute auf die interessante Anlagemöglichkeit aufmerksam. Der eine oder andere kann die Infos zwar nicht richtig einordnen. Dann heißt es schon mal: „Wie jetzt? Die verkaufen also nicht nur Schuhe und Mode und so, sondern auch Aktien? Krass.“ Aber auch in der breiten Masse muss man säen, wenn man ordentlich ernten will. 

Hin und wieder schlägt einem natürlich auch Widerstand entgegen: Man wolle den ganzen Konsumwahnsinn nicht unterstützen, hört man manchmal von Nullcheckern. „Da schrei ich nicht vor Glück, sondern vor Hass“, wettern die Vollpfosten dann, auch noch stolz auf das Wortspiel, dass sie sich bestimmt in tagelanger Vorarbeit zurechtgelegt haben. Aber wer so argumentiert, hat nicht verstanden, dass ein Aktien-Engagement auch im Falle inhaltlicher Differenzen cool sein kann. Ein Freund von mir erklärt es so: "Kauf immer das, was Du hasst. Dann ärgert Dich der Erfolg des Verhassten weniger, weil Du wenigstens noch absahnst dabei." Der Aktienkauf als Korrektiv, als Ausgleich für Fehlentwicklungen im Leben. Man kennt das von vielen Bundesliga-Tippern: Tippen immer gegen den eigenen Verein, dann haben sie im Falle einer Niederlage immer noch die Freude über den richtigen Tipp - ein schales Vergnügen, zugegeben, aber immerhin.

Tja, und wenn die Aktie (man mag gar nicht daran denken) tatsächlich mal so richtig runterrasselt? Dann, liebe Zweifler, keep in mind, dass Zalando sich rückhaltlos zur kostenlosen Retoure bekennt: Einfach die toxischen Papiere zurückschicken, und gut is'. 

(11:48 Uhr: Hat sich schon ganz leicht nach oben bewegt, die Aktie. Thanx for fast reaction!)



  


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: News

Schlagworte: Zalando, Samwers

Digitale Quasselstrippen - interessante Chatbot-Gründungen
Chatbots gelten gerade als das nächste große Ding bei der Digitalisierung des Handels und im E-Comme ...
Topartikel
Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer 1 der Deutschen. Gute Sichtbarkeit im Ranking kann daher d ...
Trendreport: Wie alltaugstauglich sind die Zukunftsvisionen für den E-Commerce?
Über 12.000 Produkte im ersten richtigen Virtual-Reality-Kaufhaus; ein Vertriebs-Bot, der E-Mails an ...
oliver samwer
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Oliver Samwer, Gründer von Rocket Internet, bekommt für ...
Rewe Digital: Schweizer Taschenmesser im Kampf gegen Amazon
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Eine Studie der News-Organisation ProPublica zeigt gerad ...
Limango:
Der Onlinehandel in Frankreich ist im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 35 Milliarden Euro Umsatz an ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Simone Brumen / SVENUS ARTS
    Erstellt 6. Oktober 2014 13:04 | Permanent-Link
    Frustie Pisst in Nachbars Garten!

    Du kriegst einfach selber keinen hoch! Und bist noch nie von einer heißen Pussy geliebt worden!

stats