Kurz vor 9: Zalando - 7 Erkenntnisse vom Capital Markets Day, eBay testet Produktbewertungen, Amazon, Urbanara, E-Mail-Marketing, Mytheresa, Mycs

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 23. März 2016 |

Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Die Aktie von Zalando ist seit einigen Monaten ein ziemliches Auf und Ab. Doch mit den guten Botschaften vom gestrigen Kapitalmarkttag von Zalando sollte es die Aktie deutlich ins Plus schaffen. Die Folien sind schließlich zu, zu schön. Die Inhalte rund um die Plattformstrategie haben es auch in sich. Doch am Ende des Tages lag der Preis der Aktie klar unter dem Tagesstart. Das kann irre viele Gründe haben. Aktienverkäufe des Finanzchefs, der Rückzug von Leerverkäufer Marshall Wace oder was auch immer gerade die Runde machte. Langfristig dürfte sich die Zalando-Strategie aber auszahlen. Wir bleiben bei unserer Empfehlung von 2014: Jetzt dranbleiben, liebe Fashion Victims!

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Zalando - 7 Erkenntnisse vom Capital Markets Day:

Auf dem Kapitalmarkttag (Capital Markets Day) 2016 hat Zalando unter Ausschluss der Öffentlichkeit Investoren seine Pretiosen und strategischen Pläne vorgestellt. Die Folien der Präsentationen wurden gleichwohl online gestellt. Die wichtigsten Erkenntnisse:
1. Fulfilment by Zalando - Mit dem Konzept will Zalando ein Sorglos-Paket von der Content-Produktion bis zum Kundenservice bieten.
2. Mehr Personalisierung und Vernetzung beim Mobile Shopping samt einem Mehr an Inspiration bis hin zu mobilen Markenshops.
3. Ein wichtiges Element bei der Mobile- und Fulfillment-Strategie könnten künftig die Apps Movmnt (mobiles Factory-Outlet) und Fleek (Inspiration und Vernetzung) spielen. 
4. Distributed Commerce - Zalando setzt auf verteilte Lagerhaltung, baut dabei auch auf Markenshops als Partner und Erfüllungsgehilfen.
6. Die Zalando Lounge setzt als Shopping Club große Ausrufezeichen hinter das mobile Wachstum.
7. Im Bereich Media Solutions will Zalando datenmächtig Kunden und Marken quer über alle Plattformen mit Werbung enger zusammenbringen.  
Die Headline-taugliche Mission: Zalando will zum Spotify für Mode werden.
Kurz vor 9: Zalando - 7 Erkenntnisse vom Capital Markets Day,

eBay erprobt Produktbewertungen:

eBay macht nun auch in Produktbewertungen und Rezensionen. Sehen soll man es als Teil eines besseren Kundenservices. Aber für Google ist das auch nicht ganz schlecht. Die ersten Fake-Bewertungen scheinen übrigens auch schon da zu sein. Damit kann man das neue Feature vom Start weg als etabliert bezeichnen. Vorerst ist es aber nur ein Test. Die Rezensionen sind zunächst nur für einen Teil der Nutzer sichtbar.
 

Showroom für Mycs und Urbanara:

Die Möbel-Onlineversender Mycs und Urbanara haben zusammen im Stilwerk Hamburg einen Showroom eröffnet. Beide Händler zeigten sich zuvor schon mit Showroom und Pop-up-Store in Berlin.


Streik bei Amazon:

Die Gewerkschaft Verdi beschenkt Amazon vor Ostern mit einem Streik am Standort Koblenz. Es geht wie immer um einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzelhandels. 

Zalando-Finanzchef verkauft Aktienpakete:

Zalando-Finanzchef Rubin Ritter hat einen Teil seiner Unternehmensanteile verkauft und dabei in drei Tranchen rund 2,78 Millionen Euro erlöst. Das geht aus einer Pflichtmitteilung von Zalando an die Frankfurter Börse hervor. Details kennt die TextilWirtschaft.

Mytheresa.com verliert Fashion Director:

Justin O’Shea, Fashion Director bei Mytheresa.com, verlässt laut TextilWirtschaft das Unternehmen Ende des Monats. Er war erst Anfang des Jahres in diese Position aufgestiegen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

INTERNATIONAL


127 Millionen Dollar für DoorDash:

Das US-Liefer-Startup DoorDash hat in einer Finanzierungsrunde 127 Millionen Dollar eingesammelt. Mit dabei sind unter anderem Sequoia Capital, Kleiner Perkins, Caufield & Byers sowie Khosla Ventures. Klingt gut, aber das Startup hatte bei der Sammelrunde auf eine Milliardenbewertung (derzeit 717 Millionen Dollar) gehofft. Das klappte nicht. Deutliches Zeichen dafür, dass der Markt der Restaurant-Lieferdienste inzwischen schwer überhitzt ist.


TRENDS & FAKTEN


E-Mail-Marketing bleibt Umsatzhebel:

Der Hype mag zwar Snapchat, Instagram, Influencer Marketing und anderen Marketingwegen gelten, E-Mail- und Suchmaschinenmarketing bleiben aber das geschnittene Brot des digitalen Marketings. 46 Prozent der Online-Marketing-Verantwortliche mittlerer und großer Unternehmenerhöhen ihre Budgets für E-Mail- und Suchmaschinenmarketing. Im Handel sind es sogar 65 Prozent, die ihre Ausgaben für E-Mail-Marketing steigern. Bei den Themen Data-Driven Marketing sind es 44, bei Social Media 41 Prozent, die ihr Budget erhöhen. Für die Studie befragte das Beratungsunternehmen Absolit 172 Online-Marketing-Verantwortliche mittlerer und großer Unternehmen.
Dass der Klassiker E-Mail-Marketing weiter so beliebt ist, hat einen ganz einfachen Grund: „Im Handel wird heute fast ein Viertel des Umsatzes über E-Mail-Marketing generiert“, betont Studienautor Torsten Schwarz. Eine Kurzversion der Studie kann unter www.absolit.de/Trends kostenfrei heruntergeladen werden.
 

Deutsche Bahn beerdigt Touch & Travel:

Die Deutsche Bahn stampft die mobole Fahrkarten-App Touch & Travel ein. Grund: Mangelndes Interesse. Bundesweit nutzten nur  100.000 Kunden das mobile Ticket mit QR-Code.


Lesetipp des Tages: Fast könnte man ein Panini-Album draus machen. Jochen Krisch hat alle alle Präsentationen vom Kapitalmarkttag 2016 von Zalando gesammelt.

Grafik des Tages:
Email Betreffzeilen - Zahlen und Fakten als Infografik

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