Ebay revolutioniert seine Zahlungsabwicklung

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 28. Februar 2012 | 5 Kommentare Kommentieren

eBay stellt seine Zahlungsabwicklung auf seinem deutschen Online-Marktplatz vom Kopf auf die Füsse: Künftig zahlen die Käufer den Preis für einen bei eBay erworbenen Artikel nicht mehr an den Verkäufer, sondern an eBay und eBay wird den Verkäufer auszahlen. Ab Sommer dieses Jahres soll die neue Zahlungsabwicklung den derzeitigen Prozess ablösen. Wer bei Ebay etwas kaufte, bezahlte, dann aber die Ware nicht erhielt, der hatte häufig schlechte Karten. Zumindest aber jede Menge Ärger. Das Problem "Artikel bezahlt, aber nicht erhalten" wirkte sich auch negativ auf das Image von eBay auf.

Mit der neuen Zahlungsabwicklung zielt eBay deshalb darauf ab, seinen Käufern mehr Schutz zu bieten. Durch die Bezahlung an eBay sollen die Käufer unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode voll abgesichert werden. Erhält der Käufer einen Artikel trotz Bezahlung an eBay nicht oder weicht der Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung ab, wird der Kaufpreis inklusive Versandkosten nun von eBay zurückerstattet.

„Mit der neuen eBay-Zahlungsabwicklung werden wir unseren Käufern ein und konsistenteres Einkaufserlebnis bieten können“, so Martin Barthel Director Buyer Experience bei eBay. „Den Käufern wird für jeden Artikel die gleiche Auswahl an Zahlungsmethoden zur Verfügung stehen, und wir werden für alle Artikel, bei denen die Bezahlung der Käufer an eBay erfolgt, einen vollumfassenden Käuferschutz anbieten können. Mit der neuen Zahlungsabwicklung stärken wir das Vertrauen der Käufer und erhöhen so auch die Verkaufschancen unserer Verkäufer.“

ebay zahlung
Im Rahmen der neuen Zahlungswicklung werden die Käufer bei der Zahlung an eBay für jeden Artikel zwischen PayPal, Banküberweisung, Zahlung per Kreditkarte oder Lastschrift sowie dem Zahlungsdienstleister Skrill (früher Moneybookers) wählen können. Ist das Geld bei eBay eingegangen, wird der Verkäufer von eBay darüber informiert und aufgefordert, den Artikel zu verschicken. Wurde der Artikel vom Verkäufer verschickt und in Mein eBay als verschickt markiert, wird eBay den Verkäufer anhand bestimmter Auszahlungsfristen auszahlen.

Die Verkäufer werden dabei wählen können, ob die Auszahlung auf ihr Bank- oder ihr PayPal-Konto erfolgen soll. Die Auszahlungsfristen werden sich nach dem Mitgliedskonto-Typ (privat oder gewerblich) sowie bei gewerblichen Verkäufern dem Service-Status und der Verkaufshistorie richten.

Seit Ende August 2011 testet eBay die neue Zahlungsabwicklung in einem Pilotprojekt. Seit diesem Zeitpunkt findet der neue Prozess bereits für alle Verkäufer-Konten Anwendung, die neu registriert und über die Artikel bei eBay.de zum Verkauf angeboten wurden. Im Rahmen des Pilotprojekts nehmen derzeit bereits mehr als 500.000 Verkäufer-Konten an der neuen Zahlungsabwicklung teil.


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Thema: News

Schlagworte: Ebay, Payment, Bezahlung

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Olli
    Erstellt 13. März 2012 17:07 | Permanent-Link

    Naja, der einzige Zweck ist damit Geld zu verdienen. Denn eine normale Überweisung in Deutschland wird innerhalb eines Werktages gutgeschrieben. Bei ebay bleibt das Geld ca. 14 -21 Tage. War hier schon leidtragender. Und wenn der Betrag nur um einen Cent vom Auktionsbetrag + Porto abweicht wartet man auch 3 Wochen auf sein Geld und hat trotzdem keine Ware. Der Ärger wird bleiben nur ebay wir eine weitere Nebeneinkunft haben... schade generell ist ebay sehr unattraktiv geworden

  2. Verkäufer
    Erstellt 22. März 2012 10:46 | Permanent-Link

    wer billiger als auf ebay einkaufen will :
    hood.de

    ähnlich wie ebay
    aber
    Verkäufer können billiger anbieten
    weil hood.de
    deutlich weniger bis keine Angebotsgebühr und Verkaufsprovision
    vom Verkäufer verlangt.

  3. Cor Knollenburg
    Erstellt 24. März 2012 08:58 | Permanent-Link

    Wahnsin. Hunderten von Ersteigerungen habe ich erledigt mit Banküberweisung. Immer schnell abgefertigt. Keine einzige Sendung ist je verschwunden! Ich glaub hieran nicht! Geld verdienen
    ist hierbei der Grund. Jetzt wird mir die ganze Sache zu blöd. Wenn andere Ebayländer genau so vorgehen mache ich dort Schluss. Mal bei Hood.de herumschauen.

  4. Klartexter
    Erstellt 19. April 2012 11:06 | Permanent-Link

    Hm - bei dem Versuch mit "geparktem" Geld zusätzlich Einnahmen zu generieren von einer "Revolution" zu sprechen, halte ich für mehr als gewagt. Drei, zwei, eins ... Hood.de, gilt seit kurzem auch für mich (nach 8 Jahren!). Der Firma ebay noch ein schönes Leben...

  5. Willibald
    Erstellt 23. April 2012 18:44 | Permanent-Link

    Ebay zwingt alle Verkäufer ab dem Sommer dazu, ihre Forderungen an eine eBay-Tochter ohne Banklizenz abzutreten. Einzig sichtbare Gegenleistung = man darf weiter auf eBay verkaufen. Für gewerbliche Verkäufer ist dieses teils mit starken Gebührenerhöhungen verbunden. Der sogenannte Verkäuferschutz ist ein Modell, an dem einzig und alleine eBay durch Gebühren und Zinsgewinne verdient, ändern tut sich fast nichts. Bei ungerechtfertigten Rückbuchungen ist der Verkäufer immer der Dumme. Bei Streitfällen ist eBay Partei, Richter und Vollstrecker in einer Person. Das einzige logische Fazit ist, diesen Marktplatz im Sommer zu verlassen, denn es gibt auch teils kostenlose, ausbaufähige, Mitbewerber. Ein Grundkurs in Sachen Demokratie und menschlichen Umgangs könnte Ebays Entscheidungsträgern nicht schaden.

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