Morning Briefing: Home24 ist nur noch die Hälfte wert, Amazon, Otto, Privileg, MyRollbraten, Gehaltsstudie, Tambini, Lott

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 8. September 2016 | Kommentieren Kommentieren

Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Strategischer Leak oder "Bürofehler"? Wenige Stunden bevor Apple gestern Abend das neue iPhone7 präsentierte, zeigte Amazon.com bereits reichlich Zubehör samt Produktabbildungen des zu dem Zeitpunkt noch geheimen Smartphones. Elektrisierender als das neue Telefon war für uns ältere  Generation ohnehin die Ankündigung, dass Nintendos Kultspiel "Super Mario" auf das Apple-Smartphone kommt. Die News beflügelte übrigens auch den Aktienkurs des Herstellers.

Home24 ist nur noch die Hälfte wert:

Online-Möbelhändler Home24 holt sich in einer Finanzierungsrunde 20 Millionen Euro. Großinvestor Rocket Internet (42,9 Prozent Anteil) steuerte selbst 1,4 Millionen Euro bei. Die weniger schöne Seite der Nachricht für das verlustreiche Startup: Mit der Investitionsrunde hat sich der Wert von Home24 mehr als halbiert. Die Finanzierungsrunde wurde zu einer Bewertung von 420 Millionen Euro durchgeführt, die zuvor bei 981 Millionen Euro lag.


Otto trennt sich von Privileg-Shop:

Otto trennt sich von seinem Sub-Shop für die Marke Privileg. Marken-Shop und die Domain Privileg.de hat Otto an die Whirlpool Corporation verkauft, zu der auch Bauknecht gehört. Privileg kann man aber weiter im Otto-Shop kaufen. Das Hin und Her von Marken- und Vertriebsrechten seziert Neuhandeln. Otto betreibt derzeit noch Subshops unter den Domains  Schlafwelt.de (Matratzen), Cnouch.de (Polstermöbel), Ekinova.de (Küchengeräte), Yourhome.de (Möbel), Naturloft.de (Öko-Möbel), Teppstore.de (Teppiche) sowie Neckermann.de (Discount).

Webshop MyRollbraten startet:

Metzger standen bislang nicht (oder eher ganz selten) in Verdacht, digitale vorne mitzumischen. Metzgermeister Jürgen Maino will das ändern. Er startet nun die Website MyRollbraten.de. Nutzer können dort ihre Bestellung zusammenklicken und dann beim heimischen Metzger abholen. Fleischwirtschaft

Mank macht jetzt mit Tambini Party:

Der Motto-Boxen-Shop Tambini, vom Verlag Gruner + Jahr beerdigt, landet nun bei Mank, einem Hersteller für Produkte rund um den gedeckten Tisch. Mank sieht sich deutlich besser gerüstet in Sachen Einkaufspreisen und Logistik, will neben Verbrauchern zudem seine B2B-Kunden in Hotel und Gastronomie für die Party-Boxen gewinnen. Businessportal24

Lott macht automatisch Tempo:

Autoteile-Spezialist Lott setzt im Webshop künftig auf Speed4Trade und den emMida Enterprise Shop. Der Mittelständler verkauft über eBay sowie den Online-Shop und will sich mit automatisierten Lösungen den Multichannel-Handel leichter und schneller machen.

Plentymarkets kassiert mobil:

Plentymarkets bietet nun eine Kassensoftware für Tablet-Kassen auf, die der stationäre Handel an das bewährte E-Commerce ERP angliedern kann und sich so auch mit zahlreichen Online-Marktplätzen verbinden kann.

INTERNATIONAL

Amazon liefert Restaurantessen:

Falls Sie im Markt der Essens-Lieferdienste aus Just Eat, UberEats, Deliveroo, Foodora undundund allmählich den Überblick verlieren: Es wird bestimmt bald übersichtlicher. Amazon steigt in London in den Markt ein und beliefert dort, ähnlich wie in einem Dutzend US-Städten, die Prime-Kunden binnen einer Stunde mit Essen aus rund 150 Restaurants. Natürlich kostenlos. Tamebay

Hudson’s Bay weit vom Gewinn entfernt:

Kaufhof-Mutter Hudson’s Bay beendete das zweite Quartal mit 3,25 Milliarden Kanadischen Dollar Umsatz - Plus 59,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Da sind aber auch eine Reihe von Zukäufen wie Gilt eingerechnet. Auf vergleichbarer Fläche liegt das Plus nur bei 1,9 Prozent. Gleichwohl steht unter dem Strich ein Quartalsverlust von 142 Millionen Kanadischen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Hudson’s Bay - auch dank Sonderfaktoren - noch einen Gewinn von 59 Millionen Kanadischen Dollar in den Büchern stehen. Business Wire

100 Millionen Dollar für Postmates:

Das Liefer-Startup Postmates sammelt in einer Finanzierungsrunde über 100 Millionen Dollar ein. Das Geld kommt unter anderem von Peter Thiel und seinem Founders Fund. Postmates wurde vom dem Deutschen Bastian Lehmann gegründet. TC

Modebloggerin startet Webshop:

Modebloggerin Chiara Ferragni ("The Blonde Salad") hat nun ihren eigenen Onlineshop, bietet dort Produkte von über 40 Marken an. Die Markenbotschafterin von Amazon Fashion verkündete den Start stilecht via Instagram. Ist das der nächste Schritt der Socia-Media-Stars? Vom Influencer zum Affiliate und schließlich zum Händler?


TRENDS & FAKTEN

Digitale Köpfe verdienen mehr:

Der War for Talents sorgt für tofte Verdienstaussichten für digitale Köpfe. Entscheider im Verantwortungsbereich Digitalisierung verdienen mit durchschnittlich 249.839 Euro mehr als ihre Kollegen im General Management (210.858 Euro) und Operations (206.421 Euro). Das sagt eine Studie der Personalberatung Cribb.

Snapchat vor IPO?:

Snapchat könnte noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Laut Medienberichten laufen die Vorbereitungen für einen IPO.


"Kurz vor 9" heißt jetzt "Morning Briefing". Deutschlands Branchendienst für die relevanten Nachrichten zum Digital Commerce. Kompakt. Pointiert. Kuratiert.


Zahl des Tages:
44 Prozent des Traffics in Fashion-Webshops kommt mittlerweile via Tablet und Smartphones, die Verkäufe via Handy haben sich zudem seit 2014 fast vervierfacht und liegen nun bei 15 Prozent. Das sagte eine aktuelle Studie. etailment stellt sie vor.

Beliebtester Beitrag am Vortag:


Lesetipp des Tages:

Die "Welt" nimmt den "gefährlichen Kult um das heilsame Scheitern" auseinander.

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