Kurz vor 9: Amazon Prime Now startet in München, Wal-Mart will Jet, Zalando, Facebook, Spreadshirt, Hallhuber, Nike, Showroomprivé, Paydirekt, Kleenex

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 4. August 2016 |

Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Ein paar Dinge haben wohl alle Kleinstädte und Mittelzentren in Deutschland gemeinsam: Ein paar Kreisverkehre, ein Eiscafe (das meistens "Venezia" heißt), eine kaum beachtete Bronze-Figur in der Fußgängerzone und demnächst haben vermutlich alle einen eher hilflos wirkenden lokalen Online-Marktplatz, um den Handel vor Ort zu stärken.
Jüngste Beispiele: In Weinheim kann man beispielsweise nun unter einkaufen-in-weinheim.de gucken, was es in der Stadt so gibt. Kaufen kann man im Web nicht. Die Kunden sollen gefälligst in den Laden kommen. 40 Händler machen da laut ffh mit. In Hameln nennt sich die neue digitale Fußgängerzone "Lieber Lokal". Shoppen kann man auf dem Angebot der Deister - und Weserzeitung Verlagsgesellschaft auch nicht wirklich, aber Rabattgutscheine über die Lock-Plattform Snipda abgreifen. Ganz ehrlich liebe Händler: Sammelt doch lieber für eine weitere Bronze-Statue.

Mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.


Amazon Prime Now startet in München:

Nach dem Start von Prime Now in Berlin im Mai 2016 können Amazon Prime-Mitglieder in München nun ihre Bestellungen in einer Stunde oder innerhalb eines 2-Stunden-Lieferfensters erhalten. Der Mindestbestellwert für Prime Now beträgt 20 Euro. Die Prime Now-Lieferung innerhalb eines 2-Stunden-Lieferfensters ist gratis und die Lieferung innerhalb einer Stunde kostet 6,99 Euro. Bestellt wird per Prime Now-App. Erstmals werden offenbar auch lokale Fachhändler in das Angebot mit eingebunden. 


Elektro-Altgeräte - Deutsche Umwelthilfe mahnt Amazon ab:

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geht juristisch gegen Amazon vor. Grund: Der Online-Riese halte sich nicht an die Rücknahmepflicht für Elektroaltgeräte. Der Deutschen Umwelthilfe (DUH) liegen offenbar mehrere Anfragen von Verbrauchern vor, die Amazon bei dem Versuch defekte Elektrokleingeräte zurückzugeben, abgewiesen hat. Stattdessen riet der Kundenservice: „Entsorgen sie einfach den Artikel“. Die Deutsche Umwelthilfe fordert von Amazon nun eine Unterlassungserklärung. Ganz im Ernst: Ein Sturm im Wasserglas. Da dürfte eher einmal die Hotline bei der Frage nach Rückgabe, Umtausch und Rücknahme in der Handbuch-Spalte für die passende Antwort verrutscht sein. Amazon macht die Rücksendung auf seinen Hilfeseiten nämlich sogar recht einfach mit Link zum Versandlabel der Post.


Zalando liefert in 60 Minuten aus dem stationären Shop
:

Zusammen mit Tiramizoo liefert Zalando Bestellungen über die Zalando-App Zipcart in Berlin auch binnen Stundenfrist. Der Clou dabei: Kunden können dabei auch Produkte aus stationären Shops in Berlin bekommen. Wie sehr Logistik und Lieferoptionen damit zu einem Dreh und Angelpunkt im Plattform-Konzept des Integrated Commerce bei Zalando werden, beschreibt etailment heute um 13 Uhr.

Hallhuber bietet Click & Collect:

Der Modehändler Hallhuber bietet nun Click & Collect an und ergänzt so das Angebot, Waren über iPads in den Geschäften nach Hause zu bestellen. TextilWirtschaft

Spreadshirt baut CCO ein:

Spreadshirt hievt Hugo Smoter auf die neu geschaffene Position des Chief Commercial Officer (CCO). Der 37-Jährige war zuletzt Head of Global Marketing und Leiter der Business Unit Direct-to-Consumer (D2C) von Spreadshirt.

INTERNATIONAL


Kauft Wal-Mart Jet.com?:

Der US-Handelskonzern Wal-Mart könnte den Discount-Retailer Jet.com übernehmen. Die Rede ist von einem Kaufpreis von 3 Milliarden Dollar. 8 Gründer Marc Lore, einst Macher von Diapers.com, wollte mit Jet.com eigentlich Amazon das Fürchten lehren. Aus dem Höhenflug wurde aber nie so recht was. Aus dem Duell schon gar nicht. Trotz 800 Millionen Dollar von Investoren. Jet.com macht gut ein Jahr nach dem Start rund 99 Millionen Dollar Umsatz pro Monat. WSJ

Showroomprivé wächst mit Mobile:

Der französische Shopping-Club Showroomprivé steigerte den Unmsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres um 20,5 Prozent auf 240,3 Millionen Euro. Das Ebitda stieg um rund 28 Prozent auf 15,7 Millionen Euro. 57 Prozent des Umsatz wird über Smartphones erwirtschaftet. TW


Neue Nike+ App ist fit für Shopping:

Eine neue Nike+ App kommt aus dem Trainingslager. Sie macht nicht nur als Trainings-App neben der App Nike+ Running eine gute Figur, sondern ist auch als Shopping-App fit.  Fortune


Kleenex künftig bei Amazon und Co:

Der Kosmetikanbieter Kimberly-Clark verkauft seine Marke Kleenex künftig auch über die Plattformen von Amazon.com, Target.com, Walmart.com, CVS.com, Walgreens.com sowie weiteren Marktplätzen. Newswire


TRENDS & FAKTEN

Paydirekt kommt noch nicht vom Fleck:

Mit Paydirekt wollten die deutschen Banken und Sparkassen PayPal das Fürchten lehren. Doch es reicht kaum für ein müdes Gähnen. Trotz erheblicher Werbeanstrengungen haben Sparkassenkunden zuletzt pro Woche gerade mal etwa 450 Onlinekäufe per Paydirekt bezahlt, weiß das Handelsblatt. Aber: Bis Mitte Juli sollen sich immerhin rund 140.000 Sparkassenkunden bei Paydirekt angemeldet haben. Die mangelnde Aktivität liegt also auch an weiterhin fehlenden Akzeptanzstellen in Deutschland. 

Facebook macht Shopping leichter:

Facebook bietet jetzt neue Seitenfunktionen für Dienstleister und Shops. Derzeit wird eine neue Dienstleistungs-Sektion freigeschaltet. Dort können zum Beispiel Handwerker oder ein Beautysalon ihre Angebote gesammelt auf einer Seite ansprechend darstellen. Potenzielle Kunden können sich so einen Überblick über die angebotenen Dienstleistungen verschaffen und mit einem Klick direkten Kontakt zum Anbieter aufnehmen, um eine Dienstleistung zu buchen. Für Seitenbetreiber in Südostasien bietet das Netzwerk zudem die Option, Produkte in der neuen Shop-Sektion prominent darzustellen. Nutzer können dann per Messenger Kontakt aufnehmen, um etwas zu kaufen.


kkk
„1.000 Sekunden Zukunft":
Am Anfang eines Unternehmens steht die Idee. Manchmal ist es eine Nische. Zuweilen ein cleveres Modell. In jedem Fall aber haben viele junge Startups frische Ideen. 10 davon stellen sich im neuen Format „1.000 Sekunden Zukunft" auf dem  etailment Summit am 29. September in Frankfurt vor. Präsentiert werden sie von Jan Thomas, Gründer des Startup-Magazins „Berlin Valley“ (Foto). Mit dabei: thelabelfinder.de,  calumia.com,  upcycling-deluxe.com,  beach-inspector.com,  hometogo.de,  askhelmut.com,  gegessenwirdimmer.de,  kitchenstories.io,  littlelunch.de, brotliebing.de.

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+ und Xing & LinkedIn.

Oder abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter.
Schon gewusst? Spannende Grafiken aus unseren Beiträgen sammeln wir bei Pinterest.

Sie wollen mit uns werben? Unsere Mediadaten.

Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer 1 der Deutschen. Gute Sichtbarkeit im Ranking kann daher d ...
Topartikel
Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer 1 der Deutschen. Gute Sichtbarkeit im Ranking kann daher d ...
Die Top 100 der umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland
Die Dominanz der Top 3 im deutschen Onlinehandel - Amazon, Otto, Zalando - ist schier erdrückend. Zu ...
Trendreport: Wie alltaugstauglich sind die Zukunftsvisionen für den E-Commerce?
Über 12.000 Produkte im ersten richtigen Virtual-Reality-Kaufhaus; ein Vertriebs-Bot, der E-Mails an ...
Rewe Digital: Schweizer Taschenmesser im Kampf gegen Amazon
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Eine Studie der News-Organisation ProPublica zeigt gerad ...
oliver samwer
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Oliver Samwer, Gründer von Rocket Internet, bekommt für ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats