Option Wolke: Wenn der E-Commerce in die Cloud wandert

Von Gastautor | 23. November 2012 | 1 Kommentar Kommentieren

Rob Garf
Mittlerweile ist ein Großteil der digitalen Welt mit „Cloud“-Computing vertraut. Die Cloud steht für die Nutzung von Ressourcen wie Hardware, Software und Infrastruktur als Serviceleistung über ein Netzwerk. Diese Art der Bereitstellung von Ressourcen ermöglicht den Zugriff auf Daten von jedem Gerät mit Internetzugang und Web-Browser.

Die Alternative dazu – und das traditionell weit verbreitete Modell – ist der Einsatz lizenzierter, lokal installierter Software auf Hardware und Servern vor Ort, die vom Eigentümer intern gemanagt werden, schreibt Rob Garf , VP of Product and Solutions Marketing bei Demandware, ein auf E-Commerce spezialisierter Softwarehersteller, in einem Gastbeitrag.Heute ist die Cloud eine praktikable Option für die Bereitstellung von Multichannel-Diensten. Es gibt einige wichtige Gründe, warum Onlinehändler verschiedenster Größenordnungen Cloud-basierte E-Commerce-Plattformen bevorzugen:

 

  • FortlaufendeInnovation:Den Anwendern werden kontinuierlich Verbesserungen bereitgestellt, ohne dass der Tagesbetrieb gestört wird und ohne dass teure Upgrades installiert werden müssen.
  • Produktivität: Die Verwaltung von Infrastruktur und Upgrades entfallen; das entlastet sowohl die IT- als auch die Business-Anwender von unproduktiver Arbeit, die nichts zur Wertschöpfung beiträgt. So können sich beide Teams auf ihre eigentlichen Aufgaben wie Verkauf, Marketing und Kundenservice konzentrieren.
  • OffeneArchitektur: Sie öffnet die E-Commerce-Plattform für andere Kanäle und Geräte, erlaubt den Entwicklern mit den Programmiersprachen ihrer Wahl zu arbeiten und erlaubt die Integration einer Vielzahl von Drittanbieter-Technologien.
  • Weltweitverfügbar: Sie ermöglicht Unternehmen die Anbindung an eine weltweit verfügbare, sichere, skalierbare und zuverlässige Umgebung, die eigens für die Bewältigung großer Datendurchsatz-Volumina und automatischer Redundanz geschaffen wurde.
  • GeringereTotalCostofOwnership:Investitionen in lizenzierte Software entfallen und Implementierungskosten werden verringert. Im Lauf der Zeit können der Plattform zusätzliche Anwender und Sites bei minimalem Kapitalaufwand hinzugefügt werden.

 Ein weiterer Vorteil des Cloud Commerce ist die Zusammenarbeit mit dem Plattform-Anbieter. Traditionelle Software-Modelle basieren auf dem Kauf von Lizenzen, jährlichen Wartungsgebühren und vielleicht noch dem Verkauf zusätzlich benötigter Module. Dieses Modell fördert keine enge Zusammenarbeit zwischen Anbieter und Nutzer. Auf der anderen Seite sind Anbieter von Cloud-Services üblicherweise an einer engen, fortlaufenden Kundenbeziehung interessiert, die zum beiderseitigen Erfolg ab dem ersten Tag führt. Diese Ausrichtung am Kunden und seinen Zielen führt dazu, dass Cloud-Anbieter viel fokussierter auf den Erfolg der Kunden sind und sich dem Kundenerfolg verpflichtet fühlen.

ColumbiaSportswear:ErfolgundWachstummitderCloud

Columbia Sportswear, ein führender Anbieter von Outdoor-Bekleidung und Zubehör, stellte im Jahr 2008 seine E-Commerce-Strategie auf. Ziel dieser Strategie war es, Kunden und Geschäftspartner aller Columbia-Marken über alle Regionen und Kanäle zu bedienen.

Die dynamische Branche und das weltweite Geschäftsmodell Columbias verlangten nach einer skalierbaren, flexiblen und kosteneffektiven Lösung. Das Unternehmen musste die adäquate Präsentation seiner vier Marken sichern und gleichzeitig Transaktionen in verschiedenen Sprachen und Währungen managen. Columbia entschied sich für Demandwares Cloud-basierte E-Commerce-Plattform. Ihre Flexibilität und Skalierbarkeit sollten dabei helfen, weltweit zu wachsen. Die Entscheidung erwies sich als richtig.

Columbia begann im Februar 2009 mit der Implementierung. Die erste Website – Columbia.com – ging im August des gleichen Jahres live. Dank der Cloud-Technologie konnte die weltweite Markenpräsenz schnell und effizient geschaffen werden, ohne die üblichen Kosten und den nötigen Overhead für die Verwaltung einer lokal installierten Plattform. So konnte Columbia in kurzer Zeit weitere zusätzliche Websites erstellen, darunter:

  • über 26 Sites für vier Marken inklusive lokalisiertem Produktangebot, Sprache, Preismodell, Währung, Fulfillment und Zahlungsarten
  • Columbia- und Sorel-Sites in den USA, Kanada und zehn europäischen Ländern
  • für Mobilgeräte optimierte Sites in den USA für alle vier Marken
  • weitere 13 nicht E-Commerce-fähige Sites zur Markenpräsentation in Europa und Asien

 Multichannel-Händler brauchen die Flexibilität, um schnell und kosteneffizient auf neue Herausforderungen im Markt reagieren zu können. Columbia nutzte die Effizienz und die Skaleneffekte einer einheitlichen, gemeinsam genutzten Cloud-basierten Plattform, um Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Anbietern ausspielen zu können, die einen teureren, weniger flexiblen Multiplattform-E-Commerce-Ansatz gewählt hatten.

 Ist die Cloud auch für Ihr Geschäft das Richtige?

Händler müssen sich zuerst im Klaren sein, was sie erreichen wollen. Nur dann können sie das für ihr Geschäft geeignetste Model auswählen. Wichtige Faktoren bei dieser Überlegung sind zukünftige Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit, Markensteuerung, Innovationskraft, Wachstumsziele.

 Das Cloud-Modell ist zu einer praktikablen Option für E-Commerce geworden – sowohl für große als auch für im Wachstum begriffene Multichannel-Onlinehändler. Die wachsende Verbreitung von Cloud-Modellen – z.B. in den Bereichen Musik, E-Mail, Dokumentenablage und sogar Banking – hat vielen Verantwortlichen die Augen geöffnet. Sie erkennen die Vorteile einer Cloud-Infrastruktur für Business-Technologien. Vielen stellt sich die Frage: Wenn wir bereits wie selbstverständlich Cloud-Angebote im Alltag für uns nutzen, warum nicht auch für unser Geschäft?

ÜberdenAutor

Rob Garf
Als VP of Product and Solutions Marketing bei Demandware ist Rob Garf mit der Branche und ihren Herausforderungen für Onlinehändler vertraut. Dank seinen früheren Tätigkeiten als Retail Strategy Leader bei IBM Global Business Services und Vice President of Retail Strategies Service bei AMR Research kennt Rob Garf alle Facetten des Geschäfts.

Aktuell ist Rob Garf verantwortlich für Demandwares Markteinführungs-Strategie und für die E-Commerce-Vision des Unternehmens.


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 24. November 2012 23:19 | Permanent-Link

    Leider wurde nicht erwähnt, dass spziell gewünschte Anforderungen bei Demandware sehr lange dauern und für die Demandware Lizenz-Kosten auch eigene IT-Leute fürstlich bezahlt werden könnten. E-Commerce ist heute davon geprägt, dass man schnell auf Veränderungen reagieren kann und sich damit vom Wettbewerb absetzt. Ob Demandware hier immer optimal war, können am besten bisherige Kunden beantworten.

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