Curated Shopping: Style-Beratung von Zalando macht Vorbilder zappelig

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 11. Dezember 2014 | 2 Kommentare Kommentieren

 Outfittery
Shop-Konzept von Outfittery am Hamburger Flughafen. Wachsen die Vorbilder schnell genug, um Zalando Paroli bieten zu können?
Zalando steigt ins Curated Shopping ein, will eine eigene Style-Beratung aufbieten. Das macht die Vorbilder nervös.

Woran man merkt, dass sie zappelig werden?  An der prompten Reaktion mit der Anbieter in Sachen betreutes Shoppen auf der Matte stehen.

"Alt. Repost. Erster" heißt es beispielsweise sinngemäß bei Modomoto. Dort verweist man sofortigst - und auch zu Recht - darauf, dass man 2011 als erster Anbieter in diesem Segment gestartet sei.
Allerdings sei man nicht überrascht, dass sich langsam auch Generalisten des Themas "Curated Shopping" annehmen.

corinna powalla
Modomoto-Gründerin Corinna Powalla
Vor allem aber hofft man darauf, dass alle Marktteilnehmer von der dadurch steigenden Aufmerksamkeit profitieren werden. Was Unternehmen eben immer so sagen, wenn man mal erst einmal tief durchatmen muss und dann optimistisch nach vorne schaut.

Bei Modomoto, zweistelliger Millionenumsatz, glaubt man deshalb erst einmal nicht, Federn lassen zu müssen: "Der Verdrängungswettbewerb wird nicht zwischen den wenigen Anbietern ausgetragen, sondern vielmehr zulasten des Einzelhandels gehen."
Das bringt "Dynamik in den Markt" äußert sich ähnlich diplomatisch Kisura und sieht sich vom Trend bestätigt. Der führe zu mehr "personalisierten Kaufangeboten und Service statt Anonymität.“
kisura
Kisura-Gründerinnen Tanja Bogumil und Linh Nguyen (Foto: Kisura)

Doch ob so viel Opimismus weiterhilft? In der Tat werden vom betreuten Service auf Dauer eher reichweitenstarke Generalisten profitieren, die auch Probleme der Skalierung leichter wegstecken können.

Einer hat sich indes bislang nicht geäußert: Outfittery. Kein Wunder: Immerhin kommen die Gründerinnen Anna Alex und Julia Bösch aus dem Rocket-Universum. gehört man zum Rocket-Universum. Außerdem hat Outfittery auf der Habenseite ein kleines Überlebenselexier. Ein Finanzpolster. Allein im Frühjahr sammelte die Plattform 13 Millionen Euro ein. Der Mode-Betreuer expandiert mit dem Geld in weitere europäische Länder.

Die künftigen Wachstumsversprechen aber könnten entscheidend werden, wenn Investoren sich fragen, ob eine weitere Wette auf die Vorbilder lohnt. Umso wichtiger, dass sie sich jetzt in Position bringen - und zu Wort melden.

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Marcel
    Erstellt 12. Dezember 2014 06:52 | Permanent-Link

    Seit wann gehört Outfittery bitte zu Rocket Internet?

  2. Erstellt 12. Dezember 2014 10:08 | Permanent-Link

    gebe zu, es ist missverständlich formuliert. Die Formulierung zielt darauf ab, dass Anna Alex und Julia Bösch vor dem Sprung ins eigene Start-up bei beim Rocket Internet bzw Zalando zuhause waren. Stallgeruch, man kennt sich, etc.

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