E-Commerce nur mit Links und ohne Shop: Gumroad

Von Markus Caspari | 2. Mai 2012 |

2012_05_01_Gumroad_Screenshot
Durch Gumroad können digitale Inhalte wie z.B. Musik, Videos, Texte und Bilder denkbar einfach verkauft werden: durch die Verbreitung eines Links, man benötigt keinen Online-Shop oder Marktplatz. Dadurch sollen Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter selbst zum Marktplatz werden. Personen oder Unternehmen können ihren Fans bzw. Followern sehr simpel und ohne eigene Website Inhalte verkaufen.

Gründer Sahil Lavingia hat für sein Start-Up Gumroad im Februar 2012 bereits insgesamt 1,1 Millionen US$ Venture Capital von verschiedenen Investoren erhalten, u.a. auch Accel Partners. Der erst 19-Jährige hatte sein Informatik-Studium abgebrochen, um als Designer bei Pinterest zu arbeiten und hat die virtuelle Pinwand entworfen. Im August 2011 hat er dann Gumroad gegründet.

Im Prinzip ähnelt Gumroad dem URL-Verkürzer Bit.ly mit eingebauter Bezahlfunktion, so dass es äußerst einfach ist, den Link über Soziale Netzwerke zu verbreiten. Eine Analyse-Funktion zeigt die Anzahl der Views und Verkäufe. Die Anmeldung erfolgt durch Registrierung oder über einen bestehenden Facebook- bzw. Twitter- Account. Dieses Video erklärt das Prinzip:

An introduction to Gumroad. from Gumroad on Vimeo.

Hier ist ein Beispiel-Link für ein Test-PDF, das über einen Gumroad-Link verkauft wird: https://gumroad.com/l/CMXM. (Achtung: Das dient nur als Beispiel, wie leicht sich ein Artikel hinterlegen und anbieten lässt.  Es ist keine Kaufaufforderung für das pdf. Hier gibt es als Demo-Version kostenlos "Alice im Wunderland) 

Auch das Gumroad-Geschäftsmodell selbst ist simpel: Für jede Transaktion werden 0,30 US$ zzgl. 5% Gebühr fällig. Der Käufer zahlt per Kreditkarte, der Verkäufer erhält das Geld auf sein PayPal Konto. Der Käufer erhält eine E-Mail mit einem personalisierten Link zur Datei.

Weitere Details zu Gumroad liefert dieses Interview-Video mit Sahil Lavingia von Robert Scoble.

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