Bastian Scherbeck: "Facebook Offers könnte ein Renner werden"

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 20. April 2012 |

HelloFresh Facebook
Im Deal-Markt herrscht Hyper-Nervosität. Ein Zeichen dafür: Nachdem das Blog Gründerszene kritisch über die Arbeitsbedingungen bei Groupon berichtet hatte, suchte man  beim Couponing-Dienst mit allen Mitteln nach dem Leck. Eine Folge: Die Polizei klopfte bei Gründerszene  an, weil Groupon einen der anonymen Tippgeber wegen Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses angezeigt hatte.

Dabei hat das Schnäppchenportal genug andere Sorgen. Denn mit Facebook Offers kommt eine Angebotsform auf den Markt, die Anbieter wie Groupon oder Daily Deal schnell an den Rand des Marktes schubsen könnte. Die "Facebook Offers“ eröffnen deutschen Unternehmen nach Ansicht von Bastian Scherbeck, Geschäftsführer von We Are Social Deutschland, gute Chancen auf die Ausdehnung der Reichweite in den sozialen Medien. Und das mit dem Imagevorteil von Facebook bei den Nutzern, aber auch bei den Unternehmen, wenn es um die  Akquise geht.

Mit den neuen Angeboten können Unternehmen ihren Fans spezielle Angebote unterbreiten, die diese an ihre Emailadresse gesendet bekommen. Den Gutschein zeigen die Fans dann im Geschäft vor und bekommen je nach Angebot einen Nachlass, ein Geschenk oder ähnliches. Die Facebook-Angebote haben ein spezielles Layout und lassen sich wie jeder andere Post liken, kommentieren und teilen.

bastian scherbeck
Seit dieser Woche werden erste Tests mit ausgewählten Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Zu den ersten Nutzern gehört "HelloFresh"

Für Facebook ist das bereits der zweite Anlauf: Vor rund einem halben Jahr wurden die ersten Versuche mit "Facebook Deals“ eingestellt – einem ähnlichen Coupon-Verfahren, das an die Facebook Places gekoppelt war.

"Damals war der Mechanismus wohl für Facebook selbst zu kompliziert abzuwickeln“, erläutert Bastian Scherbeck.  "Die neuen Angebote könnten sich dagegen zu einem Renner für Onlinehändler und Filialunternehmen entwickeln. Sie bieten neue Chancen der Kundenaktivierung“, so Scherbeck. Ein großes Potenzial liege dabei in der viralen Verbreitung der Angebote über die Facebook-Pinnwand der Nutzer. 

Wichtig sei , so Scherbeck, vor allem die Einbindung aller Mitarbeiter in den Filialen, damit die wüssten, wie sie vorzugehen haben, wenn plötzlich ein Kunde ein Facebook-Angebot vorweise. 

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den Newsletter


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Retouren im Online-Weihnachtsgeschäft: Nur jede dritte Modebestellung ging zurück
Die deutschen Verbraucher haben ihre Mode-Weihnachtsgeschenke 2014 treffsicher ausgesucht und wenige ...
Topartikel
Kundenzufriedenheit: Amazon stürzt mit Karacho aus den Top Ten der Onlineshops
Anfang 2013, da war für Amazon noch die Welt in Ordnung. Da war Amazon der Liebling der Deutschen in ...
dm Drogeriemarkt startet deutschen Online-Shop
Sie hat sich verweigert, sie hat sich geziert, sie hat sich bei Amazon verabschiedet - Dann startete ...
Customer-Journey-Analyse: Wann Mode-Kunden im Web zögern und wann sie shoppen
Modehändler im Web brauchen Geduld, denn der Kunde prüft, überlegt, denkt, zögert, wählt, schaut sic ...
Wie die Preise im Onlinehandel Achterbahn fahren
Mal rauf, mal runter. Preise in Onlinehandel bewegen sich zuweilen wie AktienkurseGelegentlich wechs ...
channel
Die Marktplätze von Amazon und eBay - sie sind Magneten. Doch auch lokale Anbieter und produktspezif ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats