Mode: Wie Lyst hilft, den Lieblingsmarken zu folgen

Von Markus Caspari | 19. Juli 2012 |

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Lyst, ein Startup aus London und New York, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 5 Millionen US-Dollar Venture Capital eingesammelt. Lead Investor ist DFJ Esprit, das bereits zahlreiche Erfahrungen im E-Commerce sammeln konnte. Weitere Investoren sind Accel Partners, Alex Zubillaga und Venrex.

Das Unternehmen aggregiert das Inventar Tausender Brands und Stores und kombiniert es mit Inhalten von Fashion-Bloggern und Online-Fachmagazinen. Content & Commerce werden also automatisch aggregiert. Das ist das interessante Unterscheidungsmerkmal bei diesem neuen Social-Commerce-Anbieter.

In den letzten drei Monaten hat Lyst seine Sales jeden Monat verdoppelt, wobei von den VCs keine Angaben zu den absoluten Zahlen veröffentlicht wurden. Techcrunch bezeichnete Lyst bereits als „eine Art Google für Fashion”. Dagegen erinnert das Prinzip nicht nur mich, sondern auch Paul Marsden, irgendwie an Flipboard und Google Current, nur eben speziell für den Fashion-Commerce.

Lyst-User können personalisierte Echtzeit-Streams von Produkten abonnieren und/oder ihren Marken, Bloggern, Zeitschriften und Freunden folgen. Man kann Produkte zu seiner eigenen „Lyst“ hinzufügen und selbstverständlich mit seinen Followern teilen. Durch den Echtzeit-Charakter erfährt man daher sofort, ob ein Produkt zum Beispiel nicht mehr verfügbar ist oder sich andere Parameter ändern – auf zwar auf einer einzigen Website: Lyst.

Bei der Registrierung wählt man zunächst bis zu fünf Marken, denen man folgen möchte. Danach kann man seine eigene Blog-URL und einen „About me“-Text eingeben und sein Facebook- und/oder Twitter-Profil mit Lyst verbinden - damit ist der eigene Account eingerichtet. Sofort erhält man einen individualisierten Produkte-Newsfeed, den man noch einfach über verschiedene Filter (Preis, Höhe des Sales-Rabatt etc.) konfigurieren kann.

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Die Website finanziert sich durch Affiliate Marketing. Laut CEO und Co-Founder Chris Morton beträgt der durchschnittliche Warenkorb derzeit 300 US-Dollar.

Bei allen Social Commerce Ansätzen - egal wie vielversprechend - muss man dennoch immer berücksichtigen, dass das Zeitbudget der Nutzer begrenzt und der Wettbewerb auch in diesem neuen Bereich bereits sehr intensiv ist, weshalb man mit Vorschusslorbeeren bei diesem Startup noch vorsichtig sein sollte.

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