15 Bücher, die Digital-Manager 2015 lesen sollten

Von Julian Heck Julian Heck | 2. Januar 2015 | 1 Kommentar Kommentieren

Das neue Jahr beginnt mit neuen Vorsätzen. Wie wäre es damit, etwas mehr zu lesen? Wir hätten hier 15 Vorschläge für Digital-Manager und solche, die es gerne werden möchten. Sie tun dabei sich und dem Unternehmen etwas Gutes. 15 Bücher über Startups und Digital Natives, Innovationen und Denkfehler, Kreativität und Daten. Und über den Darm.
15 Bücher, die Digital-Manager 2015 lesen sollten

Kopf schlägt Kapital (Günter Faltin)
Es gibt kaum ein besseres Buch, um sich für das Thema Entrepreneurship begeistern zu lassen. Doch nicht nur Gründer oder solche, die Gründer werden wollen, sollten zu diesem Buch greifen. Auch Chefs, die das eigene Unternehmenskonzept überdenken möchten, finden in dem Komponentenmodell von Günter Faltin eine herausragende Inspirationsquelle.

New Business Order (Christoph Giesa, Lena Schiller Clausen)
Startups verändern die Wirtschaft und Gesellschaft auf ihre ganz eigene Art. Wer verstehen will, warum diese neuen, aufstrebenden Internet-Unternehmen so erfolgreich sind und welchen Einfluss sie auf traditionelle Strukturen haben, der hat mit New Business Order das passende Werk an seiner Seite.

Wer wir sind, und was wir wollen (Philipp Riederle)
An den Digital Natives kommt niemand mehr vorbei. Wenn sie nicht gleich ein eigenes Startup gründen, dann fordern sie zumindest ähnliche Bedingungen in Unternehmen, in denen sie arbeiten (wollen). Wie die Generation Y tickt, das weiß keiner besser als jemand von ihnen selbst. Philipp Riederle ist junger Unternehmer und berät inzwischen große Konzerne. Mit diesem Versuch gibt er den älteren Generationen ein Erklärwerk in die Hand.

Dachdecker wollte ich eh nicht werden (Raul Krauthausen)
Es ist kein typisches Manager-Buch, das stimmt. Es ist allerdings ein Buch, das zum Nachdenken anregt und den eigenen Lebensstil, die eigenen Bedürfnisse und vielleicht auch die Bedürfnisse des Unternehmens reflektieren lässt. Raul Krauthausen, Gründer der Sozialhelden, setzt nicht auf Mitleid und hebt auch nicht den Zeigefinger. Er plädiert anhand seiner eigenen Biografie mit viel Humor für mehr Toleranz und Freude im Leben.

Erfolg hat, wer Regeln bricht (Mike Fischer)
Nein, es sind keine coolen Internet-Firmen, die Mike Fischer erfolgreich führt, sondern es ist ein Pizza-Lieferdienst, ein Bauunternehmen und eine Fahrschule. Trotzdem können auch Digital-Manager etwas von ihm lernen: nämlich wie man mit Leidenschaft zum Erfolg kommt. Eine von Fischers spannenden Erkenntnissen verrät er gleich im ersten Kapitel: "Der Chef ist die überflüssigste Person im Unternehmen".

In eigener Sache:

Mit Julian Heck bekommt etailment ab heute täglich Verstärkung. Julian ist ein digitaler Auskenner, Medien-Tausendsassa im besten Sinne des Wortes und 2013 vom Medium Magazin in die “Top 30 bis 30″ Liste der besten Nachwuchsjournalisten gewählt worden. Der 1990 in Darmstadt geborene Weiterstädter ist spezialisiert auf medienjournalistische, technische und digitale Themen. Zu seinen Auftraggebern als freier Journalist und Dozent gehören neben etailment unter anderem LEAD digital, das Medium Magazin, Mobile Geeks, stern.de und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Er twittert unter @julianheck und bloggt zudem unter "Ausgeheckt". Dort finden Sie auch diese und weitere Büchertipps.


Wunder muss man selber machen (Sina Trinkwalder)
Trinkwalders Buch ist ein Mutmacher-Buch. Die ehemalige Inhaberin einer Werbeagentur ist jetzt Chefin eines Textil-Unternehmens. Es ist allerdings ein außergewöhnlich soziales, geradezu idealistisches Unternehmen mit einem ungewöhnlichen Weg, wie es entstanden ist. Ja, Sina Trinkwalder zeigt: Wunder muss man selber machen.

Drohnenland (Tom Hillenbrand)
Ein Europa-Parlamentarier wird in Brüssel ermordet. Die Ermittlungen werden mithilfe modernster Technologien unterstützt. Ein hoch interessanter Roman - und zwar gleich doppelt. Erstens traut sich endlich mal jemand an die Europapolitik und zweitens scheint die fiktionale Story so realitätsnah. "Drohnenland" ist das bessere "Circle" und wird auch Digital-Manager begeistern.

Silicon Valley (Christoph Keese)
Schon wieder ein deutscher Verlagsmensch, der sich das Silicon Valley anschaut und öffentlichkeitswirksam darüber berichtet. Ja, aber dieses Buch steckt in der Tat voller interessanter Aspekte - durchaus mit einem kritischen Blick statt lauter Begeisterungswellen. Was Axel-Springer-Mann Keese aus dem Valley mitgebracht hat, sollte man sich hierzulande dringend zu Gemüte führen.

Musenküsse. »Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche.« (Mason Currey, Anna-Christin Kramer)
Dieses Werk ist der absolute Geheimtipp unter den vorgestellten 15 Büchern. In "Musenküsse" erfährt der Leser, wie bekannte Schriftsteller, Maler und andere Kreative im Alltag zu kreativen Ergüssen kommen. Die Einblicke inspirieren nicht nur sehr, sondern sie liefern auch einige brauchbare Zitate für den nächsten Smalltalk oder Vortrag.

Zero to One (Peter Thiel)
Er ist der Deutsche im Silicon Valley und muss schließlich wissen, wie das Business dort funktioniert. Peter Thiel hat sein Vermögen unter anderem seinen frühen Investitionen in PayPal und Facebook zu verdanken. In seinem Buch erklärt er nun, wie Innovationen in Kalifornien entstehen (nämlich sprunghaft) und warum Monopole dort von so hoher Bedeutung sind.

Big Data: Das neue Versprechen der Allwissenheit. (Heinrich Geiselberger, Tobias Moorstedt)
Es gibt wirklich genügend Literatur über Big Data. Zurecht. Denn es ist ein wichtiger, aber komplizierter Themenkomplex, mit dem man sich gerne mehrmals beschäftigen darf. Diese Textsammlung ist besonders wertvoll, weil die vielen unterschiedlichen Perspektiven und praktischen Beispiele zum Thema umfassend aufklären - und bestenfalls Lust machen auf mehr.

Die Paten des Internets (Joel Kaczmarek)
Niemand steht hierzulande derart für den Startup-Erfolg wie Rocket Internet. Wer verstehen möchte, wie die Samwer-Brüder Jamba, eBay, Zalando und Co. aufgebaut haben und mit ihrer Startup-Fabrik reicher und reicher wurden, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Interne Einblicke in das Samwer-Imperium machen es nicht weniger spannend.

Die Kunst des klaren Denkens (Rolf Dobelli)

"52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen" - eine Buchbeschreibung, die geradezu zum Lesen zwingt. Und tatsächlich ist der Klassiker sehr bereichernd, obwohl sicherlich nicht alle beschriebenen Denkfehler neue Erkenntnisse für den Leser bringen. Aber auch eine Wiedervorlage kann ja nicht schaden.

Das Neue und seine Feinde (Gunter Dueck)
Wenn der ehemalige IBM-Manager etwas zu sagen hat, dann ist es nie verkehrt, ihm die Aufmerksamkeit zu schenken. In seinem Buch beschreibt Dueck auf unterhaltsame Weise die Wirtschaft in digitalen Zeiten und erklärt, "wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen". Schon zwei Jahre alt, aber deshalb nicht weniger aktuell und lesenswert.

Darm mit Charme (Giulia Enders)
Okay, dieses Buch passt nicht wirklich zu den 14 anderen Werken. Aber auch Digital-Manager sollten sich Zeit für ihre Gesundheit nehmen. Welches Stück Literatur passt also besser als dieser Bestseller des letzten Jahres, in dem Sie nett erklärt "alles über ein unterschätztes Organ" erfahren?


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  1. Erstellt 2. Januar 2015 13:13 | Permanent-Link
    Kritischer Diskurs über Big Data

    Das Big Data-Opus (erschienen in der edition unseld) ist sehr empfehlenswert. Es hebt sich ab von der Schwafelei der Big Data-Heizdecken-Verkäufer, die viel erzählen aber keinen Blick unter die Motorhaube ihrer Systeme gewähren.

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