Desktop oder Mobile: Wohin mit dem Budget?

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 8. Februar 2016 |

Desktop oder Mobile: Wohin mit dem Budget?
Mobile Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung für den Abverkauf. Für Händler mit beschränktem Budget stellt sich da zunehmend die Frage, ob sie dem Schlachtruf “Mobile first“ folgen, ob sie dringend nötige Optimierungen für den Desktop-Auftritt zuvorderst in Angriff nehmen und ob sie ihre knappen Werbegelder eher in Mobile Marketing stecken. Eine Customer Journey Analyse des Münchner Technologieunternehmen intelliAd Media könnte da Entscheidungshilfe leisten.

Fest steht: Trotz des mobilen Boom läuft der PC beim Shopping dem Smartphone noch bei etlichen Kennziffern den Rang ab. Zwar laufen inzwischen laut Studie rund ein Drittel des Shopping-Traffics über mobile Geräte (32 Prozent), doch mehr als vier von fünf Online-Einkäufen (82 Prozent) erledigen die Deutschen immer noch über den PC oder den Laptop.

Auch bei der Conversion Rate ist der stationäre Rechner mit 2,8 Prozent im Schnitt absolute Spitze – geräteübergreifend liegt der Wert gerade mal bei 2,2 Prozent.

Allen Powerpoint-Folien vom „Second Screen“ zum Trotz, ist die TV-Primetime auch am PC Online-Shopping-Primetime: Zwischen 20 und 23 Uhr wird am meisten online gekauft. Dabei erreicht nicht nur der Traffic, sondern auch die Conversion Rate Spitzenwerte.

Gut zu wissen: Beim Online-Shoppen via Tablet lassen sich die Deutschen mehr Zeit. Es dauert im Schnitt rund 140 Stunden und 3,8 Visits bis ein Onlinekauf auf iPad & Co. abgeschlossen ist. Das sind 15 Stunden mehr als am PC.

Die Zahlen der Customer Journey Analyse können aber nur ein erster Fingerzeig sein. Zwischen einzelnen Branchen klaffen gewaltige Unterschiede: So finden beispielweise laut einer Studie von 2015 bei Luxusmode und im Segment Inneneinrichtungen 17 bzw. 14 Prozent der Verkäufe auf Tablets statt, während bei Elektronik- und Fotoartikeln nur 4 Prozent der Conversions via Tablet erzielt werden.

Entscheidend ist also, durch umfassendes Tracking Shoppingvolumen, Conversion Rate und die Conversion-Verteilung der einzelnen Gerät-Typen zu ermitteln, um dann den Budget-Kuchen zu verteilen. So könnte es je nach Warenkorbgröße und Retourenverhalten sinnvoll sein, SEA- und Display-Kampagnen speziell auszusteuern. Für die Customer Journey Analyse hat das Münchner Technologieunternehmen intelliAd Media im Februar 2016 über eine Million Onlinekäufe aus verschiedenen Branchen analysiert.

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Thema: Studien

Schlagworte: Customer Journey

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