Digitale Zusatzdienste steigern die Kaufbereitschaft, oder?

Von Stephan Lamprecht | 15. Dezember 2015 |

Führen digitale Erlebniswelten und besondere Zusatzdienste die Kunden wieder in die Geschäfte in den Innenstädten? Eine Studie unter 1.000 Verbrauchern, die zu ihrem Kaufverhalten befragt wurden, erlaubt nun Rückschlüsse.

Die Studie "Connected Commerce 2015" hat das Institut IFOP durchgeführt, die Ergebnisse werden von DigitasLBI vorgestellt.

 

Digitale Zusatzdienste steigern die Kaufbereitschaft, oder?
Was zieht die Kunden in die Geschäfte?

Preisvorteile ziehen am stärksten

Am stärksten ziehen finanzielle Vorteile die Kunden in die Läden. Cashbacks oder Discounts sind für 85 Prozent der Befragten "Sehr" und "eher" relevant, wenn es darum geht, den stationären Handel aufzusuchen. Für 69 Prozent geben Bonusprogramme durchaus den Ausschlag. Darauf sollte sich der Handel indes nicht ausruhen, denn lang ist die Liste der Angebote, die die Kunden häufiger in das Geschäft vor Ort führen würden.

Zusatzleistungen kurbeln Umsätze an

Möchte der Händler die Kunden häufiger im Geschäft begrüßen, dann muss er schon ordentlich etwas bieten und tief in die technische Trickkiste greifen. Mehr als die Hälfte der Befragten käme gern häufiger, wenn es denn personalisierte Angebote und Preisnachlässe direkt auf das Smartphone gäbe. Ähnlich stark wird ein Treueprogramm gewichtet, das ebenfalls auf dem mobilen Device verfügbar sein sollte.

Digitale Zusatzdienste steigern die Kaufbereitschaft, oder?
Lang ist die Liste der gewünschten Zusatzleistungen, die die Kunden im Store nutzen wollen

Umfangreich ist die Liste der gewünschten Zusatzdienste, die jeweils mit Werten um die 40 Prozent genannt wurden. Händler, die eine Kombination daraus anbieten, dürften die größten Chancen haben, die Kunden wieder in den Store zu ziehen. Zu den Angeboten gehören u.a.:

  • Verfügbarkeit eines Artikels vor Ort mit Smartphone überprüfen
  • Interaktive Shopping- und Infoterminals
  • Anmeldung am POS für personalisierte Angebote
  • Virtuelle / Digitale Anprobe
  • Bezahlung per Smartphone
  • Kundenempfehlungen abrufen

Schlechte Aussichten also für die klassische Boutique ohne weitere Zusatzangebote. Die vom Fachhandel immer wieder als Mantra genannte Fachberatung nennen übrigens nur 37 Prozent der Kunden als Grund, warum sie eher ein Geschäft aufsuchen würden, statt online anzukaufen. Viel wichtiger wäre die Möglichkeit, einen Artikel ausprobieren zu können. Das ist 65 Prozent ein ausschlaggebendes Argument gegen den reinen Onlinekauf.

Der Preis, der Preis!

Bei aller Begeisterung für neue Technologien: Beim Preis verstehen die Kunden keinen Spaß. Bereits eine Abweichung von 5 Prozent zwischen Onlineshop und Store führt bereits bei knapp der Hälfte der Kunden dazu, den Laden wieder zu verlassen. Acht von 10 Kunden kehren dem Händler den Rücken zu, wenn die Ware 10 Prozent teurer als im Shop ist.

Digitale Zusatzdienste steigern die Kaufbereitschaft, oder?
Zu große Preisunterschiede zwischen Onlineshop und Store werden gnadenlos abgestraft

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter www.digitaslbi.com/connectedcommerce2015


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Thema: Studien

Schlagworte: Instore-Digitalisierung

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