Marktplätze: So abgeschlagen sind Rakuten und Co wirklich (Studie)

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 21. Oktober 2014 | 9 Kommentare Kommentieren

Märktplätze: So abgeschlagen sind Rakuten und Co (Studie)
ebay: Nummer 1 in Deutschland. Noch mehr Lust auf den Marktplatz soll die Kampagne "Shop the world" (Foto: Werbevideo) machen
Wenn Händler sich über die Marktmacht von eBay und Amazon beklagen, dann sollten sie sich auch an die eigene Nase fassen. Sie füttern die Global Player derart, dass andere Anbieter nur eine Nebenrolle spielen. Schon der Blick auf die fünf umsatzstärksten Online-Marktplätze in Deutschland 2013  lässt ein krasses Missverhältnis erkennen.


Die Studie "E-Commerce-Markt Deutschland" von Statista und EHI zeigt eine detaillierte Analyse der 1.000 größten Online-Shops. Zusätzlich betrachtet die Studie in diesem Jahr erstmals die größten Online-Marktplätze in Deutschland. Nummer eins ist hier mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro in 2013 mit großem Abstand eBay.de. Auf Platz zwei folgt mit rund einer Milliarde amazon.de vor vor hood.de mit 41 Millionen Euro.

Betrachtet wurde hier der Umsatz, der für die Marktplätze aus Provisionsumsätzen generiert wird, und nicht der Umsatz der verkauften Produkte. 



Infografik: eBay ist stärkster Marktplatz in Deutschland | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Auch das Ranking der Top-Shops wird von Amazon angeführt.

Den Gesamtumsatz der Top-1.000-Onlineshops beziffert das EHI für 2013 mit 30 Mrd. Euro, woraus sich eine Umsatzsteigerung von 4,1 Prozent ergibt.

Über ein Drittel (37,1 im Vergleich zu 32,3 Prozent im Vorjahr) des Umsatzes des Marktes wird von nur 10 Unternehmen erwirtschaftet. Die Top-100-Shops machen knapp zwei Drittel und die Top 500 bereits 86 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Generalisten stellen mit fast 40 Prozent den größten Anteil am Gesamtmarkt dar.

Die Zahlen beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben. Berücksichtigt wurde der Nettoumsatz mit physischen Gütern. Auf Grund einer neuen Methodik ist ein Vergleich mit dem Vorjahr aber nur bedingt möglich.

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Thema: Studien

Schlagworte: Ebay, Marktplätze

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Frank
    Erstellt 21. Oktober 2014 12:18 | Permanent-Link

    Und wo ist der eBay und Amazon Killer Alibaba...

    Wie bereits geschrieben ist selbst Rakuten nicht der Rede wert... Alibaba ist weder in Deutschland eine Plattform die man beachten müsste.

  2. Bayer
    Erstellt 21. Oktober 2014 12:30 | Permanent-Link

    Sorry Freunde, aber diese Studie ist für mich völlig falsch und nichtssagend. Der Amazon Marketplace ist (sicher nicht nur in meinen Augen) deutlich stärker als Ebay und bei Ebay stammt immer noch ein nicht unerheblicher Teil des Umsatzes aus dem C2C. Gleichzeitig fehlen Marktplätze wie Mein Paket, Hitmeister und Yatego... Ersterer ist vom Umsatz sicherlich auch deutlich stärker als Hood, ebenso Rakuten. Laut Axel Gronen hatte selbst Tradoria schon 2010, also noch vor der Übernahme durch Rakuten, bereits 28 Mio. € Jahresumsatz... Diese Studie ist für mich soweit entfernt wie der HSV von den CL-Plätzen... Das einzig Richtige, was diese Studie zeigt, ist, dass wir deutlich mehr Alternativen zu den beiden Großen brauchen. Der Rest ist Quark...

  3. Erstellt 21. Oktober 2014 12:38 | Permanent-Link
    Blödsinn!

    Ich schliesse mich @Bayer an. Das Dingen ist Murks.

    Auch den Marktplatz von eBay und Amazon zu vergleich ist schwierig. Immerhin verkaufen die Nutzer auf eBay noch ihr alten Jeans. Da müsste man schon zwischen C2C und B2C unterschieden.

    - Björn Dorra, Founder http://versacommerce.de

  4. Erstellt 21. Oktober 2014 18:18 | Permanent-Link

    Hinweis: Bei den Marktplätzen wurde der Umsatz, der für die Marktplätze aus Provisionsumsätzen generiert wird, und nicht der Umsatz der verkauften Produkte betrachtet.

  5. StartUpBörse
    Erstellt 22. Oktober 2014 02:21 | Permanent-Link

    Das EHI bietet mal wieder Zahlen, die bald vom IFH und HDE widerlegt werden. Traue keiner E-Commerce Statistik, die dein Investor nicht gefälscht hat.

  6. Bayer
    Erstellt 22. Oktober 2014 08:46 | Permanent-Link

    Ist Hood dann einfach sündhaft teuer? Ich habe mich noch nie ernsthaft mit Hood und deren Gebühren befasst. Aber bei 41 Mio. € Provisionsumsatz, welcher im Durchschnitt vielleicht 7-8% des kompletten Warenumsatzes beträgt, reden wir dann über einen Warenumsatz in Höhe von 550-600 Mio. €, der über Hood umgesetzt werden soll...!?! Kann nicht sein...

  7. oksah L
    Erstellt 23. Oktober 2014 11:01 | Permanent-Link

    Und da hinkts auch
    - der "Marktführer" verdient an fast allen anderen noch kräftig
    mit:......Wer paypal -ebays Töchterlein- als Händler nutzt,
    zahlt auch Gebühren/Provision (in)direkt an ebay, obwohl er zB zu
    Hood abgewandert wurde......

  8. Maxe
    Erstellt 24. Oktober 2014 18:29 | Permanent-Link
    Alternativen zu den Großen Zwei

    ich für meinen Teil bin auf jeweils Amazon.de und eBay.de vertreten, liste jedoch auch auf smartvie.de, welche hier gar nicht vorkommen.

    smartvie geht auch was, wenn natürlich nicht so viel verglichen mit eBay und Amazon

    Würde mir wünschen wenn mehr Händler auf alternativen Plattformen aktiv wären.

  9. specialcontainer
    Erstellt 25. Oktober 2014 14:20 | Permanent-Link

    Smartvie kannte ich noch gar nicht und die Gebühren sind sehr interessant mit nur 4% Provision?! Ich melde mich dort an. Finde ich Klasse! Danke für den Tipp.

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