Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 19. Februar 2014 | 5 Kommentare Kommentieren

Zu den Payment-Vorlieben der Deutschen in Onlineshops kursieren ungefähr so viele Studien wie Zahlverfahren. Schließlich werden die meisten dieser Studien auch von entsprechenden Dienstleistern in Auftrag gegeben. Der Branchenverband bvh hat in seiner Studie "Interaktiver Handel in Deutschland" die Kunden auch zu ihren Zahlwegen befragt. Das Ergebnis: Das meiste Geld geht im interaktiven Handel auf eine ganz klassische Art über die digitale Ladentheke.

Da mag manch eine Studie Kreditkarten oder auch elektronische Bezahlsysteme im Relevant Set der Kunden ganz weit vorne sehen. Wenn Kasse gemacht wird, kommt das Geld in erster Linie per Rechnung herein. Gegenüber 2012 kletterte der Umsatz per Rechnungskauf um 22,6 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Der prozentuale Anteil an den  Payment-Verfahren stieg zudem 2013 um einen Prozentpunkt auf 38 Prozent. Dies ist ein auch Indiz dafür, dass Kunden per Rechnung gerne größere Warenkörbe bezahlen.
Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Am stärksten legte die bei den absoluten Zahlen zweiterfolgreichste Zahlart Bankeinzug zu. Ihr Umsatz kletterte um 41,4 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Auch E-Payment wie Paypal, Sofort Überweisung und Giropay, Klarna, BillPay, Ratepay oder BillSAFE etc. mit einem Umsatzvolumen von 8,1 Milliarden Euro erfreute sich 2013 stark steigender Beliebtheit. Gegenüber 2012 kletterte hier der Umsatz um 24,9 Prozent.
Viertwichtigstes Zahlungsmittel ist der Kreditkartenkauf. 2013 setzen hiesige Konsumenten mit Karte 7,5 Milliarden Euro um – 39,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Wachstumssteigerungen nähren sich aus prozentualen Verlusten bei anderen Zahlungsmitteln. So sank bei den Käufern vor allem das Interesse am Ratenkauf und an der für Kunden teuren Nachnahme.

Weitere Infos und Studien finden Sie in unserem Dossier Payment

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Thema: Studien

Schlagworte: Payment

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 19. Februar 2014 13:48 | Permanent-Link
    Per Nachname

    Der gute Ruf hat anscheinend gelitten - und daher wird weniger per Nachname bezahlt.

  2. Alexander Kipp
    Erstellt 19. Februar 2014 15:59 | Permanent-Link
    Keine Vorkasse per Überweisung?

    Wo ist denn klassiche Vorkasse per Überweisung? Ist das auch ein digitaler Bezahlweg?

  3. Sven
    Erstellt 19. Februar 2014 16:50 | Permanent-Link

    Oh Du herrliche Legasthenie: wenigstens die Damen und Herren des bvh sollten wissen, dass es sich um "Nachnahme" handelt.

  4. Alexander Kipp
    Erstellt 19. Februar 2014 17:01 | Permanent-Link

    es heiß doch schon in der Werbung " Sie zahlen mit Ihrem guten Namen" ;-)

  5. Frank
    Erstellt 25. Februar 2014 08:39 | Permanent-Link

    Unrealisitisch... die meisten zahlen per Vorkasse oder Paypal. Rechnung und Lastschrift werden aus gutem Grund kaum angeboten.

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