ECC: Händler reagieren flexibel auf Lieferwünsche der Kunden

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 6. August 2012 |

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In Sachen Lieferort zeigen sich die am ECC-Konjunkturindex teilnehmenden Online-Händler sehr flexibel. Und das ist auch gut so. Zwar bevorzugen es 86 Prozent der Online-Shopper, dass die im Internet bestellte Ware direkt nach Hause geliefert wird. Aber immerhin rund ein Viertel der befragten Online-Shopper nutzen darüber hinaus die Lieferung an eine abweichende Anschrift wie beispielsweise die Büroadresse.

Nur für 2,2 Prozent ist die Lieferung an eine Postfiliale die erste Wahl. So das Ergebnis der aktuellen Monatsfrage des ECC-Konjunkturindex in Kooperation mit Hermes, Trusted Shops und Rakuten. Wunsch-Lieferkonzepte stehen ohnehin hoch im Kurs. Jeder Fünfte möchte wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird. Das hat erst zu Jahresbeginn eine großangelegte DHL-Studie ergeben. 

ECC Studie

So werden auch Selbstabholstationen inzwischen von vielen Händlern bedient. Knapp 74 Prozent der Online-Händler bieten hierfür die Lieferung an eine Packstation an. Ein Drittel liefert außerdem an einen Paketshop.

Stimmung im Online-Handel abwartend

Verhalten sind dagegen erstmals die Umsatzaussichten. Im Juli fällt der Wert für den e-KIX erstmals seit Januar wieder unter die neutrale Marke von 100 Punkten und landet bei einem Wert von 98,4. Diese neutrale bis leicht negative Stimmungslage spiegelt die Uneinigkeit der Online-Händler bezüglich der aktuellen Geschäftslage wider. Knapp ein Drittel beurteilt die eigenen Online-Umsätze negativ und etwas ebenso viele erreichen aktuell positive Werte.

Der s-KIX ist weiterhin ausgeglichen. Die Online-Shopper zeigen sich im Juli leicht konsumfreudiger, sodass der Wert für die aktuellen Ausgaben leicht auf 103,1 Punkte steigt. Auch der Wert für die geplanten Ausgaben hält sich beständig deutlich über 100 Punkten. Rund jeder vierte Online-Shopper rechnet mit höheren Ausgaben in den kommenden Monaten. Die Online-Händler zeigen sich für die Zukunft ebenfalls optimistisch. Auch wenn die Werte vom Jahresanfang nicht ganz erreicht werden können, ist der Abwärtstrend aus dem ersten Halbjahr zunächst unterbrochen.

ECC Studie Konjunktur

Im Juli steigt der e-KIX bezüglich der prognostizierten Umsatzsituation erstmals seit Januar wieder und erreicht 135,1 Punkte. Die ECC-Konjunkturindex-Teilnehmer rechnen offenbar eher mit einem kurzfristigen Sommerloch als mit langfristigen Umsatzeinbußen.

Zu Studie: 

Um die aktuelle Situation des deutschen Online-Handels adäquat abbilden zu können, nimmt das ECC Handel in Zusammenarbeit mit den Partnern Rakuten und Trusted Shops (e-KIX), sowie Hermes (s-KIX) eine monatliche Befragung vor. Die beiden ECC-Konjunkturindizes beruhen auf einer monatlichen Befragung von rund 700 Online-Händlern und 1.700 Online-Shoppern.

Die kommende August-Erhebung läuft vom 17. bis 26. August. Teilnehmen können alle Online-Händler und Online-Shopper. Beteiligen auch Sie sich an den Umfragen des ECC-Konjunkturindex – tragen Sie dazu bei, mehr Transparenz in den deutschen Online-Handel zu bringen.


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Thema: Studien

Schlagworte: Logistik, ECC, Konjunktur

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