ECC: Weihnachtsgeschäft treibt Konjunkturindex auf Rekordhoch

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 11. Januar 2013 |

ECC-Konjunkturindex
Es gibt Tage, da versteh ich die Online-Händler nicht mehr. Es vergeht derzeit keine Studie mit Jubel-Zahlen zum Weihnachtsgeschäft, doch was sagen die Händler in der ECC-Umfrage zum Konjunktur-Index? Sie sagen "Och jo". In Zahlen ausgedrückt:  Knapp 50 Prozent der Umfrageteilnehmer bewerten die Dezember-Umsätze positiv. Da hätte ich mehr erwartet. Immerhin sieht wenigstens rund jeder sechste Händler die Umsätze sogar sehr positiv. 

Mit einem Blick auf den Wert für den e-KIX (ECC-Konjunkturindex Handel) ist dann wieder alles im Lot: Der e-KIX klettert um sensationelle 21,5 Punkte und landet bei der 130 Indexpunkten. Rekord. So gut war die Stimmung seit Januar 2011 nicht mehr.

Stimmung der Händler

Auch die Ergebnisse des s-KIX (ECC-Konjunkturindex Shopper) bestätigen die gute Stimmung: Insgesamt 63 Prozent der befragten Online-Shopper beurteilen ihre Ausgaben als hoch oder sehr hoch.

Auch den kommenden Monaten sehen die Online-Händler optimistisch entgegen: Rund 45 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage in den nächsten 12 Monaten weiter verbessern wird. Lediglich 15,4 Prozent rechnen mit schlechteren Online-Umsätzen. Grund zur Hoffnung geben die s-KIX-Ergebnisse allemal: Knapp 60 Prozent der Shopper gaben an, ihre Online-Ausgaben mindestens halten oder aber steigern zu wollen.

Händler schludern bei der mobilen Website

In Sachen mobiler Websiteoptimierung offenbaren die Ergebnisse der Monatsfrage noch deutlichen Nachholbedarf. Während gut 80 Prozent der befragten Online-Shopper ein Smartphone nutzen und mehr als ein Drittel damit auch bereits Bestellungen im Online-Handel vorgenommen hat, haben gerade einmal 21,6 Prozent der Online-Händler ihren Online-Shop für mobile Endgeräte optimiert.

Rund 65 Prozent gaben an, keinerlei Optimierung vorgenommen zu haben. Dabei zeigt die aktuelle Mobile-Studie des ECC „Mobile Commerce in Deutschland – Die Rolle des Smartphones im Kaufprozess“, dass eine umständliche Navigation und eine schlechte Darstellung zu den wichtigsten Hinderungsgründen beim mobilen Einkauf gehören. „Online-Händler, die auf die mobile Optimierung ihrer Shops verzichten, verschenken eindeutige Umsatzpotenziale“, bestätigt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Zur Umfrage

Um die aktuelle Situation des deutschen Online-Handels adäquat abbilden zu können, nimmt das ECC Handel in Zusammenarbeit mit den Partnern Rakuten und Trusted Shops (e-KIX), sowie Hermes (s-KIX) eine monatliche Befragung vor. Die beiden ECC-Konjunkturindizes beruhen auf einer monatlichen Befragung von rund 700 Online-Händlern und 1.700 Online-Shoppern.  Teilnehmen können alle Online-Händler und Online-Shopper.


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Erfolgreich verkaufen bei Amazon (Videotalk eye2eye)
Balsam haben wir nicht für die geschundenen Seelen von Herstellern und Händlern parat, die mit Amazo ...
Topartikel
Dynamic Pricing im Graubereich: Wenn der Stammkunde der Dumme ist
Dynamic Pricing ist ein total verführerisches Werkzeug. Manchmal kann es sinnvoll sein. Manchmal abe ...
Wenn der Me-Commerce zum No-Commerce wird - Fehler bei der Personalisierung
Seit Jahren erhalte ich einen Newsletter eines E-Commerce-Branchenriesen, in dem ich permanent mit d ...
Wenn Sie wirklich wissen wollen, was Ihre Konkurrenten machen
Um sich optimal gegenüber Kunden zu positionieren, müssen Händler wissen, was die Konkurrenz so trei ...
Ein Bodyscanner aus der Rüstung als neuer Liebling für Händler?
Der Wunsch nach Individualität ist ohne Zweifel einer der Treiber in der Mode. In geschmackvoller Kl ...
Den Kunden richtig umgarnen - so funktionieren personalisierte Newsletter
Auf einem Statistikportal habe ich vor kurzem gelesen, dass die deutschen Online-Shopper in diesem J ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats