Einkaufen 4.0: Wie die Online-Shopper ticken

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 10. Februar 2012 | 1 Kommentar Kommentieren

e-commerce
Ohne Studie wäre da sicher niemand so schnell drauf gekommen: E-Commerce macht das Leben leichter und steigert die Lebensqualität erheblich.

So lauten die Eingangserkenntnis der Studie „Einkaufen 4.0“ der Deutschen Post/ DHL, die dann aber doch noch einige erhellende Ergebnise liefert. 

So stehen Wunsch-Lieferkonzepte hoch im Kurs. Jeder Fünfte möchte wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird. Jeder zweite Konsument in Deutschland und Österreich (49 Prozent in der Schweiz) achtet auf das Versandunternehmen – 11 Prozent machen den Einkauf sogar vom Versandunternehmen abhängig. 

Und die Deutschen kaufen auch im Internet lieber in den heimischen Grenzen. Beim Cross Border Shopping sind Deutsche zurückhaltend. Bestellprobleme, Lieferfragen und Betrugsängste stehen laut Studie (pdf) an der Spitze der Bedenken beim Online-Kauf im Ausland.

E-Commerce

Die Sicherheit wird ohnehin selbst im heimischen Markt immer noch skeptisch beurteilt. So fühlt sich nur  jeder Dritte in Bezug auf seine persönlichen Daten gut geschützt. Insbesondere bei kleineren, weniger bekannten Online-Shops haben nur 28 Prozent ein sicheres Gefühl. Sicherheit und Transparenz sind aber entscheidende Kriterien für den Online-Einkauf. Die Zahlungsmöglichkeit auswählen zu können, nennen zudem 87 Prozent der Deutschen als wesentliche Anforderung. Dicht gefolgt von einfachen Rücksendungsmöglichkeiten  und einer schnellen Lieferung mit jeweils 80 Prozent.

 

In jedem Fall aber ist Online-Shopping business as usual. In Deutschland hat jeder Dritte im vergangenen halben Jahr zwei- bis dreimal im Monat online eingekauft. In Österreich und der Schweiz war es jeder Vierte. 

E-Commerce
Die Trennung zwischen online und offline löst sich dabei im Handel zusehends auf. „Nicht Online-Handel, sondern All-Around-Handel wird uns zukünftig beschäftigen“, prognostiziert  Christian Heitmeyer, Initiator und Gründer des Lebensmittel-Handelsunternehmens All you need, in einem Essay im Rahmen eines Begleitbandes zur aktuellen Studie der Deutschen Post.

So erwartet er beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel massive Änderungen, die über ein bloßes "Wir sind jetzt Online" weit hinaus gehen würden. "Es geht nicht nur um eine multitechnologische Plattform, sondern auch um eine sinnvolle Integration in den gesellschaftlichen Alltag und die Umwelt“, sagt Heitmeyer und erwartet, dass sich der Handel durchs Smartphones noch mehr verändern werde als durch den PC. Allerdings werde der traditionelle Handel dabei nicht der Innovationstreiber für "Online" oder All-Around werden. Das wäre in der Tat auch eine große Überraschung. (Grafiken: Studie "E-Commerce 4.0" - Deutsche Post/DHL)


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 10. Februar 2012 12:41 | Permanent-Link

    Sehr aufschlussreiche Studie mit interessanten Ergebnissen. Danke für die klasse Zusammenfassung und die Bereitstellung der kompletten Unterlage.

    Der Trend "hin zum Onlineshopping" wird sich in den kommenden Jahren unvermindert stark entwickeln. Von daher gehen wir davon aus, dass alle in der Wertschöpfungskette eingebundenen Unternehmen ihren Teil der Arbeit kontinuierlich besser und sicherer erledigen.

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