Online-Shops: Was ist Pflicht und was ist Kür?

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 28. Februar 2013 |

lieferanzeige
Pflicht: Anzeige der Lieferbarkeit

Bietet Ihr Webshop ausführliche Produktinformationen?  Stellen Sie klar und deutlichdie Versandbedingungen dar? Ist die Verfügbarkeitsanzeige schon am Produkt und nicht erst an der Kasse sichtbar?

Wenn ja, und wenn der Rest der Website halbwegs übersichtlich ist, dann haben Sie ihre Hausaufgaben gemacht und können sich erst einmal zurücklehnen. Denn das sind die Top-Faktoren, damit der Online-Shop beim Kunden punktet.

Ein Glück für den stationären Handel, dass das noch nicht jeder Onliner beherrscht. Denn die ECC-Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Deutschlands Top Online-Shops Vol. 2“ in Zusammenarbeit mit Hermes zeigt, dass es bezüglich des Erfolgsfaktors Website-Gestaltung durchaus noch Potenzial nach oben gibt. Zwar sind bereits rund 71 Prozent der über 10.000 befragten Konsumenten mit den Websites der untersuchten Shops absolut oder sehr zufrieden, in der Zufriedenheitsrangfolge der sieben Erfolgsfaktoren landet das Thema Website-Gestaltung  aber nur auf dem fünften Rang.

Die Pflicht

In Puncto Website-Gestaltung legen die Konsumenten am meisten Wert auf „ausführliche und informative Produktbeschreibungen“ sowie „verständliche und gut sichtbare Informationen über Versandbedingungen“. Jeweils rund 62 Prozent halten diese Kriterien für absolut wichtig. Auf Rang drei der Einzelkriterien (49,9 %) landet die „übersichtliche Startseite“ – die Visitenkarte eines jeden Online-Shops.

In Sachen Benutzerfreundlichkeit (Usability) gehört die Verfügbarkeitsanzeige in Online-Shops zur absoluten Pflicht. Rund 88 Prozent der befragten Online-Shopper gaben an, dass diese absolut oder sehr wichtig sei. Hier gilt es, bereits bei der Produktdarstellung – und nicht erst im Check-Out-Prozess – transparent anzuzeigen, ob das Produkt auf Lager ist und bis wann es geliefert werden kann.

Die Kür

Weniger relevant sind aktuell noch das „Angebot einer App“ sowie die „Integration von Social Media Elementen“.Abder Vorsicht: Angesichts des wachsenden Smartphone-Marktes kann beispielweise die mobile Optimierung von Shops schnell zur Pflicht werden.

Personalisierte Empfehlungen anhand der zuvor angesehenen Produkte werden ebenfalls seltener als wichtig eingestuft. Etwa mehr als ein Viertel der Befragten bevorzugt auf sie zugeschnittene Produktempfehlungen und stuft diese als absolut oder sehr wichtig ein. Rund 40 Prozent gaben sogar an, dass es für sie zur allgemeinen Zufriedenheit beim Einkauf beiträgt, wenn ihnen im Online-Shop Kaufempfehlungen für Alternativprodukte ausgesprochen werden.

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Einzelkriterien zur Bewertung der Website-Gestaltung (Grafik: ECC)
Einzelkriterien zur Bewertung der Website-Gestaltung (Grafik: ECC)

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Thema: Studien

Schlagworte: Tipps, Webshop, Usability

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