Shopping bei Facebook ist Männersache

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 4. Januar 2013 |

ondango
Vom erhofften Trend Facebook-Commerce ist 2012 vor allem die Erkenntnis übrig geblieben, dass es sich eher als Marketingvehikel eignet. Doch nicht bei allen Anbietern gleichen die Umsätze dort den Ergebnisses eines regnerischen Tags auf dem Flohmarkt.   Der Facebook-Shop-Anbieter Ondango, der noch im Sommer von Connect Ventures eine sechsstellige Finanzspritze erhielt, hat immerhin einige mittelständische Anbieter im Portfolio, die ganz ordentliche Kennzahlen vorweisen. Alle Bestellungen des vergangenen Quartals in Ondango-Shops hat das Start-up nun untersucht, und einige überraschende Zahlen über die Kunden extrahiert. 

Fast 65 Prozent der Bestellungen werden nämlich von Männern ausgeführt. Scheinbar sind Männer eher bereit sind,  gezielt und unkompliziert bei Facebook einzukaufen. Männer geben auch mehr Geld  aus. Im Durschnitt etwa 40 Euro pro Bestellung, bei Frauen erreicht der Warenkorb 38 Euro. Das Geld geben die meisten Frauen um 19 Uhr aus. Bei den Männern ereignen sich die meisten Käufe hingegen um 15 Uhr, also während der Arbeitszeit oder in der Mittagspause.

Auffällig auch: Männer sind beim F-Commerce gesprächiger: Mehr Männer als Frauen veröffentlichen den getätigten Kauf in Form einer Neuigkeit auf der eigenen Facebook-Pinnwand.

Am Wochenende steigt der Wert des Warenkorbs

Weibliche Nutzer kaufen vor allem an Dienstagen in Ondango-Shops ein. Bei den Männern ist hingegen Donnerstag der Tag mit den meisten Bestellungen. Am wenigsten Käufe ereignen sich mit Abstand an Samstagen und Sonntagen.

Die Käufe an Samstagen sind für Shop-Betreiber jedoch durchschnittlich am rentabelsten. Die Ergebnisse zeigen, dass Social Commerce Nutzer an Samstagen durchschnittlich 46 Euro pro Kauf ausgeben. Auch am Freitag liegt der Einkaufswert mit rund 44 Euro noch mehr als 10 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt.

Auch bei  präferierten Zahlungsmethoden gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen: Sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Kunden zählen PayPal und die Banküberweisung zu den beliebtesten Zahlungsarten um den Kaufprozess über Facebook abzuschließen. PayPal wird von Männern (56 Prozent) jedoch wesentlich häufiger gewählt als von Frauen.  Kundinnen wählen hingegen öfter die Zahlung per Banküberweisung. Auch der Kauf auf Rechnung wird von Frauen häufiger gewählt als von Männern.


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Thema: Studien

Schlagworte: F-Commerce

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