Was wird 2013? Die wichtigsten Prognosen für den E-Commerce

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 8. November 2012 |

Vorhersagen und Studien sind ein bisschen wie Glaskugelschau und manchmal so sinnig wie Bleigießen. Doch manche Studie gibt zumindest einen Fingerzeig, manches Statement der Zukunft ein Stück Kontur. Wir haben für Sie die wichtigsten Prognosen  zum E-Commerce, zu Multichannel,  Mobile Commerce, Social Media, Couponing, E-Food, Click&Collect und Big Data für 2013 zusammengestellt. Eine Infografik gibt es auch. Natürlich.


E-Commerce:

72 Prozent der Befragten in der eBay-Studie „Die Zukunft des Handels“ sagen, dass sie Tickets in Zukunft nur noch per Handy oder Computer kaufen werden. Ähnliches gilt für elektronische Medien (65 Prozent), Reisen (57 Prozent) und Bücher (55 Prozent). Fast die Hälfte der Konsumenten (45 Prozent) kann sich vorstellen, in Zukunft nur noch online und mobil einzukaufen. 60 Prozent geben an, dass sie digital einkaufen würden, wenn die Ware noch am selben Tag geliefert würde. Weitere Szenarien der Studie in "Der Handel".   Eine Infografik von eBay als pdf.

Das EHI Retail Institute erwartet, dass der E-Commerce im Jahr 2025 einen Umsatzanteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von bis zu 27 Prozent erreichen wird. Die EHI Prognose geht von einer Steigerungsrate des Online-Umsatzes von mindestens 10 Prozent und maximal 15 Prozent aus.

E-Food:

Gerade einmal sieben Prozent der Internetnutzer wollen Lebensmittel und Getränke im nächsten halben Jahr online kaufen, ebenso sieht es bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln aus. Das meldete Nielsen im September.

Bis 2017 soll sich der E-Food-Markt in Großbritannien auf 11 Milliarden Pfund verdoppeln. Das entspräche einem durchschnittlichen Wachstum von knapp 15 Prozent, zitiert Talking Retail eine  IGD-Studie.

Multichannel:

"Die Kanäle werden so eng verschmelzen, dass die Kunden gar nicht mehr definieren können werden, ob sie gerade offline, online oder mobil einkaufen“, sagt Martin Tschopp, Geschäftsführer von Ebay in Deutschland.

Click & Collect:

Fast jeder zweite Befragte möchte laut der EHI-Studie "Trends im Handel 2020" das Konzept “Online-Bestellung, Filial-Kommissionierung und Selbstabholung“ künftig bestimmt oder zumindest wahrscheinlich nutzen.

Mobile Commerce:

“Mobiles Shoppen ist die Zukunft”, sagt Roman Kirsch, Senior Vice President von Fab. Aber auch auf der Couch: 80 Prozent der Smartphone und Tabletbesitzer nutzen ihr Gerät, während sie fernsehen. Das sagt eine Studie von eDigitalResearch und IMRG laut Internet Retailer.  Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) gehen in einer Experten-Studie des BVDW davon aus, dass der M-Commerce dem E-Commerce in den nächsten fünf Jahren signifikante Umsatzanteile abgreifen wird.

Couponing:

Gutscheine von Anbietern wie Groupon bleiben ein Wachstumsmarkt. Die Ausgaben für solche Deals sollen in den USA von zwei Milliarden auf vier Milliarden Dollar in 2015 steigen, sagt eine Prognose von BIA/Kelsey laut Ad Age. 

Social Media:

Knapp 78 Prozent der Onlinehändler geben in einer Sonderauswertung zum ECC-Konjunkturindex an,  bereits Shop- oder Produktbewertungen zu nutzen. Weitere 12,5 Prozent planen in Zukunft die Integration eines Bewertungssystems.

Big Data:

63 Prozent der Unternehmen glauben, mit Big Data- und Analytics-Technologien Wettbewerbsvorteile erlangen zu können. Drei Viertel der Befragten bauen momentan den Big Data-Bereich aus, allerdings befindet sich die Mehrzahl (47 Prozent) noch in einem frühen Planungsstadium, sagt eine weltweite Studie von IBM und der Said Business School.

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Thema: Studien

Schlagworte: Prognose

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