Klein, aber clever: Unterschätzte Tools (nicht nur) für Modehändler

Von Stephan Lamprecht | 7. August 2015 |

Mode online an die Kundschaft zu bringen, gehört zu den schwierigeren Aufgabenstellungen im E-Commerce. Der Mitbewerb ist stark, die Märkte sind umkämpft, die Kunden anspruchsvoll und in Sachen Service verwöhnt. Zum Glück gibt es aber einige Tools, die dem Händler seine Arbeit erleichtern. Drei davon wollen wir Ihnen ans Herz legen.

Virtusize

Die Firma Virtusize bietet Ihre Lösung bereits schon längere Zeit an, hat aber (noch?) nicht die gleiche Bekanntheit erreicht, wie etwa Fits.me oder EyeFitU. Dabei kann sich die Kundenliste des schwedischen Unternehmens durchaus sehen lassen.

Keine Leichtgewichte: Unterschätzte Tools  (nicht nur) für Modehändler
Virtusize verspricht, Retouren zu reduzieren, weil der Kunde nur passende Kleidung bestellt.

Technisch vielleicht weniger brillant als virtuelle Umkleidekabinen. Dafür aber nicht so anspruchsvoll in der Implementierung. In einfachen Dialogen vergleicht der Kunde daheim die Maße eines besonders gut passenden Kleidungsstücks mit dem Wunschartikel im Shop.

What is Virtusize? from Virtusize on Vimeo.

Händler, die nach einer Möglichkeit suchen, die Quote der Rücksendungen wegen schlechter Passform zu verringern, sollten Virtusize auf ihre Shortlist mit aufnehmen.

ShopPad

Die Entwicklung einer generischen App für mobile Geräte kostet Zeit und Geld. Händler, die einen Shop auf Basis von Magento nutzen (oder bei Shopify vertreten sind), können auf eine einfachere Lösung zugreifen. ShopPad arbeitet als Plug-in und bereitet die Inhalte des Shops so auf, dass der Kunde sich durch das Warenangebot blättern kann, als habe der Händler viel Geld in die Entwicklung einer App gesteckt. Der Implementierungsaufwand für den Händler hält sich in Grenzen.


Unterstützt werden derzeit:

  • IPad 1-4, iPad Air und iPad Mini
  • Alle Apple Smartphones mit iOS 6.0 und höher
  • Android Smartphones ab 4.0

Kleinere Shops können die Erweiterung sogar kostenlos einsetzen (maximal 250 Produkte). Zwischen 10 und 250 Dollar pro Monat müssen die Betreiber größerer Shops rechnen.

Mention

Was machen die Mitbewerber eigentlich gerade? Sind Aktionen geplant oder angekündigt? Wie ist der Tenor in der Berichterstattung über den Konkurrenten?

Mention ist der Beobachtungsservice für das Internet, den wirklich jeder bedienen kann. Mit wenigen Klicks stellt der Nutzer seine Abfragen zusammen. Diese werden hier Alerts genannt. Nach der Auswahl, ob nach einem Produkt, einem Thema oder dem Mitbewerber gesucht werden soll, müssen die Quellen (Facebook, Twitter, Blogs etc.) ausgewählt werden. Die Treffer werden in Echtzeit aktualisiert.

Keine Leichtgewichte: Unterschätzte Tools  (nicht nur) für Modehändler
In Mention stellt der Nutzer mit wenigen Klicks seine Alerts zusammen

Die Ergebnisse können bewertet werden, so dass sich der Algorithmus immer besser auf das fokussiert, was den Anwender tatsächlich interessiert. Äußerungen von Quellen mit großer Autorität (starke Vernetzung oder große Followerzahl) sind in der Trefferliste farbig markiert. Dank der Möglichkeit, Mention direkt mit eigenen Socialmedia-Konten zu verknüpfen, kann (optional) direkt auf neue Einträge reagiert werden.

Keine Leichtgewichte: Unterschätzte Tools  (nicht nur) für Modehändler
Dazu trifft er eine Auswahl aus den vielen angebotenen Quellen.

Das Basispaket umfasst 3 Alerts und 3.000 Erwähnungen pro Monat. Dafür berechnet der Service 29 Euro. 299 Euro kosten 10 Erwähnungen mit 50.000 Erwähnungen.


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