Volvo packt die Paketstation ins Auto

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 20. Februar 2014 |

Als Zalando vor einem Jahr den Fashion Concept Car mit allerlei technischem Schnickschnack als Studie auf dem Autosalon in Genf präsentierte, da bot das Modell auch eine "integrierte Paketstation" auf. Der Paketzulieferer ortet das Auto und kommt dann mit einem Schlüssel an den Kofferaum. Damals wurde das belächelt. Nun macht Volvo mit der Lieferung ins Auto ernst - und zugleich PR für seine Bordtechnik.
Volvo packt die Paketstation ins Auto
Die neue Zustelltechnik wurde in einem Pilotprojekt mit 100 Teilnehmern getestet


Volvo packt die Paketstation ins Auto
Zalando-Studie: Platz für ein paar Schuhe (Foto: Zalando (c)Frank Herzog)
Volvo spricht jubelnd von innovativer Technik.  Dabei ist das Prinzip so neu nicht. Cardrops beispielsweise, ein Anbieter aus Belgien, geht schon länger mit seiner Idee hausieren. Ein kleiner Sender im Auto verrät dem Lieferanten, wo das Auto steht. Der vertrauenswürdige Logistiker öffnet den Kofferaum per Fernbedienung, legte die Ware hinein, und versendet nach erledigter Zustellung eine SMS an den Kunden. Das Hardware-Kit für das Auto kostet 99 Euro, die Lieferung knapp 5 Euro.

Das System von Volvo basiert indes auf der Telematik-App Volvo On Call, zu deren Funktionen beispielsweise auch das Vorheizen oder Kühlen des Fahrzeugs mittels Smartphonesteuerung gehört. Zudem können sich Nutzer den Standort des geparkten Fahrzeugs oder den Tankfüllstand über das Mobiltelefon anzeigen lassen.

Für die Zustellung mittels des Systems wird ein digitaler Schlüssel erstellt. Wenn der Lieferdienst Waren zustellen oder auch abholen möchte, wird der Nutzer per Smartphone oder Tablet benachrichtigt. Mit der Annahme der Lieferung gibt der Nutzer den digitalen Schlüssel für den Boten frei und kann nachverfolgen, wann das Auto geöffnet und wieder abgeschlossen wird. Nach Abschluss der Zustellung oder Abholung erlischt der digitale Schlüssel. Dazu muss man wissen: Modelle, die mit der neuen Technik Volvo Sensus Connect ausgestattet sind, lassen sich per App auf dem Smartphone öffnen.



Vorgestellt wird der neue flexible Lieferdienst auf dem Mobile World Congress (24. bis 27. Februar 2014) in Barcelona. Wann das System Serienreife erreicht und welche Logistiker da künftig mitspielen wollen, ist indes noch offen.


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Schlagworte: Logistik

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