Conversion-Treiber: Webshop in Echtzeit personalisieren

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 10. April 2013 |

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Blondinnen bevorzugen ...

Das kann einem den Spaß am Einkauf bei Amazon auf Wochen verleiden: Für die entfernte Erbtante bei Amazon eine Häkeldecke bestellt und schon bekommt man für Wochen eigenartige Empfehlungen zu sehen.  Dabei können personalisierte Empfehlungen beim Klick auf einen Online-Shop durchaus sinnvoll sein, wenn sie mehr bieten als einen Datenaufguss des letzten Warenkorbs.

Genau dieses "mehr" verspricht RichRelevance,  dessen Gründer David Selinger schon die Personalisierung bei Amazon.com etabliert hat.  Nun eröffnet der Anbieter aus San San Francisco seine erste Niederlassung in München und will auch hiesigen Webshops zeigen, wie sich individuelle Interessen der Kunden auf der Website spiegeln lassen - ohne dass immer wieder die Häkeldecke für die Erbtante zu sehen ist.

Die Software RichContent von RichRelevance analysiert dazu das Verhalten der Seitenbesucher auf Basis des aktuellen und vorhergehenden Verhaltens des Nutzers, (wie Klicks, Suchbegriffe, Views). Nicht weiter ungewöhnlich. Zusätzlich aber werden Informationen wie Page Views oder Hinweise aus sozialen Medien wie „Likes“ oder „Favoriten“ zur Verfügung gestellt. Das soll dann dem Nutzer ein persönlichen Erlebnis verschaffen und somit auch Interessen und Markenpräferenz berücksichtigen. All das natürlich in Echtzeit.

Individualisiertes Surfen

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Hinzu kommen statistische Daten aus dem Verhalten spezifischer Konsumentengruppen, die ähnliche Eigenschaften oder Interessen teilen. Das Prinzip kennt man beispielsweise aus dem Predictive Behavioral Targeting, bei dem anonymisiert unter anderem Messdaten zu Surfverhalten und Produktinteressen mithilfe mathematischer Algorithmen passgenaue Werbung liefern sollen.

 "Das Ergebnis ist individualisiertes Surfen, denn jeder Websitebesucher erlebt die Inhalte der Seite anders, nämlich passend auf seine eigenen Interessen zugeschnitten",  sagt David Selinger, CEO von RichRelevance. Ein Umsatzwachstum von 3 bis 15 Prozent verspricht Selinger den Kunden laut Venture Beat. Das klingt nach konservativen Angaben.

Schätzungen nach der streng wissenschaftlichen PiMalDaumen-Methodik gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent des Umsatzes bei Amazon auf den Empfehlungen beruhen. Das dürfte aber auch von den Produktgruppen abhängen und inwieweit die Recommendations beispielsweise in das Newsletter-Marketing eingebunden werden und dann dort wiederum Top-Seller herauspicken. Amazon soll da sogar händisch nachhelfen

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Walmart, Sears, Target, Marks & Spencer gehören bereits zu den Kunden von Selinger. Aber auch ein Markenhersteller wie L’Oreal Paris USA, dass den Nutzern nun einen personalisierten Mix aus Produktempfehlungen sowie Artikeln, Videos, Slideshows, Angeboten anzeigt. Die Inhalte ändern sich dabei simultan während der Nutzer über die Seiten klickt.

Aufgebaut wird das Deutschland-Geschäft durch Senior Account Executive Theo Khoja, der zuvor bei Adobe und Omniture tätig war.


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