Pepsi macht den Webshop zum reinen Kommunikationskanal

pepsi china
Der Softdrink-Hersteller Pepsi  launchte jüngst einen eigenen Webshop beim größten chinesischen B2C-Markplatz Tmall. Über den Shop werden jedoch ausschließlich Technik- und Lifestyle -Produkte anderer Markenartikler offeriert.

Die  Backend-Prozesse werden dabei via Drop-Shipping abgebildet, so dass der Getränke-Riese  diesen Einstieg in den E-Commerce lediglich als ein kommunikationspolitisches Instrument nutzt.

Markenbildung durch E-Commerce

Während diese Strategie in westlichen Märkten einer kritischen Beurteilung  standhalten müsste (Verwässerung der Marke), erscheint das Konzept für den chinesischen Markt durchaus zielführend, da der dortige Online-Handel einige  Besonderheiten mit sich bringt.

 Tmall ist vergleichbar  zu ebay oder dem Amazon-Marketplace, finanziert sich  jedoch ausschließlich über Werbung und offeriert Händlern zudem weitaus größere Möglichkeiten die eigene Marke zu präsentieren. Der Plattformanbieter schaffte es mit diesem Konzept, ebay 2006 gänzlich vom heimischen Markt zu verdrängen und war 2011 mit 40.000 Händlern, und 180 Millionen Kunden (Marktanteil 47,6%) der größte Anbieter in China.

pepsi china tmall

Neben der Möglichkeit sich als Marke über eine reichweitenstarke Plattform profilieren zu können, besteht der wesentliche Vorteil für Pepsi jedoch in der Vorliebe der dortigen Kundschaft zur Kommunikation mit den Verkäufern. 

Entgegen des eher anonymen „Click&Buy“- Käuferverhaltens in westlichen Märkten, chatten Chinesen sehr gerne mit den Verkäufern, und da Tmall diese Funktion innerhalb des Web-Auftritts anbietet, bieten sich hier Chancen im Rahmen des Kaufprozesses die  Marke „Pepsi“ entsprechend zu promoten. 


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: Tools

Schlagworte: China, Pepsi, Dialog

Google Shopping: 5 Tipps für das digitale Schaufenster
Google Shopping, für mich ist das ja die Euro-Palette unter den Shopping-Alternativen. Unattraktiver ...
Topartikel
Amazon: Hat Jeff Bezos einen Plan B?
Ein wenig erinnert mich Jeff Bezos derzeit an einen Investmentbanker in meinem ersten Krimi „Keine f ...
So knacken Sie die IT-Geheimnisse des Mitbewerbers
Sie wollten immer schon mal wissen, wo der Mitbewerber in Sachen Traffic steht? Sie würden noch lieb ...
Bloomy Days: Von Rocket Internet zur Blumenfrau
Wenn sich im Leben etwas ändert, kann einen das auf gute Ideen bringen. Bei Franziska von Hardenberg ...
Warum Empfehlungen im Warenkorb gefährlich sind - und wie sie das Risiko vermeiden
Haben Sie schon mal Waren an der Einkaufskasse einfach stehen lassen? Eher selten. Ist ja auch irgen ...
Google Shopping: 5 Tipps für das digitale Schaufenster
Google Shopping, für mich ist das ja die Euro-Palette unter den Shopping-Alternativen. Unattraktiver ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 29. März 2012 10:23 | Permanent-Link

    Cooles Konzept.
    Mal schaun, wann die erste Copycat es in Deutschland bzw. Europa rausbringt :)

stats