So klappt es mit dem QR-Code

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 12. März 2013 |

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Der Spott der Website "Pictures of People Scanning QR-codes" ist inzwischen ein wenig überholt. Knapp 8 Prozent der Europäer scannen QR-Codes wenigstens einmal im Monat.

Doch da ist noch Luft nach oben. Laut der Forrester-Studie "How Extended Packaging Will Redefine Relationships Among Brands, Retailers, And Customers" hat knapp jeder dritte deutsche Smartphone-Nutzer eine App mit einer QR-Code-Funktion installiert.

Die ursprünglich 1994 von der japanischen Firma Denso Wave für die Fertigung bei Toyota entwickelten chaotischen schwarz-weißen Quadrate findet man heute beinahe überall. Auf Plakaten, in Katalogen und Prospekten, in Zeitungswerbung ja sogar auf Autos und T-Shirts. Und manchmal gibt es die Pixel auch an Stellen, die sich nicht ganz so leicht scannen lassen.

flying-qr-code

Einen QR-Code zu erstellen ist kinderleicht. Es gibt dafür jede Menge Programme im Internet oder man nutzt - noch einfacher – einfach eine Webseite wie qrcode.kaywa.com . Dort wird dann einfach der Link zu der gewünschten Seite oder dem später anzuzeigender Text eingeben – fertig. Für etwas umfangreichere Lösungen eignet sich beispielsweise der QR-Code Kampagnen Manager unter key-tagger.de.

Leider ist der QR-Code so leicht gemacht. Denn das eigentliche Problem ist die Ausführung. Einige weitgehend sinnbefreite Lösungen zeigt WTF QR CODES.

Wer ihn lediglich nutzt, um auf seine Webseite, seinen Newsletter oder die Facebook-Fanpage zu verweisen, der enttäuscht eher den Kunden. Derartige Dinge findet er zumeist auch ohne eine solche Hilfe. Für die Mühe des Einscannens erwartet der Verbraucher schon eher exklusive Informationen, ein Gewinnspiel oder gar einen Rabattgutschein.

Sagen Sie dem Kunden, was ihn bei der Nutzung des QR-Codes erwartet

Einen QR-Code sollte man dabei auch nicht als Geheimsiegel einsetzen. Die Nutzung steigt, wenn dem Kunden gesagt wird, was ihn nach dem Einscannen erwartet. (Unserer QR-Code oben links lädt übrigens unsere e-map)

Um QR-Codes erfolgreich einzusetzen, sollte man daher folgende Aspekte bedenken:

• Nutzt meine Zielgruppe Smartphones und ist davon auszugehen, dass sie QR-Codes kennt und die Anwendung beherrscht?

• Die im QR-Code hinterlegte Adresse muss für mobile Endgeräte optimiert sein.

• Bieten Sie einen Mehrwert.

• Machen Sie deutlich, was den Kunden mit der Nutzung erwartet. Je größer der Anreiz, desto eher ist der Kunde bereit, sein Smartphone zu zücken.

• Der Nutzen muss zur Verwendungssituation beim Scannen passen

• Wichtig ist auch die Gestaltung. Der QR-Code sollte gut sichtbar platziert werden, nicht kleiner als 2x2 Zentimeter sein und dort eingesetzt werden, wo Kunden ihr Smartphone auch schnell zur Hand haben.


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Thema: Tools

Schlagworte: QR-Code

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