Liebe Leserin, lieber Leser,  schneller, schneller, schneller. Amazon ist wie mein Personal Trainer: Los, einer geht noch. Bei Amazon geht so einiges. Gerade in Sachen Logistik. Walmart kündigt schon Gegenwehr an. Es wird teuer. Für alle. Ganz sicher auch in Deutschland. Richtig teuer. Manch einer wird dabei auf der Strecke bleiben. Irgendwann geht einem nämlich die Puste aus. Ich wünsche Ihnen einen fitten Wochenstart.

Amazon - Logistikangriff an allen Fronten
Lieferung - das Thema ist Amazon wichtig genug, um im hiesigen TV-Werbeblock sogar mit Sendungsverfolgung zu werben und Live-Tracking zu bieten, wenn Amazon Logistics beteiligt ist. Und es ist wichtig genug, für schnellere Lieferung mehr Geld auszugeben. Amazon will Prime-Kunden zukünftig binnen 24 Stunden beliefern. Das dürfte vor allem US-Kunden freuen, die müssen derzeit in der Regel zwei Tage warten. Hierzulande ist die Lieferung binnen 24 Stunden über Nacht eigentlich oftmals Standard (je nach Prime-Erfahrung "noch" oder "schon"), Same Day Delivery zuweilen ohne Aufpreis wählbar. Trotzdem wird das teuer. Fürs erste sind 800 Millionen Dollar für den Umbau der Logistik eingeplant. Und weil man dafür so einiges an einigen Ecken tun muss, hat Amazon in den USA seine digitale Frachtvermittlungsplattform unter freight.amazon.com gerade live geschaltet und unterbietet die Marktpreise um 20 bis 30 Prozent.

Home24 auch 2018 noch wackelig möbliert
Wie schwer es immer noch ist, in Deutschland Möbel online zu verkaufen, zeigt das Wachstum von Home24 (pdf): plus 13 Prozent auf 312 Millionen Euro in 2018. Mehr als die Hälfte des Umsatzes entsteht in Deutschland. In Europa sammelt Home24 auch weiter Verluste. Ebit und Ebitda steigen. Wie man es auch rechnet: in Deutschland Möbel online zu verkaufen, ist auch kostspieilig.

Saturn testet Videochat
Saturn bietet Online nun auch testweise Videoberatung. Unser Life-Hack, falls Sie im Laden mal keinen Mitarbeiter für Fragen finden oder es nicht deren Abteilung ist. Einfach mal im Laden online gehen und den Videochat nutzen.

INTERNATIONAL

Walmart kontert Amazon
Die Schnell-Lieferattacke von Amazon will Walmart nicht unbeantwortet lassen. Via Twitter verkündet der Handelsriese: "Kostenloser Versand binnen eines Tages. Das wäre jetzt bahnbrechend. Bleiben Sie dran."

Zahl des Tages
Der US-Fahrdienstvermittler Uber will beim Börsengang bis zu neun Milliarden Dollar einnehmen. Die Aktien sollen zwischen 44 und 50 Dollar kosten. Paypal will dabei mit 500 Millionen Dollar einsteigen. Ein kleines Eintrittsgeld angesichts all der digtalen Finanztransaktionen, die bei Uber-Fahrten anfallen.

Start-up des Tages
Ein Cocktail in Sprühdosen klingt nach einer ziemlich verwegenen Idee. Doch Herbert Höckel, Gründer von Aero drinks hat gelernt, dass eine gute Idee allein nicht genügt, um daraus ein erfolgreiches Start-up zu bauen.

Favorit der Leser am Vortag
Der Sportartikelhandel frisst sein erstes großes Opfer: Die Intersport-Tochter Voswinkel ist am Tiefpunkt angekommen. Angesichts der horrenden Defizite fällt eine Sanierung schwer. Und die Konkurrenz erobert sich mit einer Wucht neues Territorium vom klassischen Handel, in dem es immerhin noch ein paar Helden gibt, die sich gegen den Untergang stemmen.

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