You never stand alone: In der Corona-Krise rücken alle näher zusammen und helfen einander. Weil Boutiquen, Handwerker, Geschäfte schließen, stellen Online-Konkurrenten ihnen jetzt Vertriebs- und Marketingkanäle zur Verfügung. Eine Überlebenshilfe für den stationären Handel. Eine kollegiale Geste. Vorausschauend sowieso: Zwar kann der Online-Handel jetzt Vorteile ausspielen, doch Kunden werden weiterhin in Läden einkaufen. Gerade nach den Ausgangsbeschränkungen werden sie Kontakt zum Handel, Einkaufserleben von Mensch zu Mensch, neue Treffpunkte suchen. Und gegen allmächtig scheinende Multis und Marktplätze hilft Kollegialität oder Gemeinschaftsgefühl allemal. Vielleicht entstehen jetzt in der Krise die Netzwerke, Kooperationen, Joint Ventures, mit denen Händler regionale Angebote und spezialisierte Online-Shops besser machen. Nutzen Sie die Chance!

///// HANDEL NATIONAL
Händler helfen Händlern gegen Corona-Krise
WirvsVirus hieß der Hackathon, mit dem die Bundesregierung am Wochenende kreative Ideen gegen die Corona-Krise für Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln ließ. Ein Projekt davon nimmt gerade Fahrt auf und wird bei Linkedin diskutiert: Die App Wirvonhier soll lokalen Geschäften helfen, Kunden online zu erreichen und sucht Mitstreiter. Klingt ähnlich, ist aber ein anderes Konzept: Wirfürhier heißt die nachahmenswerte Initiative des lokalen Handels in Dreieich. Kunden finanzieren mit einem Dreieich-Schein jetzt Anschaffungen und Dienstleistungen vor, damit geschlossene Werkstätten und Geschäfte vor Ort liqide bleiben. Abgerufen werden Services und Waren, wenn alles wieder offen hat. Und sogar der Online-Handel beginnt Brücken zu den Kollegen vor Ort zu bauen: Mit einem Notfallprogramm stellt etwa Mybudapester Schuhhändlern seinen Online-Kanal zur Verfügung. Sie können ihre Waren nun bei den Berlinern einstellen. Beim Verkauf wird eine Provision von 25 Prozent fällig, dafür aber fotografieren und vermarkten die Berliner die Waren.

Update vom Krisenmanagement
Wie in den letzten beiden Wochen informiert etailment Sie weiterhin, wie sich Händler gegen die Corona-Krise stemmen können. Im Corona-Dossier lesen Sie die wichtigsten Maßnahmen, wie Ansteckung und Ausbreitung verhindert werden sollan, aber auch Erfolg versprechende Strategien und von Ideen, wie Sie udn der Handel Ihre Geschäfte sichern können. 

Ebay hilft Händlern in Corona-Krise

Zahlungsaufschub für Verkaufsgebühren, Sicherung des Service-Status und Unterstützung sowie Beratung für Einsteiger: eBay will dem Handel in der Corona-Krise helfen. Der Marktplatz spricht dabei insbesondere die Händler an, die jetzt ihre Läden und Filialen schließen müssen. Wer jetzt in den Online-Vertrieb einsteigen will, kann sich beraten lassen, spart zunächst bis Sommer Verkaufsbgebühren und Provisionen.

Kostenlose Abstandsdurchsage
Eine professionelle Ansage zum Abstandhalten in den Filialen und an der Kasse, können sich Supermärkte und Lebvensmittelhändler jetzt bei React.now kostenlos herunterladen. Sie müssen dazu keine Kunden der Hamburger Agentur sein, die sich auf digitales Mareketing für Märkte spezialisiert hat. React.now ergänzt sein Corona-Durchsage-Angebot nach Bedarf.

Onlinehandel verliert ebenfalls
Laut Lebensmittelzeitung beklagt sich der stationäre Non-Food-Handel bei Wirtschaftsminister Peter Altmaier über die Ungerechtigkeit, dass sie schließen müssen, Online-Händler aber munter weiter verkaufen dürfen. Wettbewerbsverzerrung? Doch der Onlinehandel profitiert nicht automatisch von Ausgangsbeschränkungen und dem Zuhausebleiben, beobachtet das Handelsblatt. Einer Umfrage zufolge berichten mehr als 40 Prozent der Händler ebenfalls von Umsatzverlusten. Nur die Shops profitieren, die Hygieneartikel, Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel, außerdem Garten- und Heimwerkerbedarf und Spielzeug führen. Verbraucher haben jetzt keine Lust auf Frühjahrsmode oder Elektronik.

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Digitalisierung in der Praxis
Wie sieht die Digitalisierung des Handels in der Praxis aus? Fragen Sie sich auch, mit welchen Lösungen Sie Ihre Unternehmensziele am besten erreichen? Wir stellen Ihnen ganz konkrete Digitalisierungsstrategien für den Handel vor und zeigen, welche Vorteile diese für die Unternehmen bringen. Von 360°-Omnichannel-Handel in Echtzeit bis hin zu Direct-to-Customer-Vertrieb - hier finden Sie alle Szenarios im Überblick.

///// INTERNATIONAL

Shopify setzt auf Video und 3D
Verbraucher mögen Erklärvideos und sie wollen sich Produkte gerne auch dreidimensional anschauen: Shopify  hat dafür seine Technik erweitert und unterstützt nun 3D-Warenpräsentationen sowie das Hochladen von Video. Beobachtungen zufolge steigern 3D-Darstellungen die Verkaufszahlen um 250 %, auch Videos pushen den Absatz, berichtet Retaildive.

Airbnb braucht Geld
Die Corona-Krise stoppt alle Bewegung – und macht auch Airbnb zu schaffen: Der Vermittler von Zimmern und Unterkünften für Reisende hat bereits Millionen Umsatz verloren und versucht gerade, neues Kapital zu beschaffen, weiß Gründerszene. Ob Investoren allerdings bei sinkenden Bewertungen einsteigen und in unsichere Geschäfte?

Sexsachen laufen
Spielzeug geht, Heimwerker- und Gartenbedarf auch – und Sexspielereien: Carparthia hat bei Amorana nachgefragt, und der Anbieter von Dingen für den besseren Sex aus der Schweiz berichtet von einem Umsatzplus von 53 % im Vergleich zu 2029. Der Absatz von Dildos und Vibratoren habe sich verdoppelt, seit Verbraucher zuhause bleiben müssen.

///// TRENDS & TECH


Fiese Abmahnungen
Ob sich die Deutsche Umwelthilfe damit jetzt Freunde macht? Schon die Klagen gegen zu hohe Abgas-Werte in deutschen Städten waren umstritten. Doch jetzt berichtet der Shopbetreiber-Blog von einer Abmahnwelle gegen Geschäfte und Online-Händler. Die deutsche Umwelthilfe lässt von Testkäufern prüfen, ob sich Händler an die Verordnung zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs halten, und mahnt Verstöße rigoros ab. Gibt's jetzt nichts Wichtigeres zu tun?

Toilettenpapier kalkulieren
Dass sich Verbraucher jetzt bevorzugt mit Toilettenpapier eindecken, ist ein weltweites Phänomen. The Verge berichtet von einem Toilettenpapier-Kalkulator, mit dem Verbraucher ihren realen Bedarf besser schätzen sollen. Obs was hilft gegen das Hamstern?

Favorit der Leser
Wer jetzt als stationärer Händler nicht digitalisiert und seine Kunden online über Bestellmöglichkeiten per Mail, Fax oder Telefon in formiert, ist selbst schuld, wenn seine Geschäfte zum Erliegen kommen, zumal (s.o.) viele Online-Händler ihnen jetzt auch noch Hilfe anbieten: Wie Händler sich jetzt gegen die Corona stemmen, lesen Sie bei etailment.