Datamining bei Amazon um Rezensionen zu überwachen?:

Späht Amazon seinen Nutzern hinterher, um die Qualität seiner Kundenbewertungen zu verbessern und beispielsweise Gefälligkeitskritiken zu unterbinden? Diesen Vorwurf erhebt US-Autorin Jas Ward auf der Plattform Change.org. Der Vorwurf: Amazon überwache womöglich Social-Media-Aktivitäten und entferne Bewertungen von Nutzern, wenn sich beispielsweise ein Buchautor und der lobende Leser nach Meinung von Amazon zu gut kennen. Das Ziel: Amazon solle seine Richtlinien ändern.

Dass Amazon genau hinschaut, wie weit Beziehungen innerhalb einer Community, beispielsweise unter Autoren reichen, deutet jedenfalls ein Erlebnis von Indie-Autor Imy Santiago an, Anlass für den Protest bei Chancge.org. Santiago konnte eine Buchbewertung für den Titel eines anderen Autors bei Amazon nicht unterbringen. Begründung des Kundendienstes: "We cannot post your Customer Review to the Amazon website because your account activity indicates that you know the author". 

Amazon will so Freundschaftsdienste vermeiden. Das sagen auch Review-Guidelines: "Family members or close friends of the person, group, or company selling on Amazon may not write Customer Reviews for those particular items."

Imy Santiago indes versichert, sie kenne den bewerteten Autor nur aus dem Web, sei ein Fan. Die Verbindung aber, so eine These, könne Amazon nur dank Datamining und entsprechender Cookies kennen. Wie Amazon seine Schlüsse zieht, verrät der Konzern nicht.  Guardian

Jetzt lesen: dm Drogeriemarkt kommt bald, Payback kommt mit M-Payment im Juli.

dm Drogeriemarkt kommt bald:

Spätestens bis Ende Juli will dm Drogeriemarkt seinen Webshop live schalten. Zuletzt hatte es immer wieder Gerüchte über Verzögerungen gegeben, weiß die Lebensmittelzeitung. Die Handelskette hatte den Start des Shops zu Jahresbeginn für den Frühsommer angekündigt.

Holtzbrinck macht mit Zalando Kasse:

Holtzbrinck verkauft 6,3 Millionen Zalando-Aktien für 185 Millionen Euro nach derzeitigem Kurs. Exciting Commerce
 

Amazon Nummer 2 bei Schuhen:

Amazon sieht sich nach eigenen Angaben als der zweitgrößte Schuhanbieter in Deutschland hinter Deichmann. Das sagte Sergio Bucher, Vice President Amazon Fashion, zum Auftakt der Fashiontech-Konferenz am Mittwoch im Rahmen der Premium in Berlin. Amazon will zunehmend Daten aus Einkäufen, Retouren und Kundenbewertungen nutzen, um dem Kunden per Algorithmus einen passenden Schuh zu empfehlen. TextilWirtschaft

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Payback kommt mit M-Payment im Juli:

Payback steht offenbar in den Startlöchern, um sein Mobile Payment-Konzept im vierten Quartal auf breiter Front zu testen. Als Partner handelt die Lebensmittel Zeitung Rewe, dm-Drogeriemarkt, Real, Kaufhof sowie Aral/BP und Fressnapf. Bundesweit könnte es dann Anfang 2016 losgehen. Angesichts von heute schon rund 6 Millionen Nutzern der Payback-App stehen die Chancen für das Bonus-Programm und eine Bezahl-App mit Rabattfunktionen nicht schlecht.


E-COMMERCE INTERNATIONAL
 

Wachwechsel bei Crate and Barrel:

Doug Diemoz übernimmt in den USA die Führung der Otto Tochter Crate and Barrel. Interims-CEO Adrian Mitchell übernimmt beim Möbel- und Lifestyle-Händlers aus Chicago, USA wieder die Position als Chief Operation Officer und Chief Financial Officer. Diemoz war zuvor unter anderem für Gap, Mexx und Williams-Sonoma tätig. Zuletzt war er bei Restoration Hardware zuständig für Geschäftsentwicklung und weltweite Expansion.


DIGITALE TRENDS & FAKTEN

M-Payment als Kleingeld-Ersatz:

Zwei Drittel der Konsumenten finden Mobile Payment am PoS nützlich, wenn so auf Kleingeld verzichtet werden kann. Bemängelt wird aber, dass bisher nur wenige Geschäfte M-Payment anbieten. Weitere Hürden sind der Druck in der Kassenschlange (43,9 Prozent) – der nicht durch Technikprobleme oder mangelnde Kompetenz des Kassenpersonals (41 Prozent) erhöht werden soll – sowie unzureichende Netzabdeckung (39,8 Prozent) und unklare Datensicherheit (38,2 Prozent). Das zeigt die aktuelle Kurzstudie „Mobile Payment am Point of Sale – Der Weg in den Alltag der Konsumenten“ von PayPal und ECC Köln für die 500 Smartphone-Besitzer befragt wurden, die an Mobile Payment prinzipiell interessiert sind.

Neue CPC-Kalkulation bei Facebook:

Facebook berechnet seine CPC-Preise neu und verlangt unterschiedliche Preise, je nachdem, ob auf externe Webseiten oder auf Inhalte, die bei Facebook liegen, verlinkt wird. Internet World

Paketmarkt wächst weiter:

Das Sendungsvolumen im Markt der Kurier-, Express- und Paketdienste ist 2014 um 4,5 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Sendungen gewachsen. Der KEP-Umsatz in Deutschland legte um 3,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zu. Der Durchschnittserlös je Sendung schmolz aber von  6,03 Euro auf 5,98 Euro je Sendung zusammen. Die Zahlen nennt der Branchenverband BIEK. Bis 2019 wird ein weiteres Wachstum des Sendungsvolumens um jährlich 6,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Pakete erwartet. Die Chancen steigen damit, dass die Pakete bald im Dauerstau stehen.


Zahl des Tages: Der durchschnittliche Kaufprozess am Tablet dauert 140 Stunden. Das sind 15 Stunden mehr als am PC. Die durchschnittliche Conversionrate via Tablet liegt branchenübergreifend bei 3,7 Prozent.  Die Conversionrate am Desktop-Rechner liegt insgesamt um 30 Prozent höher. Das Tablet ist also eher zum Bummeln da. 21 Prozent der Verkäufe am Tablet werden sonntags abgeschlossen. Sonntags finden auch die schnellsten Kaufentscheidungen statt: Knapp zwei Drittel aller User (64 Prozent) geben ihre Bestellung noch am Sonntag auf. Das zeigt eine aktuelle Customer Journey-Analyse des Münchner Technologieunternehmens intelliAd Media. Dafür wurden zwischen dem 15. Januar und 15. April 2015 über eine Million Onlinekäufe in insgesamt zehn Branchen und Produktbereichen untersucht. 

Lesetipp des Tages: Sucharita Mulpuru ist eine renommierte und scharfzüngige Forrester-Analystin. Sie sieht in Buy Buttons bei Pinterest und Co derzeit nicht das große Ding: Don’t Buy Into “Buy Buttons” Just Yet

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