Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Dieser Tage habe ich einen neuen Fernseher gekauft. Im Web. Warum ich das erzähle? Weil ich ein bisschen süchtig nach der "Sendungsverfolgung" bin. Ich liebe es, wenn ich lese, dass das Paket irgendwo in der Welt um 4.04 Uhr in einen Wagen gepackt wurde und in irgendeinen Hub gebracht wird. Innerlich umarme ich den Menschen, der da gerade das Paket in die Hand genommen hat, denke "Sei nur vorsichtig". Ich freue mich, wenn der Status anzeigt, dass das Paket schon in der Nähe meiner Stadt ist, bin erleichtert, wenn ich erfahre, dass es gut beim Nachbarn oder in der Paketstation angekommen ist. Bin aufgeregt, wenn mir klar wird: ich bin zur Zustellzeit sogar zuhause.
Weil ich weiß, dass ich mit dieser Lust auf Tracking nicht alleine bin, wundere ich mich immer wieder, dass nicht mehr Onlinehändler diese Option nutzen. Und die, die es bieten, diese Chance nicht intensiver einsetzen. Sendungsverfolgung steigert die Vorfreunde und das Vertrauen. Die Sendungsverfolgung (wenn`s glatt läuft) hilft auch warten und könnte eine Alternative zu den weiter um sich greifenden Angeboten bei Same Day Delivery sein.

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Rossmann stagniert im Web:

Die Drogeriekette Rossmann meldet für das Jahr 2015 satte Umsatzzuwächse mit einem Plus von 9,4 Prozent bei 7,9 Milliarden Euro Umsatz. Hierzulande reichte es für ein Plus von 7,7 Prozent. Allerdings: die Vorsteuerrendite schrumpfte von 4 auf gut 3,5 Prozent. Der Umsatz im Webshop bewegt sich mit 23 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau, soll aber im Ergebnis besser dastehen. Im Webshop will man nun stärker auf beratende und informative Inhalte setzen. In der vor wenigen Monaten veröffentlichten Rossmann-App steht mobilen Couponing im Fokus. 


Notebooksbilliger weitet Same Day Delivery aus:

Nach Hannover und Berlin bietet Notebooksbilliger jetzt auch in Hamburg Same Day Delivery zusammen mit Liefery. Weitere Liefergebiete sollen im Laufe des Jahres hinzukommen. Interessanter Ansatz: Neben der Warenzustellung am selben Tag zwischen 18.30 Uhr und 21.30 Uhr kann der Kunde sich die Ware auch am nächsten Morgen von 7 Uhr bis 9 Uhr zustellen lassen. Gleichzeitig erhöht Notebooksbilliger für die taggleiche Lieferung die Preise. In Hannover war es zum Start kostenlos, in Berlin kostete es 5 Euro und nun gilt in allen Städten eine Preisstaffel von 2,99 bis 7,99 Euro. Das ist aber immer noch günstiger als bei Wettbewerbern. Über die Kosten für Same Day Delivery sprachen wir auch mit Nils Fischer vom SDD-Dienstleister Liefery im Videotalk "eye2eye". (Video, Podcast)

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Shoevita bei Vögele:

ShoeVita, Online-Anbieter von individuell gefertigten Damenschuhen, bietet seinen Service jetzt auch beim Schweizer Schuh-Filialisten Vögele Shoes, meldet die TextilWirtschaft. Das Frankfurter Startup von Katharina Engelhard und Gabriele Sosnizkij zeigt sich dort auf einer Shop-in-Shop Fläche. ShoeVita kooperiert hierzulande auch mit Kaufhof.

Mister Spex wirbt im TV mit virtueller Anprobe:

Mit einem 30-sekündigen Spot (Agentur: Kreuzbergkind) zeigt Mister Spex wie einfach der Kauf einer Brille sein kann. In dem Commercial, Horizont zeigt es,  schießt die Mutter mit dem Tablet ein Foto vom schlafenden Vater und sucht mit der Tochter ein passendes Modell für ihn aus, das mit der virtuellen Anprobe direkt getestet und am nächsten Morgen zugestellt wird.

INTERNATIONAL

STEG liefert binnen drei Stunden:

Der Schweizer Computerhändler STEG liefert Online-Bestellungen binnen drei Stunden, wenn der Kunde bis 18 Uhr bestellt. In den Filialen hat man dafür rund 3.000 Artikel "beiseite gelegt". Bei Bestellungen vor 11 Uhr erhöht sich das verfügbare Sortiment auf 12.000 Artikel, die dann aus dem Zentrallager kommen. Laut Carpathia erfolgt die Auslieferung mit lokalen Kurierdiensten.


Handelshemmnis Geo-Blocking:

Keine Spur von Binnenmarkt. 38 Prozent der Online-Händler verkaufen nicht ins Ausland. Das zeigt eine Studie der Europäischen Kommission. Oft verhindern Händler und Hersteller mit Geo-Blocking ganz bewusst den Verkauf ins Ausland oder verlangen je nach Nationalität des Kunden deutlich andere Preise. Auf diese Situation macht ein schräges Video europäischer Verbraucherschützer aufmerksam, bei dem einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Im Video wurde die Online-Unsitte, Nutzer mit IP-Adressen aus bestimmten Regionen einfach auszusperren oder abzukassieren (Geo-Blocking), einfach mal in einen Brötchenladen verlegt.


Amazon weitet Same Day Delivery aus:

Amaon weitet Same Day Delivery in den USA für Prime-Kunden in 11 weitere Metropolen-Regionen aus und ist damit nun in 27 Großstädten und Umgebung verfügbar.

3 Millionen Amazon Echo in den Wohnzimmern:

Auf 3 Millionen schätzt ein Report von Consumer Intelligence Research Partners (pdf) die Verkaufszahlen für die Sprachsteuerungsbox Echo von Amazon. Die möglichen Auswirkungen von Echo für den Handel haben wir kürzlich ausführlich vorgestellt.

TRENDS & FAKTEN

Pinterest mit Werbung:

Die Foto-Plattform Pinterest verkauft jetzt auch erstmals in Europa Werbung. Seit Mittwoch können britische Unternehmen dafür bezahlen, dass ihre Bilder den Nutzern angezeigt werden. Wer zum Beispiel als Suchbegriff "schwarze Schuhe" eingibt,  kann dann mit großer Wahrscheinlichkeit auch Anzeigen mit Werbung für schwarze Schuhe zu sehen bekommen, erklärt Horizont.

Virtual Reality beim Ticketverkauf:

Falls Sie sich fragen, wie man Virtual Reality sinnvoll einsetzen kann: Beispielsweise bei der Platzauswahl bei der Ticketreservierung. Ticketanbieter Stubhub macht das in den USA testweise vor.

Zahl des Tages: Fast die Hälfte der stationären Modehändler (47 Prozent) kann sich mittelfristig vorstellen, Online-Marktplätze als Vertriebskanal zu nutzen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Händler-Panels TW-Testclub der TextilWirtschaft. Mehr zum Thema Marktplätze heute bei etailment.

Posse des Tages: Marketing-Gag oder pure Verzweiflung: Michael Pütz, Inhaber eines Geschenkladens in Essen verlangt 2 Euro Eintritt, wenn Leute nur schauen, aber nichts kaufen. Im Laden gilt zudem Handyverbot. "Der Westen" hat den kauzigen Händler getroffen.

Grafik des Tages:
Schlechte Bilder sind wie Nägel kauen: 10 schlechte Angewohnheiten im E-Commerce stellt eine Infografik von ChannelAdvisor vor.

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