Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Die Menschen werden immer intelligenter, weil sie den Computern Paroli bieten wollen. Das prophezeien die Zukunftforscher vom "2b AHEAD ThinkTank".  Helfen sollen Genetik und Medikamente. Die Prognosen verlegen die Zukunftsforscher schlauerweise in die Zeit nach 2040. Da sind wir nun also so schlau wie zuvor. Wir halten uns clevererweise also lieber an die allgemeingültige Prognose von Erich Kästner: "Die Dummheiten wechseln, und die Dummheit bleibt".

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Global Fashion Group verliert massiv an Wert:

Die gute Nachricht bei der Global Fashion Group: Eine neue Kapitalspritze, wenn auch eher ein Überbrückungskredit, über 300 Millionen Euro. Die schlechte: Rocket Internet dampft die Bewertung gegenüber dem Vorjahr um zwei Milliarden Euro ein. Auch der weitere Hauptinvestor Kinnevik sieht den Wert deutlich zusammengeschrumpft. Der schwedische Investor sieht den Wert seines Anteils um 38 Prozent eingedampft. Auch bei einzelnen Playern ist der Reality-Check deutlich weniger hochtrabend als bei Rocket. Unter anderem in der Hoffnungsregion Asien legt manche Mini-Rakete (Zalora) zudem gerade eine Bruchlandung hin.

Amazon zahlt kaum Steuern:

Amazon hat 2015 in seinem europäischen E-Commerce-Geschäft rund 862 Millionen Euro Gewinn gemacht, aber unterm Strich kaum Steuern bezahlt. Das geht aus den Bilanzen hervor, die die Luxemburger Tochtergesellschaften Amazon Service, Amazon EU und Amazon Europe Holding Technologies kürzlich veröffentlicht haben. Demnach erzielte die fürs Handelsgeschäft (Verkauf und Versand durch Amazon) zuständige Tochter Amazon EU einen Gewinn von fast 482 Millionen Euro. Der Nettoumsatz stieg um 20 Prozent auf 18,62 Milliarden Euro (2014: 15,46 Mrd. Euro). Die Steuerlast war jedoch erneut negativ: Der Bilanz zufolge erhielt Amazon EU fast 48 Millionen Euro an Einkommenssteuern zurück (2014: 7,5 Mill. Euro). Dem Vernehmen nach wegen einer Dividende, die nicht versteuert werden muss. Das berichtet die TextiWirtschaft in ihrer Printausgabe. Die für das Marktplatzgeschäft zuständige Gesellschaft Amazon Service Europe hat ihren Gewinn fast verfünffacht, und zwar von 32,51 Millionen Euro auf 152 Millionen Euro. Der Nettoumsatz erhöhte sich um 58 Prozent auf 3,93 Millarden Euro (2014: 2,49 Mrd. Euro). Allerdings zahlte die Gesellschaft auch Einkommenssteuern in Höhe von fast 63 Millionen Euro. Das ist fast fünfmal so viel wie 2014, als das Luxemburger Finanzamt 13,42 Millonen Euro erhielt.
 

Zitat des Tages: “Bis heute ist der Nachweis nicht erbracht, dass man mit Lebensmitteln online Geld verdienen kann.”  Edeka-Chef Markus Mosa arbeitet gleichwohl an einer Abwehrstrategie. Das sagt er der "Welt".

 

Project A Ventures sammelt 120 Millionen Euro für Startups:

Project A Ventures will mit einem neuen Fond in den kommenden Jahren 120 Millionen Euro in Startups investieren. Geld dafür kommt laut Deutsche Startups unter anderem vom European Investment Fund (EIF) und Otto.


Baur schaut stärker auf die Frau ab 40:

Die Baur-Gruppe, die zum Otto-Konzern gehört, schaffte im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Netto-Umsatz von 683 Millionen Euro. Allein der Online-Shop baur.de legte dabei um 11 Prozent zu. Der Umsatz über Smartphones stieg um mehr als 80 Prozent. Mehr denn je will Baur nun "selbstbewusste und werteorientierte Frauen" von Anfang 40 bis Mitte 50 ansprechen. Eine Shopping-App soll das Geschäft mit der Zielgruppe weiter stärken und in diesem Herbst erscheinen. Ein neuer Online-Shop soll schon im Sommer kommen.

Bertelsmann investiert weiter in Indien:

Bertelsmann investiert innerhalb einer Finanzierungsrunde im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich in das indische Mode-Netzwerk Roposo. Auf der Plattform des 2014 gegründeten Unternehmens können Nutzer Fashion- und Lifestyle-Inhalte entdecken, sich darüber austauschen sowie Produkte von 500 Web-Shops und 5.000 Marken erwerben. Zuletzt beteiligte sich der Konzern in Indien unter anderem an dem E-Commerce-Dienstleister KartRocket, investierte in Pepperfry, einen Online-Marktplatz für Möbel, sowie in den Musikstreaming-Dienst Saavn.

INTERNATIONAL


Amazon macht Asda-Manager zum Chef in UK:

Amazon macht Doug Gurr zum neuen Chef in Großbritannien. Medien werten die Verpflichtung des einstigen Asda-Managers als Zeichen, dass Amazon ganz große Pläne im Lebensmittelhandel hat.

1-800-Flowers blüht gerade nicht:

1-800-Flowers ist bei so ziemlich jeder Innovation im Handel sofort vorne mit dabei. Für den Umsatz zahlt sich das erst einmal nicht aus. Im dritten Quartal stieg der E-Commerce-Umsatz gerade einmal um 0,8 Prozent auf 179 Millionen Dollar. Der Umsatz allein mit Blumen ging sogar zurück.

TRENDS & FAKTEN

EHI-Studie stellt Payment-Zahlen vor:

Die EHI-Studie „Online-Payment 2016“ sieht den Kauf auf Rechnung weiter als umsatzstärkste Zahlungsart im E-Commerce. 29 Prozent der E-Commerce-Umsätze werden per Rechnung erzielt. Paypal erobert sich zwar den zweiten Platz zurück. Mit 19,6 Prozent Marktanteil muss diese Zahlungsart dennoch erstmals leichte Einbußen hinnehmen. Nur noch 19,3 Prozent der Umsatzanteile entfallen auf die Lastschrift. Auf Rang vier ist wie im Vorjahr die Kreditkarte, die mit jetzt 12 Prozent wieder deutlich aufgeholt hat (Vorjahr 10,8 Prozent). Das EHI-Panel umfasst 76 Onlinehändler (Pureplayer und Omnichannel) unterschiedlicher Branchen und Umsatzgrößen mit einem Bruttoumsatz von 12,1 Millarden Euro. Datengrundlage für die Markthochrechnung bilden die 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops.

SumUp und Payleven fusionieren:

Die Berliner Bezahldienstleister und Anbieter mobiler Kartenlesegeräte SumUp und Payleven (Rocket Internet) fusionieren unter dem Namen SumUp. SumUp stellt die Plattform und den Chef, Payleven die Vertriebsstruktur, weiß Location Insider.
 
Zahl des Tages: Laut einer Umfrage des Shopping-Center-Betreibers Westfield sind rund 40 Prozent der Briten an Virtual Reality im Laden interessiert, um mehr über Produkte zu erfahren.

Lesetipp des Tages: "How Social Media Is Quietly (Yet Radically) Changing The Way We Buy Stuff" beschreibt Fast Company.

Beliebtester Beitrag am Vortag: Beacon und Co: Hype im Kaff oder kalter Kaffee?

Grafik des Tages:
13 Prozent der Onliner in Deutschland haben schon mal Same Day Delivery-Angebote genutzt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Rahmen des Statista Digital Market Outlook hervor. Die überwiegende Mehrheit hat sich jedoch noch nie eine Bestellung am gleichen Tag liefern lassen. Der wichtigste Grund hierfür: 67 Prozent sind mit den normalen Lieferzeiten zufrieden. Infografik: Was spricht gegen Same Day Delivery? | Statista
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