Liebe Leserin, lieber Leser, 

neulich erzählte mir jemand, dass er aus Versehen online was in China bestellt hat. Ist mir auch schon mal passiert. Jetzt kommt raus, das ist ein Massenphänomen: 4 von 10 Onlineshopper haben erst bei der Lieferung festgestellt, dass diese aus dem Ausland stammen, meldet die Vergleichsplattform idealo. In diesem Sinne wünsche ich stets positive Grenzerfahrungen.

Douglas und Akzente beherrschen den Markt nicht:

Das Bundeskartellamt hat die Fusion zwischen Douglas und Parfümerie Akzente freigegeben. Douglas ist Teil der CVC Capital Partners-Gruppe und betreibt 456 Parfümerie-Filialen in Deutschland sowie den gleichnamigen Onlineshop. Parfümerie Akzente betreibt 27 stationäre Geschäfte sowie den Onlineshop parfumdreams. Während Douglas das führende Parfümerieunternehmen in Deutschland ist, verfügt Akzente im Onlinehandel über eine bedeutende Marktposition. „Durch den Erwerb der Parfümerie Akzente wächst der Marktanteil von Douglas im Onlinbereich beachtlich. Der Verhaltensspielraum des fusionierten Unternehmens wird aber durch starke Wettbewerber weiterhin hinreichend beschränkt“, so Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mund.  


EU-Kommission geht gegen Preisvorgaben vor:

Die EU-Kommission hat gegen die Elektronik-Hersteller Philips, Denon, Marantz und Pionier sowie den Computer-Anbieter Asus eine Strafe von insgesamt 111 Millionen Euro verhängt, wie unter anderem die FAZ  berichtet. Die Wettbewerbshüter werfen den Unternehmen Preisverzerrungen im Internet vor. Demnach sollen die Hersteller Onlinehändlern bestimmte Fest- oder Mindestpreise für den Weiterverkauf ihrer Produkte vorgegeben haben. Dies sei illegal. Für die Verbraucher in Europa hätten diese Vorgaben zu höheren Preisen für Notebooks, Kopfhörer, Küchengeräte, Haartrockner und viele andere Produkte geführt.

Instagram läuft Mama Facebook den Rang ab:

Werbetreibende verlagern zunehmend ihr Anzeigenvolumen von Facebook auf Instagram, was zu einem erstaunlichen Wachstum der Facebook-Tochter im Vergleich zu ihrer Muttergesellschaft führt. Die Ausgaben für Facebook-Werbung (ohne Instagram-Umsatz) stiegen im zweiten Quartal 2018 laut Portal Marketing Land im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent, während die Werbeausgaben für Instagram im gleichen Zeitraum um 177 Prozent stiegen.



INTERNATIONAL

Bei Suning übernehmen die Roboter:

Der chinesische Einzelhändler Suning rüstet technisch auf und hat fünf unbemannte Automaten, äh, automatisierte Filialen namens „Biu“ eröffnet, meldet The Drum. Um einen Platz auf Chinas hart umkämpften Markt für intelligente Einzelhandelsgeschäfte zu ergattern arbeitet der Händler mit allem, was das Techie-Herz begehrt, etwa Gesichtserkennung, RFID, Big Data und Finanz-App.


Trump außer Mode:

Zu viel Politik kann Unternehmen schaden. US-Präsidententochter Ivanka Trump schließt ihr Textilunternehmen und entlässt alle 18 Mitarbeiter, berichtet die New York Post. Während einige amerikanische Händler wie die Kaufhauskette Nordstrom Ivankas Mode vor einiger Zeit aus dem Sortiment nahmen und deshalb von Donald Trump scharf attackiert wurden, wurde es zuletzt ruhig um die Marke, deren Artikel weiterhin bei Händlern wie Bloomingdales, Zappos und Amazon erhältlich war. 



TRENDS & FAKTEN

Zentrales Sicherheitsrisiko:

Wissen heißt nicht(, dass man was) macht: Unternehmen erkennen zwar Cyberrisiken, tatsächliche Schutzmaßnahmen setzen sie aber nur unzureichend um, haben die Berater von Accenture herausgefunden. In der Studie „Securing the Future Enterprise Today - 2018“ sind drei von vier der rund 1.400 weltweit befragten Führungskräfte der Meinung, dass Cybersecurity-Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen präsent sein und Schutzprogramme großflächig ausgeführt werden müssen. Und doch ist Cybersecurity in 74 Prozent der Unternehmen nach wie vor zentral organisiert. 

B2B-Anbieter schlafen weiter:

Das Online-Geschäft mit den Geschäftskunden ist noch immer weitgehend im Dornröschenschlaf. Zwar verbuchen rund drei Viertel der von ibi research befragten B2B-Unternehmen bereits online Umsätze, allerdings oft nicht in nennenswertem Umfang: Ein Viertel der Händler setzt online weniger als 5 Prozent um. Bei 17 Prozent der Unternehmen liegt der Umsatz über’s Internet immerhin bei gut der Hälfte. Erstaunlich, dass sich Kunden, die die Vorzüge des Onlineshoppings beim Privateinkauf gewohnt sind, da nicht ungehaltener reagieren. Nicht erstaunlich, dass Amazon Business mit Geschäftskunden schon längst gute Geschäfte macht. 

Zahl des Tages:

Finden Sie die Hinweise auf Webseiten, dass dort Cookies eingesetzt werden, lästig? Sie sind nicht allein: Gut jeder zweite Internetnutzer (55 Prozent) ist von den Bannern genervt, so der Digitalverband Bitkom. 44 Prozent können nicht mal nachvollziehen, weswegen auf Cookies überhaupt hingewiesen werden muss. Dann viel Un-Spaß, denn Surfen wird noch holpriger: Die geplante E-Privacy-Verordnung der EU wird zu noch mehr Einwilligungsabfragen führen.


Start-up des Tages:

byrd macht das Verschicken von Ware so einfach, wie online bei seinem Lieblingsrestaurant zu bestellen: anmelden, Kurier anfordern und Produkte übergeben. Vom Verpacken bis zur Zustellung kümmert sich das Team von byrd.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Darüber, ob Click & Collect ein Erfolgsmodell ist oder die Händler nur Geld kostet, streiten Experten seit Jahren. Fest steht: Das Potenzial des Services wird vielfach nicht ausgeschöpft - bisweilen ganz bewusst. Denn Unternehmen, wie auch Kunden, verfolgen ganz unterschiedliche Ziele.