Liebe Leserin, lieber Leser, die gestrigen Meldungen über Gespräche zwischen Karstadt und Kaufhof schlugen hohe Wellen. Es geht hier um die symbolträchtigen Dickschiffe in Deutschlands Fußgängerzonen. Doch eine wie auch immer ausgestaltete Fusion macht defizitäre Standorte nicht automatisch profitabel, nur weil die beiden dann zu einem Unternehmen gehören. Und die momentane Aufbruchstimmung bei Karstadt wäre damit wohl auch Geschichte. Ohne kreative Ideen auf beiden Seiten, wie das Modell “Warenhaus” im Online-Zeitalter überleben soll, gäbe es wohl auf keiner Seite einen Gewinner. Unsere News des Tages.

21sportsgroup mit neuen Gesellschaftern

Nach Recherchen der TextilWirtschaft sind die früheren Pro Sieben- und Premiere-Manager Georg Kofler und Michael Börnicke sowie Holger Hansen beim Multichannel-Sporthändler 21sportsgroup eingestiegen. Henner Schwarz, Geschäftsführer der 21sportsgroup, begrüßt die Veränderung im Gesellschafterkreis. Mit ihnen würde sich wertvolles Know-how und Reichweite in sozialen Medien eröffnen, was ein Wettbewerbsvorteil bei den Wachstumsplänen sein könne. Denn das Unternehmen will nicht nur in den Kerngeschäftsfeldern Planet Sports und 21run wachsen, sondern prüft auch Akquisitionsmöglichkeiten.

Google Pay in Deutschland gestartet:

Seit gestern ist in Deutschland der Bezahldienst für das Smartphone verfügbar. Deutschland ist das 19. Land, in dem mit Google Pay gezahlt werden kann. Anders als die Euphorie in einigen Online-Medien andeutet, ist das kontaktlose Bezahlen damit aber nicht plötzlich Mainstream. Zwar kann mit einem kompatiblen Smartphone und NFC-Schnittstelle an passenden Terminals gezahlt werden. Partner von Google Pay zum Start in Deutschland sind neben Mastercard und Visa die Commerzbank zusammen mit Comdirect sowie die Online-Banken N26 und Boon. Das ist dann eher die kleine Kapelle, denn die ganz großen Institutsgruppen sind halt (noch) nicht dabei. Gezahlt werden kann mit Google Pay indes bereits bei MediaMarkt und Saturn, wie die Gruppe mitteilte.

Eis-Krise bei Amazon beendet:

Anders als die E-Food-Anbieter in Großbritannien hat Amazon seine Trockeneiskrise in Berlin bereits überstanden. Der Online-Riese bietet wieder wie gewohnt Tiefkühlware in Berlin an. Wer zum Spiel am Nachmittag also Eis oder Pizza braucht, kann sich kurzfristig Nachschub beschaffen. Es gibt sie also noch, die guten Nachrichten.


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INTERNATIONAL

Amazon und Amex lancieren Kreditkarte für kleine Unternehmen:

Einen Starttermin gibt es noch nicht und viele Details über die neue Kreditkarte sind noch nicht bekannt. Aber um seine Position bei kleineren Unternehmen zu stärken, will Amazon in Zusammenarbeit mit American Express eine Kreditkarte herausgeben. Sie sei Teil einer auf mehrere Jahre abgeschlossenen Partnerschaft. Profitieren davon können beide Seiten. Amazon möchte den Erfolg, den es bei Privatkunden hat, auch gern in der Unternehmenswelt wiederholen. Firmenkreditkarte sind durch die Volumina für die Gesellschaften ohnehin interessant und Amex könnte im US-Markt potentiell zum größten Kreditgeber im Segment der Kleinunternehmen werden.

Casper betritt vorsichtig den Markt in Kanada:

Der Matratzen-Pure-Player eröffnet für vier Wochen einen Pop-up-Store in Quebec. Damit können die Kunden, die dem Ansatz “One fits most” nicht trauen, auch mal in Ruhe probeliegen. Casper forciert seit einiger Zeit das Geschäft in Kanada. So ist das Unternehmen offizieller “Schlafpartner” des Eishockeyteams “Toronto Maple Leafs”. Nach Ende des temporären Ladens sollen permanente Filialen in Montreal und Britisch Columbia in Kürze eröffnet werden.


TRENDS & FAKTEN

Facebook goes Print:

Fast wäre man geneigt, hinter die Überschrift ein “Keine Pointe” zu setzen. Das Unternehmen, das kein Medienunternehmen sein will, bringt jetzt doch ein Magazin an den Start. Allerdings geht die vierteljährliche Zeitschrift “Grow” nicht an die Kioske. Und der gewöhnliche Facebook-Nutzer gehört auch nicht zur Zielgruppe. Das Magazin richtet sich an das Top-Management, das es dann automatisch in der Post haben wird, oder aber in Lounges von Flughäfen lesen darf.

DHL als Opfer? Amazon als Bösewicht:

Bei Statista hat man sich die Mühe gemacht, die über DHL und in Eigenregie von Amazon versendeten Pakete gegenüberzustellen. Die Überschrift sieht auch einen eindeutigen Täter. Amazon klaue DHL den Gewinn. Das ist durchaus eine mögliche Perspektive. Die andere: So sieht es aus, wenn ein Unternehmen mit dem Wachstum seiner Kunden nicht mithalten kann und die das eigene Kerngeschäft dann auch noch besser erledigen als man selbst.

Start-up des Tages:

Über eine SaaS-Lösung können Unternehmen Druckleistungen einkaufen. Der Algorithmus berücksichtigt individuelle Spezifikationen und liefert das Angebot der passenden Druckerei direkt mit. Sourc-e – Druckaufträge effizient vergeben

Beliebtester Beitrag am Vortag:

DHL, Hermes, DPD, GLS, UPS, FedEx: etailment hat nachgefragt, wie die Strategie der Logistikdienstleister für den Handel über Grenzen hinweg aussieht und welche Services sie in ausgewählten Ländern anbieten. Europa-Versand? So unterstützten die Logistik-Dienstleister den Handel

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