Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Woche bin ich in Frankfurt erstmals mit einem gemieteten E-Scooter gefahren. Ich würde es nicht wieder tun. Kommen Sie gut und sicher ins Büro.

///// HANDEL NATIONAL
Onlinehändler müssen nicht per Telefon erreichbar sein
Online-Händler müssen für den Service keine Telefonnummer angeben. Das hat nun der Europäische Gerichtshof entschieden. Allerdings müssten die Händler Kunden eine schnelle und einfache Möglichkeit der Kontaktaufnahme bieten. Elektronische Kontaktformulare, Chats oder ein Rückrufsystem täten es demnach auch. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte wegen Amazon geklagt, weil der Online-Riese nach Meinung des Verbands nicht ausreichend über die Erreichbarkeit per Telefon informiert hatte. Ein Sieg für Amazon, der endlich einmal auch den einfachen Onlinehändler freuen dürfte - und die Chance bietet, mit gutem Telefonservice bei manchen Kunden Punkte zu machen.

Rakuten erhält Vorzugsbehandlung bei idealo
Der Marktplatz Rakuten und die Vergleichsplattform idealo kuscheln künftig mehr miteinander. Das Kundenbindungs-Programm Rakuten Super Points wird jetzt bei idealo im Preisvergleich angezeigt und Rakuten ist nun im idealo Direktkauf fest verankert. Über den „Zum Kauf“-Button können idealo-Nutzer die gewünschten Produkte direkt über idealo kaufen, ohne dabei den Umweg über den Checkout des jeweiligen Händlers nehmen zu müssen.

Lady Gaga verkauft Beauty bei Amazon
Lady Gaga startet ihre eigene Kosmetik-Marke. Ihr Beauty-Label Haus Laboratories wird es ab September exklusiv bei Amazon geben - auch in Deutschland, meldet W&V.

///// INTERNATIONAL


Amazon Alexa gibt Gesundheits-Tipps
Amazon drängt weiter in den Gesundheitsmarkt und nutzt dafür eine Kooperation mit dem National Health Service (NHS), dem staatlichen Gesundheitssystem in Großbritannien. Alexa, gefüttert mit Informationen von der NHS-Website, soll dabei Gesundheitstipps und Fragen beantworten. Anders gesagt: Amazon lernt dann die Wehwehchen der Leute noch besser kennen. Ganz praktisch, wenn man intensiver im Pharma-Business mitmischen will. 

Amazon hat mit Whole Foods keinen Preiskrieg angezettelt
Die Übernahmen von Whole Foods durch Amazon hat offenbar nicht den erwarteten Preisrutsch ausgelöst. Gerade einmal um 2,5% sei ein durchschnittlicher Warenkorb bei der Supermarktkette gesunken, hat eine Studie ausgerechnet. "Viele der aggressiven Preisaktionen von Whole Foods waren mehr Bellen als Beißen", sagte Gordon Haskett-Analyst Chuck Grom.

Microsoft eröffnet Flagship-Store
Microsoft eröffnet heute seinen ersten Laden in Europa. Genauer am Oxford Circus in London und will dort in Sichtweite zum Apple Store sein eigenes In-Store-Erlebnis als Tech-Marke bieten. Im Laden gibt es Surface-Geräte zum Ausprobieren, einen Xbox-Spielraum, Videowände und einen McLaren zum Angucken und reinsetzen. Mit ihm kann man auch über einen Monitor ein paar Runden drehen. The Verge hat sich schon einmal umgesehen.

///// TRENDS & TECH

Virtuelle Mode für die Generation Instagram
Was zieht man an für Instagram? Virtuelle Mode, die man dem eigenen Foto mit Hilfe von 3D-Designern, nunja, überzieht. Das norwegische Unternehmen Carlings, das im Shop auch real tragbare Mode bietet, hat dafür einige skurrile Kollektionen kreiert. Preis: zwischen 10 und 30 Euro. Das Mode-Magazin Elle erklärt die clevere PR bereits zum Trend.  

Zahl des Tages
Die Amazon-Aktie hat gestern wieder einmal die Marke von 2000 Dollar durchbrochen. Da hoffen wohl einige auf ein Mega-Ergebnis am Prime Day. Oder es liegt schlicht daran, dass  US-Notenbankchef Jerome Powell Hoffnungen auf eine rasche Zinssenkung macht. Und irgendwo muss das billige Geld dann ja hin. Apropos Geld: Die PayPal-Aktie feiert gerade ein Allzeithoch.

Lesetipp des Tages
Falls Sie sich fürs Wochenende was zum Lesen mit nach Hause nehmen wollen: Hier ist ein über 100seitiger China-Report als pdf von der South China Morning Post, der so ziemlich alles abdeckt, was man gerade über Tech, Trends und E-Commere in China wissen möchte.

Favorit der Leser
Die Wahl der Bezahlmethode ist – stationär wie online –  nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit sondern des Vertrauens. Die Skepsis gegenüber digitalem Bezahlen bleibt. Das sind die Fakten.

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