Nochmal Coronavirus. Die Atemschutzmasken werden in Deutschland womöglich knapp. Manche Apotheken, sogar Baumärkte und Drogerien melden: Ausverkauft. Selbst bei Amazon kann nicht mehr jeder Händler liefern. Und - Achtung böse Überleitung - auch die aktuellen Umsatzzahlen von Amazon sind atemberaubend.

///// HANDEL NATIONAL
Amazon langt bei Versandgebühren zu
Amazon muss irgendwie ja seine Logistik-Abenteuer bezahlen. Die beste Quelle dafür sind natürlich die Händler und ihre Gebühren. So könnte man es lesen, wenn Amazon nun die Preise für den Versand durch Amazon zum 1. April 2020 deutlich erhöht. Hierzulande geht es im Schnitt um über 9% nach oben. Hier ist eine gute Übersicht der Kostensteigerungen.

Amazon nun beim HDE
Amazon ist nun auch Mitglied im Handelsverband HDE. Dem Beitritt ging eine kontroverse interne Debatte über die Interessenlagen im Verband voraus, rekapituliert die Lebensmittel Zeitung.

Schuhe24 und Outfits24 im Plus
Schuhe24 und Outfits24 melden für das vorige Jahr erneut kräftige Umsatzzuwächse. So stiegen die Erlöse der angeschlossenen Händler von 55 Mio auf 75 Mio Euro, das ist ein Plus von 36%. 2020 will das Unternehmen die Umsatzmarke von 100 Mio schaffen. Die Anzahl der teilnehmenden Händler sei zweistellig gewachsen, sagte Gründer und CEO Dominik Benner der TextilWirtschaft.

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///// INTERNATIONAL

Amazon mit mächtigem Zuwachs
Amazon überrascht mit einem bombastischen Ergebnis im Weihnachtsquartal. Umsatz: 87,44 Milliarden Dollar (plus 21%), erwartet wurden 86 Milliarden. Die Cloud-Geschäfte brachten knapp 10 Milliarden Dollar  (plus 34%) in die Kasse. Stationär (Whole Foods und Amazon Go) schaut der Online-Titan aber auf einen Rückgang von einem Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Zudem meldet der Online-Riese weltweit über 150 Millionen Prime-Mitglieder. 
Werbung brachte rund 4,8 Milliarden Dollar (plus 41%) nach Seattle.
Ins Geld gehen die Versandkosten: Im vierten Quartal waren es 12,9 Milliarden Dollar (plus 43%), 2019 waren es insgesamt 37,9 Milliarden Dollar (plus 37%). Hier gibt es alle Zahlen im Detail.

Frisches Geld für Farfetch
Luxus-Plattform Farfetch holt sich für die weitere Expansion 250 Mio Euro von Tencent und Dragoneer.

UPS investiert in E-Mobility
UPS wettet auf E-Autos und autonome Lieferung und kauft 10.000 Elektrofahrzeuge vom britischen Start-up Arrival samt einer Minderheitsbeteiligung. Die fahren aber nicht schon morgen. UPS wird ab 2022 jedes Jahr mindestens 2.000 der neuen EVs in seine Flotte aufnehmen. Außerdem sollen in den kommenden sechs Monaten mit der Alphabet-Tochter Waymo im Raum Phoenix selbstfahrende Minivans getestet werden. Details liest man bei CNBC. 

///// TRENDS & TECH


Im Omnichannel-Geschäft gewinnt der Store wieder an Bedeutung
Die Drogeriemarktkette dm ist der beliebteste Händler Deutschlands und steht erneut an der Spitze des aktuellen „Einzelhandel-Index“ der internationalen Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants. Dahinter folgen Rossmann und Amazon. Der Online-Riese Versandhändler schneider vor allem bei „Produktauswahl“, „Convenience“, „Vertrauen“, „Kundenservice“ und - aufgepasst - „Einkaufsatmosphäre“ gut ab.

Erstmals unter den Top 10 finden sich Hornbach (Rang 7) sowie Neueinsteiger Alnatura (Rang 10). Die Rückkehr in die Gruppe der zehn beliebtesten deutschen Händler gelingt Ikea (zuletzt 2015 in den Top 10), Douglas (zuletzt 2017 in den Top 10) und Tchibo (zuletzt 2012 in den Top 10).

Weitere Erkenntnis der Studie: Das wachsende Nachhaltigkeitsbewusstsein der Konsumenten beeinflusst immer stärker die Beurteilung der Händler. Im Omnichannel-Geschäft gewinnt der Store wieder an Bedeutung – denn Konsumenten sehnen sich nach Einkaufserlebnissen, die nur der stationäre Handel bietet. Der „Einzelhandel-Index“ analysiert jährlich das Leistungsversprechen führender Handelsunternehmen und ermittelt die Kundenbewertung in diversen Kategorien.

Favorit der Leser
Die Lösung für (fast) alle Retourennöte, für die letzte Meile und den ganzen Rest steht womöglich in Helsinki und ist 1100 Quardratmeter groß. Schick ist das Modell außerdem. Und wer die Bilder sieht, findet die Aussage nur ein wenig übertrieben, wünscht sich aber zumindest sofort Nachahmer in Deutschland.