Kann es gelingen, die Macht der großen Tech-Konzerne zu zerschlagen? Oder ist das nur PR-Gegacker vor den US-Wahlen? Dieses Thema beschäftigt Kommentatoren weltweit. BVOH-Präsident Oliver Prothmann mahnt die Politik, den Online-Handel nicht zu regulieren. Mit Orderoo beginnt der Abgesang auf das Online-Bestellformular. 

///// HANDEL NATIONAL 
Neue Handelsplattform Orderoo digitalisiert den B2B-Handel
Bye, bye Bestellformular: Ob Mode, Schmuck, Uhren, Sportartikel oder Feinkost - die neue vorkonfigurierte B2B-E-Commerce-Lösung Orderoo der Firma Designarena unterstützt Hersteller, Marken und Händler gleichermaßen bei der effizienten Gestaltung ihrer Prozesse im B2B-Handel. Die Einrichtung des B2B-Shops ist ohne spezifisches Onlineshop-Know-How möglich, verspricht der Anbieter. Die Registrierung und Nutzung ist für Händler kostenfrei. Erstkunde ist die Ulla Popken Group.

Die Politik will den Online-Handel regulieren
In den aktuellen Zeiten ist Flexibilität wichtiger denn je, denn die Stabilität ist uns in der Corona-Krise verloren gegangen, sagt Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverband Onlinehandel (BVOH), im Rahmen der E-Commerce-Tage online von ibi Research. Die Gesellschaft schätze und nutze das Zuhausesein mehr und kaufe deshalb mehr online ein. Durch Regulierung des Online-Handels rette man die Innenstädte nicht, auch wenn die Politik das immer wieder fordere.  


///// HANDEL INTERNATIONAL

Gegenwind für Google, Amazon, Facebook und Apple
Der in der Nacht zum Mittwoch veröffentlichte 449-seitige Bericht des kartellrechtliche Unterausschusses im US-Repräsentantenhauses schlägt weiter hohe Wellen, die uns noch eine Weile begleiten werden. So einfach werden Google, Amazon, Facebook und Apple ihre Position nicht preisgeben. Doch die Vorwürfe, durch ihre Marktdominanz einen fairen Wettbewerb zu verhindern, wiegen schwer. Der Ausschuss fordert Einschränkungen. Dass Amazon in Zukunft seine eigenen Produkte nicht auf seinem Marktplatz verkaufen darf, könnten noch die harmlosesten sein.

Mit Mobile First zurück in der Gewinnzone

82 Prozent der Online-Verkäufe sind bei der britischen Very Group (Marken Very und Littlewood) im Jahr 2019 über mobile Endgeräte getätigt worden. Die Gruppe meldet einen Halbjahresumsatz von über zwei Milliarden britische Pfund, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Kaufverhalten habe sich während der Corona-Krise auf gleich fünf verschiedene Arten geändert, unter anderem stöbern die Kunden bereits vor dem Wochenende.  

Kosmetikkonzern Coty startet B2C-Website für Kylie Skin in Deutschland 
Bis vor kurzem nur bei Douglas, ab sofort auch direkt: Fans der erst im Mai 2019 gestarteten Marke Kylie Skin können deren Kosmetikprodukte in vielen europäischen Ländern nun direkt über die Markenwebseiten bestellen. Auch die deutsche Webseite ist bereits online.   

///// TRENDS & TECH

Was braucht das Amazon-Flywheel - oder was passiert an Tag 2?
Wachstum durch massive Skalierung – das ist die Idee hinter dem legendären Amazon-Flywheel. Davon ausgehend betrachtet Gastautor und Etailment-Experte Christian Kelm Amazons Eigenmarken einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel. Seine These: Amazon macht niemanden nach, sondern geht in die Schwächen der Marktbedienung rein, um das System auszulasten. Händlern rät er zu mehr Selbstreflexion. 

Erster E-Lieferwagen von Amazon
Dunkelblau und rundlich ist er, und wenn es nach Amazon geht, werden schon im Jahr 2022 mehr als 10.000 dieser elektrisch betriebenen Lieferwagen weltweit durch unsere Straßen rollen. Den Prototyp, der in Kooperation mit Riwan hergestellt wurde, präsentiert das Unternehmen auf seiner Webseite. Plaudern mit Alexa, 360-Grad-Außenspiegel, Tanzfläche im Laderaum - die Liste der Sonderausstattung ist lang.